VBE fordert Einhaltung von Arbeits- und Gesundheitsschutz und umfassende Information

„Die Kultusministerien ordnen die Aufhebung des Abstandes an, während sich jede dritte Lehrkraft durch die bestehenden Hygiene- und Schutzmaßnahmen jetzt schon nicht ausreichend geschützt fühlt. Es wird zu wenig getan, um den veränderten Bedingungen gerecht zu werden. So berichten 29 Prozent der Lehrkräfte, dass kaum oder keine Reinigungsmittel und dafür notwendige Handschuhe und Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden. Eine einfache und effektive Möglichkeit, wie sie auch in Supermärkten und Arztpraxen eingesetzt wird, ist das Aufstellen von Plexiglasscheiben. 78 Prozent
der Lehrkräfte berichten aber, dass es das nicht gibt. Zudem sagt jede dritte Lehrkraft, dass die Lehrerinnen und Lehrer selbst Räume putzen, um den höheren Rhythmus bei der Reinigung zu gewährleisten. Damit verprellen die Kultusministerien die Lehrkräfte noch zusätzlich: Anstatt ein angemessenes Arbeitsumfeld mit ausreichend Zeit für Bildung und Erziehung zu schaffen, bekommen Lehrkräfte
den Putzeimer in die Hand gedrückt“, kritisiert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE).
Er bezieht sich auf die aktuellen Zahlen einer vom VBE bei forsa beauftragten repräsentativen Umfrage unter 1.006 Lehrkräften allgemeinbildender Schulen. Diese beschäftigte sich mit der Situation an Schulen während der ersten Wochen der Schulöffnungen und wurde Ende Mai 2020 im Rahmen des Befragungspanels forsa.omninet durchgeführt.

Über 60 Prozent der Lehrkräfte geben an, dass sie momentan im Vergleich zum regulären Schulbetrieb eine höhere Belastung haben, weitere 20 Prozent eine ähnliche. Beckmann verweist auf das hohe Engagement der Lehrkräfte, die in der Phase der Schulöffnungen zwischen Präsenzunterricht, der Aufgabenerstellung für das selbstständige Lernen zuhause und der Begleitung dieser Schülerinnen und Schüler sowie dem Einsatz in der Notbetreuung pendeln. Nach den Ursachen für den Mehraufwand gefragt, gibt die Hälfte an, dass es einen höheren Organisationsaufwand gibt, zum Beispiel um Aufgaben zu versenden. Für je etwas über 40 Prozent der Lehrkräfte kommt der Mehraufwand
von der parallelen Betreuung der Lerngruppen zuhause und dem Unterricht vor Ort sowie von dem Bedarf an Kommunikation zu unterschiedlichen Zeiten. „Wir sehen eine deutliche Ausweitung der Zeiten, zu denen Lehrkräfte arbeiten. Eltern und Schülerinnen und Schüler lernen zuhause, wie es am besten in die dortigen Strukturen passt. Das ist auch vollkommen in Ordnung – nur entsteht so zu unterschiedlichsten Zeiten der Bedarf an Unterstützung durch die Lehrkraft. Das führt zu einer Streckung der Arbeitszeit. Die Kultusministerien sind aufgefordert, hier sehr genau hinzusehen, dass der Arbeitsschutz der Beschäftigten gesichert wird“, erklärt der VBE Bundesvorsitzende.

