Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung

Alle deutschen Bildungseinrichtungen haben die Möglichkeit, sich bis zum 15. August 2018 in einer von vier Kategorien zu bewerben:
– frühkindliche Bildung,
– schulische Bildung,
– berufliche Bildung oder
– hochschulische Bildung.
Eine Jury von Bildungsexpertinnen und -experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Stiftungswesen und Politik wählt die Preisträger aus. In jeder Kategorie wird ein Preisgeld von 10 000 € vergeben.

Im Spannungsfeld zwischen Datenschutz und Bildungsgerechtigkeit

Am 01. und 02.06. fand das zweite Bundestreffen 2018 des Jungen VBE Bund in Berlin statt. Bundesvorsitzender Udo Beckmann erfreute die Landessprecher*innen des Jungen VBE über beide Tage mit seiner Anwesenheit und beteiligte sich rege am Austausch der Länder untereinander. Anwesend waren Vertreter*innen aus Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Saarland und Thüringen.

Für die neu gewählten Mitglieder des Gremiums stellt Udo Beckmann auf diesem Treffen die Entwicklung des VBE Bund in der historischen Genese dar und gibt auch Ausblicke für die zukünftige Arbeit des Dachverbandes. VBE Bund-Pressereferentin Anne Roewer lädt nachfolgend zu einem Informationsgespräch mit anschließender Diskussion zu den Veränderungen der verbandsorganisatorischen Arbeit nach der im Mai in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung ein. Hier konnten viele Fragen und Ängste aufgelöst werden, da die  Bundesreferentin sich in den letzten Wochen mannigfaltiges Expertenwissen angeeignet hat.

Der zweite Teil der Tagung wurde von der gemeinnützigen Bildungsinitiative „Teach First Deutschland“ gestaltet. Geschäftsführer Ulf Matysiak und Referentin Michaela Wintrich stellten eindrucksvoll die deutschlandweiten Aktivitäten der gemeinnützigen NGO vor. Ihrer Vision: „Jedes Kind verlässt die Schule mit einem Abschluss und dem festen Glauben an den eigenen Erfolg“ folgend bekämpfen sie Bildungsungleichheiten in Deutschland. Sie berichten über den Einsatz von über 200 Fellows an Brennpunktschulen, die sowohl im Unterricht, als auch im Nachmittagsbereich für den Bildungsaufstieg möglichst vieler Kinder und Jugendliche sorgen. Nach einer anregenden Debatte verabschieden die Landessprecher*innen die neue Geschäftsordnung des Jungen VBE Bund, die nun dem Bundesvorstand zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Aufgrund der gestiegenen Aufgabenbereiche des Jungen VBE Bund und der regen Beteiligung der Landesverbände werden künftig drei jährliche Treffen stattfinden, um eine noch effektivere Arbeit ermöglichen zu können.

Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

Wir, der Brandenburgische Pädagogen-Verband, haben ein Konzept erarbeitet, in dem grundlegende Ideen zusammengestellt wurden, die ein gutes Schulklima stärken und Lösung für die Probleme in der täglichen Arbeit mit den Schülern sein können.

In Zeiten des akuten Lehrermangels, des Einsatzes von unausgebildeten Seiteneinsteigern und der Verschärfung des Schulklimas, ist es dringend, die Qualität von Bildung im Blick zu behalten.

Es ist deshalb zwingend notwendig, dass die ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer in erster Linie zur Gestaltung des Unterrichts eingesetzt werden. Aufgaben, die nicht direkt mit der Profession eines Lehrers in Verbindung stehen, müssen von anderen Fachkräften u.a. aus den Bereichen Verwaltung, Sozialarbeit oder Technik übernommen werden.

Die herkömmlichen Mittel und Konzepte können nicht mehr für eine gute Qualität von Bildung sorgen.

Schule muss neu gedacht werden!

