Leopoldina Gutachten weckt falsche Hoffnungen

„Natürlich muss es das Bestreben sein, den Schülerinnen und Schülern, sobald möglich, wieder einen Schulalltag zu bieten. Die Bedingungen, die für die Öffnungen formuliert werden, sollten aber die Schulrealität im Blick haben. Das, was jetzt zum Teil an Bedingungen formuliert wurde, kann kaum erfüllt werden und weckt falsche Hoffnungen. Das muss alles ganz dringend auf die praktische
Umsetzung geprüft werden. Wir erwarten hier Antworten der Kultusministerkonferenz“, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die am Ostermontag publizierte Stellungnahme der Leopoldina.

Die Arbeitsgruppe hatte zum Beispiel erklärt: „Alle Maßnahmen sind auf längere Zeit unter Einhaltung der Vorgaben zu Hygiene, Abstand, Mund-Nasen-Schutz, Testung und die Konsequenz der Quarantäne umzusetzen.“ Beckmann erklärt: „Ich sehe nicht, wie die Konsequenz hieraus erfüllt werden kann. Es gibt 8,3 Millionen Schülerinnen und Schüler an allgemeinbildenden Schulen und 2,4
Millionen Schülerinnen und Schüler an berufsbildenden Schulen. Wo sollen für diese Mund-Nasen-Schutzmasken herkommen? Und selbst, wenn es gelingen würde, ausreichend Masken zumindest für die Abschlussklassen zu beschaffen: Wie soll 10-Jährigen (welche die Arbeitsgruppe ja als erstes wieder in der Schule sehen würde) vermittelt werden, diese den ganzen Tag zu tragen, nicht daran
anzufassen, keine Scherze damit zu machen?“ Weiter wird in der Leopoldina-Stellungnahme ausgesagt: „Eine Gruppengröße von maximal 15 Schülerinnen und Schüler wäre möglich, wenn entsprechend große
Klassenräume zur Verfügung stehen.“ Der VBE Bundesvorsitzende kommentiert: „Ich möchte das klar ist: Das bedeutet, dass jede Klasse geteilt werden müsste!

Trotzdem ist diese Aussage noch zu schwammig. Es wird provoziert, dass vielmehr auf die Anzahl der Schülerinnen und Schüler als auf die räumlichen Möglichkeiten fokussiert wird. Wichtig für Schulleitungen und Lehrkräfte wären konkrete Maßzahlen, welche die Gegebenheiten im Raum (Platz vor der Tafel, Schränke etc.) einbeziehen und lediglich die wirklich verfügbaren Raumgrößen als
Grundfläche heranziehen. Es braucht klare, nachprüfbare Standards.“

Zudem betont Beckmann den immensen logistischen Aufwand: „Die letzten Wochen waren für Lehrkräfte und Schulleitungen eine enorme Kraftanstrengung. Sich nun zwischen Präsenzunterricht für die eine Klasse und dem Bereitstellen von Aufgaben für die andere Klasse aufzureiben plus sich zu überlegen, was die Präsenzklasse in ‚Heimarbeit‘ erledigen kann, wie es die Leopoldina vorschlägt,
erhöht den Druck noch weiter. Mit der Ausdünnung des Stundenplans ist es nicht getan. Vielmehr muss auch geprüft werden, welche Inhalte verschoben oder gar weggelassen werden können. Wichtig ist, Schulen und auch Schulträgern notwendige Vorlaufzeit zu geben, um das zu organisieren. Und: Wer glaubt, mit dem ersten Tag der Schulöffnung könne regulärer Unterricht stattfinden, der irrt. Es wird zuerst darum gehen müssen, sensibel für die Erfahrungen der Kinder und Jugendlichen in den letzten Wochen zu sein und sich Zeit für den Austausch zu nehmen.“

VBE fordert Vertrauen in die politisch Verantwortlichen

Der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, äußert sich zu den Spekulationen über Szenarien für Schulöffnungen und plädiert dafür, den politisch Verantwortlichen die Zeit bis nach Ostern zuzugestehen, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Zugleich verweist er auf Grundforderungen des VBE, die wir bereits seit Beginn der aktuellen Lage stetig vorbringen.