Nachdem die Lehrkräfte für die „Bildung in der digitalen Welt“ weder fortgebildet wurden, noch ausgestattet sind, mussten sie sich in den letzten Wochen in die Nutzung digitaler Anwendungen einarbeiten. Dies führte bei jeder dritten Lehrkraft zu Mehraufwänden. Die Durchführung von Telefon- und Videokonferenzen wurde von jeder vierten Lehrkraft als Ursache für Mehrarbeit angegeben.
Beckmann kommentiert dieses Engagement: „In kürzester Zeit und mit hoher Anstrengung wurde mit digitalen Anwendungen die Kommunikation zu den Schülerinnen und Schülern aufrechterhalten, um Aufgaben zu erklären, Fragen zu beantworten und einen Raum für den Austausch mit anderen zu schaffen. Das viel gepriesene ‚digitale Lernen‘ ist das aber noch nicht. Dafür brauchen die Lehrkräfte
quantitativ ausreichende und qualitativ hochwertige Fort- und Weiterbildungen innerhalb der Dienstzeit und Unterstützung bei der Erstellung und Umsetzung entsprechender pädagogischer Konzepte. Entlasten würde es die Hälfte der Lehrkräfte, wenn Schülerinnen und Schüler mit Endgeräten ausgestattet werden. Jede dritte Lehrkraft gibt auch die eigene Ausstattung mit einem Gerät als Entlastungsmöglichkeit an.“
Je die Hälfte der Befragten sagt, dass es sie entlasten würde, nicht gleichzeitig für Lerngruppen in der Schule und zuhause zuständig zu sein und wenn organisatorische Aufgaben reduziert würden. Ungefähr ein Drittel der Lehrkräfte setzt für eine Entlastung auf curriculare Veränderungen, wie Lerninhalte zu reduzieren oder sich auf die Kernfächer zu konzentrieren. Das passt auch gut zusammen mit
der Erkenntnis, dass 82 Prozent der befragten Lehrkräfte sagen, dass es in der Schulöffnungsphase die größte Herausforderung sei, Lernunterschiede auszugleichen. Beckmann warnt aber davor, in der aktuellen Lage zum Beispiel ganz auf musisch-künstlerische Fächer zu verzichten: „Wir wissen, dass es sehr positive Effekte haben kann, die erlebte Zeit auch kreativ verarbeiten zu können. Hier muss
eine angemessene Balance zwischen dem Aufholen von Lerninhalten und dem Raumgeben für die Persönlichkeitsentwicklung gegeben werden.“ Wichtig sei zudem das Zurückgeben der Struktur (56 Prozent).
Mehrheitlich antworteten die Lehrkräfte, dass sich eine Person mit Erkältungssymptomen nicht an der Schule aufhalten dürfe. Wenn diese Fieber und/oder Husten habe, gibt jeder dritte Befragte an, dass die Person auf das Corona-Virus getestet werde, 40 Prozent sagen, dass dies unterschiedlich ist und vom behandelnden Arzt abhängt. „Erschreckend ist aber auch, dass je ein Viertel der Lehrkräfte diese Fragen nicht beantworten konnte, weil es nicht eindeutig geregelt ist oder sie es nicht wissen. Zudem konnte über die Hälfte keine Angaben zu den Quarantäneregelungen machen. Hier ist ein Informationsdefizit entstanden, welches die Kultusministerien zu verantworten haben“, kritisiert Beckmann und fordert: „Es braucht einfache und klare Regelungen, die nachvollziehbar und eingängig sind. Zudem müssen die Gesundheitsministerien auch weitere Maßnahmen ergreifen, um den Gesundheitsschutz wieder glaubwürdig zu priorisieren. Dazu könnte auch das Angebot freiwilliger Testungen auf das Corona-Virus zählen. Zwar bieten diese keine Sicherheit, nicht zu einem späteren Zeitpunkt zu erkranken, erhöhen aber das subjektive Sicherheitsgefühl und könnten auch im Rahmen der Strategie zur Ausweitung der Testaktivitäten ihren Platz haben. 74 Prozent der Lehrkräfte befürworten freiwillige Tests.“
Den Bericht mit den Umfrageergebnissen finden Sie unter: https://www.vbe.de/fileadmin/user_upload/VBE/Service/Meinungsumfragen/2020-06-09_-_forsa-VBE_Corona_Schuloeffnungsphase.pdf .

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband sieht den Anlauf des Schulbetriebes sehr kritisch. Wir als Lehrerinnen und Lehrer in allen Schulformen des Landes Brandenburg sehen an vielen Stellen Handlungsbedarf durch das MBJS, die Schulämter und die Schulträger. Wir erwarten, im Interesse der Fürsorgepflicht den Schülerinnen und Schülern, sowie den Lehrerinnen und Lehrern gegenüber, verantwortungsvolles Handeln in dieser besonderen Situation.

Der Plan zur Wiederaufnahme des Schul- und Unterrichtsbetriebs ab 20. April 2020 und die Ergänzung zum Hygieneplan Infektions- und Arbeitsschutz in den Schulen in Brandenburg im Zusammenhang mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2/COVID-19 regeln viele Maßnahmen bezüglich der Schulöffnung. Dennoch können schlechte hygienischen Bedingungen in Schulen, die seit Jahren bemängelt, aber geduldet werden (zu wenige Waschbecken, schlechte sanitäre Bedingungen, fehlende Seife u.a.) zum Problem bei der Einhaltung hygienischer Mindeststandards werden. Die Schulträger haben zwar die Absicht die geforderten Maßnahmen an den Schulen umzusetzen und ihrer Verantwortung gerecht zu werden, sind aber u.a. aus den genannten Gründen, aber auch materiell und personell nicht überall in der Lage dazu.