Schulen brauchen außerdem zusätzliche personelle Ressourcen, die sowohl im Unterricht als auch im Bereich der Ganztagsbetreuung dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler mit sozialen Problemen bedarfsgerecht betreut werden können und bei Lernproblemen eine angemessene Unterstützung erfahren. Dafür müssen vorhandene Netzwerke auch mit privaten Trägern in den Kommunen genutzt werden, um die Schulen zu unterstützen.

Wir fordern die Landesregierung auf, die aktuellen Bedingungen für Bildung ernsthaft auf den Prüfstand zu stellen und Konzepte für die Verbesserung der Bedingungen in diesem Bereich zu entwickeln.

Dabei verstehen wir unser Konzept „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“ als ersten Schritt, um Bildung im Land Brandenburg nicht zum Notfall werden zu lassen.Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken.

Anlage: 

MITEINANDER – bundesweite Aktion zur Werteförderung an Grundschulen

Zur praktischen Umsetzung erhalten teilnehmende Schulen eine kostenfreie Aktionsmappe mit umfangreichen Unterrichts- und Informationsmaterialien. Machen Sie MITEINANDER zum Thema an Ihrer Schule!

Mehr Informationen, Projektbeispiele, Kurzfilm zur Aktion und Anmeldung über www.albert-schweitzer-miteinander.de oder per Mail über miteinander@albert-schweitzer.de oder
per Fax über das downloadbare Rückmeldeformular:

bke-Onlineberatung – Beratung für Jugendliche und Eltern

Seit über zehn Jahren bietet die bke-Onlineberatung professionelle, anonyme und datensichere Beratung für Eltern und Jugendliche an. Die von allen Bundesländern finanzierte und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Einrichtung bietet ein moderiertes Forum, Gruppen- und Themenchats, Chatberatung und webbasierte Mailberatung, betreut von über 80 Fachkräften aus Erziehungsberatungsstellen in ganz Deutschland. Bundesweit einzigartig ist die Kombination aus ausschließlicher Betreuung und Beratung durch professionelle Fachkräfte (PsychologInnen, PädagogInnen, SozialpädagogInnen) und einem durchweg kostenfreien Angebot.

Durch den niedrigschwelligen Zugang können durch die bke-Onlineberatung auch Menschen erreicht werden, die aus verschiedenen Gründen (noch) keine Familienberatungsstelle vor Ort besuchen möchten. Der Träger der bke-Onlineberatung ist die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) mit Sitz in Fürth.

Die bke ist der Fachverband für Erziehungs-, Familien- und Jugendberatung in Deutschland (www.bke.de).

Die bke-Onlineberatung bietet sowohl Beratung für Jugendliche von 14 bis 21 Jahren über www.bke-jugendberatung.de als auch Beratung für Eltern von Kindern bis zum 21. Lebensjahr über www.bke-elternberatung.de an.

Die Themenvielfalt in der bke-Onlineberatung ist groß: es werden Chats speziell für Jungen und Chats für Mädchen angeboten, Chats zu Themen wie „Psychische Erkrankung – wie geht meine Familie damit um?“, „Wenn die Seele Narben trägt – selbstverletzendes Verhalten“ oder auch „Bei Drogen zahle ich immer drauf“ angeboten.

Regelmäßig werden auch Chats zu schulrelevanten Themen wie z.B. Mobbing angeboten oder der Zeugnischat. Alle Anliegen der Ratsuchenden können sowohl in einer Gruppe als auch im Einzelkontakt erörtert werden.

Näheres also unter www.bke.de.

Unterstützungsangebote für einen gelungenen Studienstart nutzen

Kostenlose Infobroschüre des Förderprogramms Studienkompass gibt Tipps für ein erfolgreiches erstes Semester

Berlin, 11.04.2018.