VBE-Chef Udo Beckmann zieht Bilanz aus den Schulschließungen

Seit drei Wochen sind die Schulen in Deutschland geschlossen – heute beginnen in neun Bundesländern die Osterferien. Zeit für eine Zwischenbilanz. Wie hat der Fernunterricht aus Lehrersicht bislang geklappt? Und wie sind die Aussichten für die Zeit nach der Ferienpause? Können wir schon jetzt aus der Krise eine Lehre ziehen? Wir sprachen darüber mit dem Bundesvorsitzenden des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann. Der VBE vertritt die Interessen von 164.000 Pädagoginnen und Pädagogen in Deutschland. 

News4teachers: Auf News4teachers wird intensiv die These des Hamburger Klinikdirektors Prof. Dr. Ansgar Lohse (60) diskutiert, die Schulen und Kitas schnell wieder zu öffnen, um in der Bevölkerung eine „Herdenimmunität“ gegen das Corona-Virus aufzubauen. Ist das für Sie als Bundesvorsitzender eines Lehrerverbands eine diskutable Position? 

Beckmann: Wir sind keine Experten für Virologie. Zum jetzigen Zeitpunkt hat sich an der Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums, weiten Teilen der Wissenschaft und dem Robert-Koch-Institut keine Änderung ergeben. Schulschließungen entfalten demnach eine „Bremswirkung“ bei der Ausbreitung des Virus, da Kontakte vermieden werden und sich der Bewegungsradius deutlich eindämmt. Bei all den Unwägbarkeiten und Gedankenspielen, müssen wir darauf vertrauen, dass die Politik unter Einbezug der Wissenschaft Entscheidungen trifft, die am besten für das Wohl der Gemeinschaft sorgen – und gleichermaßen gesamtgesellschaftlich vertretbar sind. Das ist keine leichte Position.

„Unverhofft kommt oft“: VBE-Chef Udo Beckmann. Foto: VBE / Jean-Michel Lannier

„Schulleitungen und Lehrkräfte arbeiten am Limit“

News4teachers: Apropos „Gedankenspiele“: Sie haben in der vergangenen Woche für Wirbel gesorgt, weil Sie eine Verkürzung der Sommerferien ins Gespräch gebracht haben. Ist das eine realistische Möglichkeit?

Beckmann: Lassen Sie mich eines klarstellen: Ich habe zu keiner Zeit eine Verkürzung der Sommerferien gefordert. Bei dem Interview in der Frankfurter Rundschau lag der Fokus klar auf Kinder in verschiedenen Notlagen und es ging darum, wie verhindert werden kann, dass es zu zusätzlichen Bildungsungerechtigkeiten kommt. Als eine mögliche Option habe ich dann auf die Frage, was nach mehrmonatigen Schulschließungen helfen könnte, ins Spiel gebracht, über die Verkürzung der Sommerferien nachzudenken. Das wurde schnell aufgebauscht zu einer Grundsatzforderung, die es so von mir und vom VBE nie gab.

News4teachers: Würden Sie die „Kürzung der Sommerferien“ als Option bestehen lassen?

Beckmann: Ganz klar: Nein. Die ausgelöste Diskussion – sowohl innerverbandlich als auch mit Bildungsbeteiligten außerhalb des Verbandes – haben mir gezeigt, dass dies aus vielerlei Gründen keine Option ist.

Lehrkräfte und Schulleitungen arbeiten in normalen Zeiten schon am Limit und sind gerade besonders gefordert. Außerdem war auch die Rückmeldung der Eltern, dass Kinder die Ferien brauchen, um sich in diesem Freiraum von der Situation des „zu-Hause-Lernens“ freizumachen, sich zu erholen und sich ein Stück weit auch psychisch zu befreien.

Der Punkt bleibt, dass es nachhaltige Lösungen braucht, um die unterschiedlichen Entwicklungen, welche die Schülerinnen und Schüler gerade machen, wieder zusammenzuführen. Der Schlüssel ist die individuelle Förderung. Wir kritisieren seit langem, dass die Möglichkeiten hierfür noch nicht ausreichend sind. In der „Nach-Corona-Zeit“ muss die Politik deutlich Anstrengungen unternehmen, damit das gelingt.

Wir brauchen aber auch konkrete Verbesserung im Ist-Zustand. Hier sehen wir, dass die Bildungspolitik sich in einer großen Dynamik befindet und vor allem versucht, Strukturen aufzubrechen, die digitalen Angebote zu erweitern und Prüfungstermine zu verschieben. Das begrüßen wir natürlich, erinnern aber auch daran, dass zumindest bei Prüfungen ein möglichst bundeseinheitliches Vorgehen erreicht werden sollte.

„Hygienestandards für Lehrkräfte und Schüler stets einhalten“

News4teachers: Laut des Beschlusses der Kultusministerkonferenz sollten für Abiturprüfungen auch sonst geschlossene Schulen öffnen. Was sagen Sie dazu?

Beckmann: Auch hier gilt, es muss von den Gesundheitsexperten als verantwortbar eingestuft werden. Sollten für die Prüfungen die Schulen vorzeitig geöffnet werden, muss bei der Durchführung unbedingt sichergestellt sein, dass die Hygienestandards und der Sicherheitsabstand für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler stets eingehalten werden können. Um insbesondere den Abstand zu gewährleisten, bedarf es mehr Aufsichtspersonal als in den Vorjahren, da dann in unterschiedlichen Räumen geschrieben werden muss. Das führt dann aber gleich wieder zu unserer Kernforderung, älteren und chronisch vorerkrankten Lehrkräften die Möglichkeit zu geben, sich zu schützen und zu Hause zu bleiben. Zudem stehen wegen der Betreuung eigener Kinder auch ein Teil der Lehrkräfte nicht zur Verfügung. Jede Entscheidung löst gerade eine Kettenreaktion aus und muss daher sorgsam durchdacht werden.

News4teachers: Seit fast drei Wochen sind die Schulen und Kitas in Deutschland geschlossen. Unterricht läuft trotzdem – aus der Ferne. Wie ist Ihr Eindruck – klappt das Lernen zu Hause?

Beckmann: Insbesondere die Gespräche mit Lehrkräften haben mir nochmal Einblick in ihre tolle Arbeit gegeben – trotz oft schwierigster Rahmenbedingungen: Da draußen werden gerade sehr kreative Lösungen gefunden. Gleichzeitig sehen wir eine große Heterogenität, von Land zu Land, Ort zu Ort, aber auch von Schule zu Schule. Die Regelungen lassen große Interpretationsspielräume zu, was dazu führt, dass mancherorts sehr viele Aufgaben ausgegeben werden und anderswo eher wenige. Fakt ist: Die Lehrkräfte versuchen auch in dieser Situation für Schülerinnen und Schüler bestmögliche Unterstützung zu erreichen. Hilfreich ist, wenn das, was an Regelungen durch die Schulbehörden herausgegeben wird, möglichst konkret gefasst ist. Im Moment fahren wir auf Sicht. Das geht oft gar nicht anders. Trotzdem tut die Politik gut daran, nicht nur über ein „nach Corona“ nachzudenken, sondern den momentanen Zustand zu verbessern.

Wie schon gesagt, bricht sich eine große Kreativität Bahn: Das beginnt bei der Lehrerin, die auf einer Parkbank sitzend ihre Aufgaben an Eltern ausgibt bis hin zu den Lehrkräften, die sich jetzt auf den Weg machen, einzelne Unterrichtsstunden auch digital zu halten. Hier ist die Forderung ganz klar, dieses Engagement zu unterstützen, Serverkapazitäten der länderspezifischen Lernplattformen zu erweitern und dafür zu sorgen, dass auch wirklich alle Kinder, die solche Angebote wahrnehmen möchten, dafür ausgestattet sind.

News4teachers: …aber selbst viele Lehrkräfte sind noch nicht ausgestattet dafür.

Beckmann: Genau! Deshalb darf auch keineswegs von den Schulministerien erwartet werden, dass jetzt alle Lehrkräfte digital unterrichten. Das verkennt, dass es das Versäumnis der Politik war, die Digitalisierung im Bildungsbereich nicht rechtzeitig anzupacken. Der Digitalpakt wurde über 2,5 Jahre verschleppt. Ergebnis ist, dass unsere aktuelle forsa-Schulleiterbefragung ergab, dass es noch immer nur an jeder dritten Schule Klassensätze von digitalen Endgeräten gibt. Zudem haben bisher entsprechende Fortbildungsangebote gefehlt. Von daher haben Lehrkräfte zum Teil gar keine andere Möglichkeit als zum Telefon zu greifen und analoge Arbeitsmaterialien auszugeben.