Zwischen Abitur und Studienbeginn liegen häufig nur einige Wochen, aber für viele junge Menschen beginnt an der Hochschule ein ganz neuer Lebensabschnitt, der viele Veränderungen und neue Herausforderungen mit sich bringt. Es gibt hierfür zahlreiche Hilfsangebote und Methoden, die einen guten Start ins Unileben unterstützen. In einer kostenlosen Infobroschüre hat das gemeinnützige Förderprogramm Studienkompass Tipps und Hilfsangebote zusammengetragen und gibt Empfehlungen für ein erfolgreiches erstes Semester.

Der Studienkompass begleitet seit über zehn Jahren Jugendliche aus Familien ohne akademischen Hintergrund auf ihrem Weg an die Hochschule. Mehr als 2.100 junge Menschen haben das Programm bereits erfolgreich durchlaufen und kommen auch in der Broschüre mit ihren Erfahrungen und Ratschlägen zu Wort.

Neben der allgemeinen Orientierung an der Hochschule und der Auflistung von Anlaufstellen für die verschiedensten Fragen wird auch das wichtige Thema Studienfinanzierung behandelt. Der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks, Achim Meyer auf der Heyde, stellt im Interview die Angebote der Studierendenwerke vor, die an den Hochschulen direkt vor Ort den Studierenden u.a. in wirtschaftlichen und sozialen Angelegenheiten helfen.

Die Broschüre richtet sich nicht nur an angehende Erstsemester, sondern auch an Eltern, die mehr über das Leben an der Hochschule erfahren und ihren Kindern unterstützend zur Seite stehen möchten.

„Aus der Arbeit mit unseren Geförderten wissen wir, dass zwei Dinge ganz entscheidend für einen gelungenen Studieneinstieg sind: eine gute Vorbereitung auf das passende Studienfach einerseits sowie zusätzlich die Fähigkeit und der Mut, mit neuen Herausforderungen umzugehen. Darauf bereiten wir unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten im Studienkompass vor. Teile dieses Wissens möchten wir gerne an andere Studienanfänger weitergeben. Denn miteinander reden, Rat suchen und sich gegenseitig helfen – das sind weitere, ganz entscheidende Erfolgsfaktoren für den Studienstart“, so Dr. Ulrich Hinz, Bereichsleiter Schülerförderung (Vors.) bei der Stiftung der Deutschen Wirtschaft.

Die Broschüre steht auf www.studienkompass.de/studienstart zum kostenlosen Download bereit und kann dort auch bestellt werden.

(Pressemeldung der Stiftung der Deutschen Wirtschaft)

dbb-Chef Silberbach zu aktuellen beamtenpolitischen Fragen im Interview

Im Rahmen des Tarifkampfes 2018 für den öffentlichen Dienst in Bund und Kommunen hat sich der dbb-Chef Ulrich Silberbach zu aktuellen Fragen wie der unterschiedlichen Beamtenbesoldung in den verschiedenen Bundesländern, der Bürgerversicherung oder des Streikrechts für Beamte in einem Interview geäußert.

Den gesamten Wortlaut des Interviews können Sie hier nachlesen.

Jährliche Sonderzahlung in Bund und Länder

Die Höhe der jährlichen Sonderzahlung (das sog. Weihnachtsgeld oder Sonderzuwendung) beinhaltete bis 1993 einen kompletten Monatsbezug (13. Gehalt).

Seit 1994 erfolgten in mehreren Schritten Absenkungen, so dass im Jahr 2003 bundeseinheitlich noch ca. 84 % eines Monatsbezugs gewährt wurde. Mit dem Gesetz zur Besoldungs- und Versorgungsanpassung 2003/2004 wurde den Ländern zunächst die Besoldungsgesetzgebungskompetenz für den Bereich der jährlichen Sonderzahlung übertragen. Dies war der Ausgangspunkt der sog. Föderalismusreform I, welche am 1. September 2006 in Kraft trat.

Sowohl der Bund als auch die Länder haben zwischenzeitlich eigenständige Regelungen im Bereich der Sonderzahlung getroffen, welche die Spannweite von kompletter Abschaffung über die Integration in einer bestimmten (prozentualen) Höhe sowie Weitergewährung in abgeschmolzener Höhe – ggf. gestaffelt nach Besoldungsgruppen – erreicht.