„Gemeinsame Verantwortung von Lehrkräften und Eltern wird gestärkt“

News4teachers: Nur wird damit das Problem der Bildungsungerechtigkeit ja auch nicht gelöst, oder? 

Beckmann: Nein, denn wir sehen, dass es Kinder gibt, die bei Problemen mit den Aufgaben allein sind und welche, die durch ihre Eltern unterstützt werden können oder bezahlten Nachhilfeunterricht bekommen. Hinzu kommen die Unterschiede bei der digitalen Infrastruktur mit Geräten und Internet. Sollten die Schulschließungen andauern, muss es im Fokus der Politik stehen, dies auszugleichen. Ein entscheidender Schritt wäre die Umsetzung der Überlegung des Hamburger Schulsenators Ties Rabe, Tablets aus dem Schulbestand auszugeben. Dort, wo es keine gibt, muss auch über die zeitnahe Anschaffung nachgedacht werden. Die Überlegung muss dann aber auch beinhalten, wo das Internet für eine Benutzung der Endgeräte herkommen soll und wer die Kosten dafür übernimmt. Positiv ist auch, wie sehr durch diese Krise die gemeinsame Verantwortung von Lehrkräften und Eltern für die Bildungsbiografie der Kinder gestärkt wird.

News4teachers: Wenn es mit dem Präsenzunterricht nach den Osterferien noch nicht wieder losgehen kann – was könnten Möglichkeiten sein, um das Schuljahr nicht vollends zu verlieren? 

Beckmann: Dazu muss man feststellen, dass dreiviertel des Schuljahres in den meisten Bundesländern vollzogen sind. Deshalb denken ja erste Bundesländer, wie Niedersachsen, auch darüber nach, nur die bisher erbrachten Leistungen zu bewerten.

Klar ist auch: Mehr als momentan bei allen unterschiedlichen Bedingungen seitens der Lehrkräfte geleistet wird, ist kaum vorstellbar. Ich würde vor allem den Blick darauf richten, wie den Lehrkräften weitere Möglichkeiten der digitalen Unterstützung eröffnet werden können und dann darauf fokussieren, was von dem, was in diesem Schuljahr noch an Lerninhalten aussteht, verzichtbar ist. Vielleicht können einzelne Inhalte zu einem späteren Zeitpunkt in einen neuen Kontext eingebunden werden. Zudem begrüßen wir die Entscheidung der Kultusministerkonferenz (KMK) sehr, die externen Vergleichstests nicht verpflichtend durchzuführen. Der IQB-Bildungstrend wurde verschoben und für VERA 3 und 8 gilt keine Teilnahmeverpflichtung. Das entlastet.

News4teachers: Was denken Sie: Wie kann ein Wiedereinstiegsszenario für die Schulen und Kitas aussehen? 

Beckmann: Die Ausarbeitung der verschiedenen Szenarien überlasse ich lieber den Expertinnen und Experten aus der Wissenschaft. Der Vorschlag des Vorstandsvorsitzenden des Weltärzteverbands, Prof. Dr. Frank Ulrich Montgomery, Schulen schrittweise zu öffnen, ist sicherlich ein möglicher Weg. Er bezieht das vor allem auf stark und eher schwach betroffene Gebiete. Die Kultusministerin aus Baden-Württemberg, Susanne Eisenmann, denkt gerade ebenfalls über eine schrittweise Öffnung nach, wobei ‚an den Grundschulen an einigen Tagen die Klassen eins und zwei kommen, an den anderen die Klassen drei und vier‘.

Aber wir lernen ja jeden Tag dazu. Nicht ohne Grund wird die Entscheidung, wie es mit den Schulen weitergeht, durch die Politik erst nach Ostern getroffen. Priorität hat die Gesundhaltung der Bevölkerung. Dem nachgeordnet kann  mit Blick auf die positive Wirkung für das Gemeinwesen und der notwendigen wirtschaftlichen Aktivitäten unter Berücksichtigung des Schutzes der Beschäftigten der Kreis der anspruchsberechtigten Eltern bei der Betreuung ihrer Kinder in der Kita langsam ausgeweitet werden.

Für die Schulen gelten die gleichen Prämissen. Hier sollte man vor allem  die Schülerinnen und Schüler im Blick haben, die noch Prüfungsleistungen zu erbringen haben (10. und 12./13. Klasse) und die vor dem Übergang in die weiterführenden Schulen stehen (4. bzw. 6 Klasse).

Gerade weil der Virus uns noch einige Zeit beschäftigen wird, auch wenn wieder Lockerungen im Bereich der Schulen vorgenommen werden könnten, bleibt der Aspekt der Sicherstellung der Hygienemaßnahmen ein ganz wesentlicher.

News4teachers: Gibt es für Sie eine Lehre, die wir aus der Situation ziehen können?

Beckmann: Ganz lapidar ist es die Bewahrheitung des Sprichwortes „Unverhofft kommt oft.“ So unvorhersehbar diese Situation kam, die in der neueren Geschichte Deutschlands einzigartig ist, sehen wir doch, dass es anderen Ländern in der Bildungspolitik besser gelingt, damit umzugehen, weil sie u.a. bei der Digitalisierung weiter sind und das Bildungssystem schon vor Corona besser auf die Vermeidung von Bildungsungerechtigkeiten eingestellt war. Nur nützt uns der Vergleich jetzt auch nichts.

Nun heißt es: Nach vorne schauen, mit und in der Situation leben. Die Pädagoginnen und Pädagogen nehmen diese Herausforderung gerade allerorten mit großem Engagement an.

Quelle: https://www.news4teachers.de/2020/04/wir-lernen-jeden-tag-dazu-vbe-chef-udo-beckmann-zieht-nach-drei-wochen-eine-erste-bilanz-aus-den-schulschliessungen/

KMK entscheidet gegen VERA 3 und VERA 8

„Wir wissen, welche zusätzliche Belastung die Durchführung der externen Lernstandserhebungen, sei es der IQB-Bildungstrend, Vera 3 und 8 oder auch PISA, für Lehrkräfte bedeuten. Wir begrüßen daher die Entscheidung der Kultusministerkonferenz (KMK), den IQB-Bildungstrend zu verschieben und die Teilnahmeverpflichtung für Vera 3 und 8 aufzuheben. Das ist ein wichtiges Signal an die Lehrkräfte, sich auf ihre Kernarbeit zu fokussieren. Denn wenn der Lehrbetrieb wieder regulär an den Schulen aufgenommen werden kann, haben diese ganz andere Herausforderungen. So muss es zunächst darum gehen, die Schülerinnen und Schüler wieder an Strukturen zu gewöhnen, ihnen Raum zu geben, über Erlebtes zu berichten und fachlich zu versuchen, den Lernstand entsprechend der Fähigkeiten der
Kinder wieder sukzessive anzugleichen. Vergleichstest haben hier keinen Platz. In den letzten Jahren hat die KMK immer wieder deutlich gemacht, wie wichtig ihnen diese Instrumente sind. Deshalb zeigt die Entscheidung den Ernst der Lage, aber auch das umsichtige und einheitliche Handeln der Länder. Einmal mehr wird mit der Verständigung auf einen allgemeinen Rahmen der Bildungsföderalismus gestärkt“, kommentiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), die aktuelle KMK-Entscheidung.

 BPV Fachtagung Herausforderung Schulalltag 7 abgesagt

Unser Fortbildungstag „Herausforderung Schulalltag 7“ am 09.05.2020 in der Heidegrundschule Spremberg wird aufgrund der aktuellen besonderen Lage abgesagt.

Die nächste von uns organisierte Fachtagung für den südlichen Bereich Brandenburgs findet dann voraussichtlich im Mai 2021 statt.

Das Organisationsteam

Digitales Lehren und Lernen: Kostenlose Materialien und Webinare der Bildungsmedienverlage

Schulschließungen wegen des neuartigen Corona-Virus stellen Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern vor Herausforderungen. Viele Bildungsmedienverlage bieten kostenlose Materialien und Webinare für das digitale Lehren und Lernen zu Hause an.

Der Verband Bildungsmedien e. V., der die rund 80 Bildungsmedienverlage in Deutschland vertritt, hat die Angebote in einer kommentierten Link-Liste zusammengefasst:
www.bildungsmedien.de/service/digitales-lehren-und-lernen

Die Liste wird fortlaufend aktualisiert.