Die downloadbar Tabelle (Siehe unten) gibt den Stand über die im Bund und in den Ländern gewährte jährliche Sonderzahlung im Dezember 2017, die sich ausschließlich auf das Grundgehalt bezieht, wieder.

(Quelle: Info-Nr.: 42/2017 des beamtenbund und tarifunion vom 12. Dezember 2017)

Gerechtigkeit wa(a)gen – Gerechtigkeit in der Besoldung und Bezahlung

Zur Gleichstellung der Lehrkräfte im Land Brandenburg haben am 22.11.2017 in schwierigen Verhandlungen die Gewerkschaften und Verbände einen Stufenplan mit der Landesregierung vereinbart, der Folgendes beinhaltet:

  1. Lehrkräfte mit den Lehrämtern für die Primarstufe sowie Lehrkräfte mit einer Befähigung nach Recht der ehemaligen DDR, die bisher in den Besoldungsgruppen A 12 / A 12 kW eingruppiert sind, werden zum 1. Januar 2019 in die Besoldungsgruppen A 13 / A 13 kW gehoben.
  2. Lehrkräfte mit einer Lehrbefähigung nach dem Recht der ehemaligen DDR, die bisher in der Besoldungsgruppe A 11 kW eingruppiert sind (z.B. Lehrkräfte mit einer Ausbildung als LuK), werden zum 1. Januar 2019 in die Besoldungsgruppe A 12 kW gehoben. Ab 1. August 2020 werden diese Lehrkräfte in einer weiteren Stufe in die Besoldungsgruppe A 13 kW befördert.
  3. Angestellte Lehrkräfte werden ebenfalls in die entsprechenden Entgeltgruppen angehoben.

Von diesen Hebungen werden mehr als 5000 Lehrkräfte, vor allem im Grundschulbereich profitieren. Wir sehen darin einen längst überfälligen Schritt zur Anerkennung und Wertschätzung dieser Lehrerinnen und Lehrer, die seit Jahrzehnten eine hervorragende Arbeit unter oftmals schwierigen Bedingungen leisten.

Qualifizierung von Seiteneinsteigern

Die Neueinstellungen ausgebildeter Lehrkräfte wird auch in den nächsten Jahren nicht ausreichen, um den Lehrkräftebedarf zu decken. Deshalb werden zunehmend Seiteneinsteiger eingestellt werden müssen, die über keine oder keine vollständige pädagogische Ausbildung verfügen. Pro Jahr rechnet das Land mit ca. 250 solchen Einstellungen.

Um die Qualität der schulischen Bildung zu sichern und um auch diesen neuen Kolleginnen und Kollegen eine echte berufliche Perspektive zu bieten, wurde u.a. beschlossen, dass diese Lehrkräfte vor Beginn ihrer selbständigen Lehrtätigkeit einen 3-monatigen Grundkurs absolvieren.

Weiterhin wird diesen Lehrkräften die Möglichkeit gegeben, berufsbegleitend eine Qualifizierung mit einer Gesamtdauer von maximal 5 Jahren zu absolvieren. Ziel es ist, dass sie nach erfolgreichem Abschluss der Qualifizierung den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst absolvieren, um so vollumfänglich die Laufbahnvoraussetzungen für den Schuldienst zu erfüllen.

Die Schulen, an denen Seiteneinsteiger eingestellt werden, erhalten pro Seiteneinsteiger eine Anrechnungsstunde, zur Betreuung, Einarbeitung und Unterstützung dieser Kollegen.

Wichtig ist, dass wir erreicht haben, dass der verhandelte TV-Umbau bis Ende 2020 verlängert wurde. Somit ist er über die Landtagswahlen hinaus verbindlich.

Gerechtigkeit wa(a)gen !