Die Bildungsmedienverlage in Deutschland sind Partner der Schulen und Lehrkräfte, auch wenn es um die Digitalisierung an Schulen geht. Sie setzen sich dafür ein, dass digitale Bildungsmedien leichter verfügbar sind und alle Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte die politischen, rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen haben, diese Medien gezielt und pädagogisch sinnvoll einzusetzen.

Der Verband Bildungsmedien e.V. hofft, dass die Lehrerinnen und Lehrern bei der Bewältigung der außergewöhnlichen Unterrichtsbedingungen mit dieser Zusammenstellung ein wenig unterstützt werden.

Fortbildungsangebot zu schulischer Inklusion

Die Universität Potsdam bietet eine Basisfortbildung zum Thema Inklusion für Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal an. Die Fortbildung ist für alle Teilnehmenden zertifiziert, kostenlos, wissenschaftlich fundiert und evidenzbasiert. Die Inhalte fußen auf einer intensiven Befragung von Lehrkräften und pädagogischem Personal und sind damit eng an den Bedürfnissen im schulischen Alltag orientiert. Teilnehmen können Klassenteams aus 2-3 Kolleg*innen der Jahrgangsstufe 8 an allgemeinbildenden Schulen sowie der Eingangsstufe an berufsbildenden Schulen.

Die Fortbildung ist in zwei Präsenzblöcke aufgeteilt und wird parallel an zwei Standorten durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie im angehängten Flyer.

Wo & Wann?: Potsdam (7/8.11.2019 und 20/21.02.2020) und Eberswalde (14./15.11.2019 und 27/28.02.2020)

Infos und Anmeldung: http://www.stiel-verbund.de/stiel-fortbildung/#toggle-id-3; https://twitter.com/stielprojekt; per Email: stiel-projekt@uni-potsdam.de; telefonisch: 0331 / 977 2924.

Deutscher Kita Leiter Kongress 2020

Der Verband Bildung und Erziehung kooperiert mit Wolters Kluwer Deutschland und ist Partner bei der Ausrichtung des Deutschen Kitaleitungskongresses. Dieser findet im Jahr 2020 sieben Mal in sechs verschiedenen Städten statt. Mit über 3.500 Teilnehmenden jährlich ist der DKLK die größte Fachveranstaltung für Kitaleitungskräfte, Fachberatungen und Trägervertretungen in ganz Deutschland. In folgenden Städten findet der DKLK 2020 mit jeweils über 50 Top-Referenten und 60 Workshops statt:

  • Düsseldorf – 04. und 05.März 2020
  • Leipzig – 17. und 18. März 2020
  • Hamburg – 21. und 22. April 2020
  • Berlin – 12. und 13. Mai 2020
  • Stuttgart – 15. und 16. Juni 2020
  • Augsburg – 23. und 24. Juni 2020
  • Berlin – 15. und 16. September 2020

 

Umfrage unter Kita-Leitungen – Teilnahme an der DKLK-Studie 2020

 

Gerne möchten wir auf die diesjährige Umfrage zur DKLK-Studie 2020 aufmerksam machen. Wie bereits in den vergangenen fünf Jahren führen KiTa aktuell und der Deutsche Kitaleitungskongress (DKLK) diese deutschlandweite Umfrage unter Kita-Leitungen unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Ralf Haderlein von der Hochschule Koblenz durch, seit 2019 in Kooperation mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE), dem Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), dem VBE Baden-Württemberg und dem VBE NRW.

Mit der Umfrage wollen wir Leitungskräfte zu deren Wahrnehmung von alltäglichen Problemlagen und Anforderungen, die von unterschiedlicher Seite an Leitungskräfte in Kindertageseinrichtungen gestellt werden, befragen.

Die Ergebnisse, die wir mit einem Aufruf zum Handeln an die Politik verbinden wollen, werden auf dem Deutschen Kitaleitungskongress 2020 offiziell vorgestellt. Das große Medienecho, das diese Befragung in den vergangenen Jahren hervorgerufen hat, hat substanziell dazu beigetragen, die Belange der Kitas in eine breite Öffentlichkeit zu tragen und auf diese Weise Politik und Gesellschaft auf Missstände aufmerksam zu machen, die Kita-Leitungen und ihre Teams im Alltag belasten. Diesen Weg wollen wir auch 2020 weiter beschreiten.

Wir laden Sie hiermit ein, Ihre Kitaleitung zur Teilnahme an der Online-Befragung aufzufordern. Die Umfrage ist anonym, dauert ca. 5 Minuten und ist über folgenden Link zu erreichen: https://www.surveymonkey.de/r/DKLK-Studie2020

Unter allen Teilnehmenden verlosen wir 5 Tickets für den Deutschen Kitaleitungskongress 2020 an einem Standort Ihrer Wahl im Wert von je 249 €!

 

Weitere Informationen zum Kongress finden Sie unter:
www.deutscher-kitaleitungskongress.de

Frühanmeldung: Deutscher Schulleiter Kongress 2020

DSLK März 2020- Schulen gehen in Führung

Mit mehr als 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, 110 Vorträgen und Workshops von über 100 Top-Referentinnen und Referenten ist der Deutsche Schulleiterkongress (DSLK) die größte Fachveranstaltung für Schulleitungen im gesamten deutschsprachigen Raum. Vom 19. bis 21. März 2020 findet der 9. DSLK im Congresscentrum Süd in Düsseldorf statt.

Der DSLK bietet als Themenschwerpunkte:
• Führung mit Persönlichkeit – Werden Sie vom Vorgesetzten zur Leitungsinstanz!
• Schul- und Unterrichtsentwicklung neu denken – Seien Sie anderen Schulen mit Ihren modernen Konzepten voraus!
• Mit Digitalisierung in die Zukunft – Verabschieden Sie Routinen und gehen Sie neue Wege
• Mit Kooperationen gemeinsam mehr erreichen – Bringen Sie Ihre Schule mit starken Partnern in Führung!
• Mit Schulkultur begeistern – Entwickeln Sie Ihre Schule vom Lern- zum Lebensort!
Der DSLK wendet sich an schulische Führungskräfte aller Schulstufen und Schulformen im deutschsprachigen Europa. Mehr zum Kongressprogramm und die Anmeldung finden Sie unter www.deutscher-schulleiterkongress.de. Kongressveranstalter sind der Verband Bildung und Erziehung und Wolters Kluwer Deutschland.

Schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung im Land Brandenburg

Die Universität Potsdam bietet im ersten Schulhalbjahr 2019/2020 kostenfreie Fortbildungsworkshops für interessierte Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung im Land Brandenburg (kurz: EVeLaB) an.
Durchgeführt werden 12 thematisch unterschiedliche Workshops. Die Teilnehmenden werden hierbei im Selbsterfahrungsformat das gesamte Unterrichtsmaterial als Lernende ausprobieren und erhalten ergänzend dazu fundiertes Fachwissen. Die Fortbildung trägt damit maßgeblich zur Qualifizierung der Lehrkräfte für die Erfordernisse des neuen Rahmenlehrplans bei. Am Ende der Fortbildung erhalten alle teilnehmenden Schulen das entwickelte Unterrichtsmaterial. Pro Schule können bis zu drei Lehrkräfte (gern auch unterschiedlicher Fachrichtungen) an den Workshops teilnehmen.
Entsprechend dem Fortbildungskonzept ist die Teilnahme von in der Regel drei Workshops pro Lehrkraft vorgesehen (Dauer: ca. 3 Stunden pro Workshop). Unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsgrenzen der Schulen wird von der Teilnahme einer Lehrkraft pro Schule am jeweiligen Themenworkshop ausgegangen. Die Teilnehmenden erleben in den jeweiligen Workshops zwei exemplarische Unterrichtsstunden zu dem gewählten Thema im Selbsterfahrungsformat.
EVeLaB ist ein vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg anerkanntes Ersatzangebot zur staatlichen Lehrkräftefortbildung. Daraus ergeben sich die Vorteile der Reisekostenerstattung für die Lehrkräfte, sowie deren Unterrichtsfreistellung für die Teilnahme an den Workshops (unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsgrenzen der Schulen).

Interessierte Lehrkräfte senden ihre Bewerbung bitte an das Bewerberportal:
https://evelabildung.wordpress.com/bewerbung/
Hier sind neben dem Bewerbungsformular auch weitere Teilnahmedetails abrufbar.
Bewerbungsschluss ist am 07.06.2019.