Da die Wiederaufnahme des Schul- und Unterrichtsbetriebes von Fachleuten ohnehin als nicht unproblematisch gewertet wird, sehen wir hier Faktoren, die die Lehrkräfte und Schüler zusätzlich gefährden. Aus Gründen der Fürsorgepflicht dürfen Schulen, die nicht über die Ausstattung zur Einhaltung hygienischer Mindeststandards verfügen, nicht geöffnet werden.

Die Lehrkräfte stellen sich in dieser schwierigen Zeit verantwortungsvoll der Aufgabe, den Unterricht entsprechend der Vorgaben abzusichern, obwohl sie die gesundheitliche Situation der Schülerinnen und Schüler und ihres häuslichen Umfeldes nicht immer im Einzelnen kennen. Sie erwarten deshalb Unterstützung und Verlässlichkeit bezüglich der durch das MBJS veranlassten Maßnahmen. Ein Zeichen dafür wäre, den Lehrerkollegien wenigstens Mundschutz zur Verfügung zu stellen oder die Mundschutzpflicht auf die Schulen auszudehnen.

In den Anweisungen zur Wiederaufnahme des Schul- und Unterrichtsbetriebs wird nicht berücksichtigt, dass es an den Förderschulen im Schulalltag, sowohl im Unterricht als auch bei der Betreuung der Schülerinnen und Schüler notwendigerweise viele Situationen gibt, die erheblich von denen der anderen Schulen abweichen. Die Lehrerinnen und Lehrer, das pädagogische und betreuende Personal werden mit Aufgaben konfrontiert, deren Bewältigung nicht immer mit den aktuellen Hygienevorgaben vereinbar sind. Es ist deshalb dringend erforderlich, diese Schulen und Kollegien in ihrer Vorbereitung auf die Schulöffnung bzw. im laufenden Schulalltag unter den gegenwärtigen Bedingungen, besonders zu unterstützen.

Bei den Grund- und allgemeinbildenden Schulen wird das Augenmerk auf benachteiligte Schülerinnen und Schüler gerichtet. In den Förderschulen ist der Anteil dieser Kinder und Jugendlichen, die nicht nur Lerndefizite, sondern auch soziale, psychische und gesundheitliche Probleme haben, wesentlich höher. Das hohe Engagement der Kolleginnen und Kollegen, die an diesen Schulen arbeiten, reicht in der gegenwärtigen Situation nicht aus, um die anstehenden Aufgaben und Probleme zu lösen. Sie brauchen dringend materielle und personelle Unterstützung.

Wir erwarten in dieser besonderen Situation die Unterstützung der Lehrerinnen und Lehrer des Landes Brandenburg durch zeitnahe Lösungen für die angesprochenen Probleme.

Seit dem 20.04.2020 soll die schrittweise Öffnung der Schulen erfolgen, das teilte Ministerin Ernst am 17.04.2020 auf der Pressekonferenz mit. Dabei wurde nur ein grober Fahrplan für die nächsten Wochen vorgegeben. Völlig offen blieb dabei, wie man die notwendigen Hygienemaßnahmen für Schülerinnen und Schüler und das Lehrpersonal realisieren will. Dabei muss klar sein, dass nicht die Schulen die Voraussetzungen herstellen können. Hier müssen die Verantwortlichen der Kommunen dafür sorgen, dass vom Schulbus bis zum Klassenraum und natürlich den sanitären Einrichtungen in der Schule die Hygieneanforderungen erfüllt sind und täglich umgesetzt werden.

Dies ist nicht Auftrag der Schulen!

Für die Organisation des Unterrichts erwarten wir vom MBJS zeitnah klare Vorgaben an die Schulämter und Schulen, um ein einheitliches Vorgehen zu gewährleisten. Hierbei muss die Gesundheit aller Beteiligten im Vordergrund stehen. Dazu fordern wir klare Aussagen:

  1. Wer sind gefährdeten Personengruppen, sowohl bei den Lehrerinnen und Lehrern als auch bei den Schülerinnen und Schülern und wie werden sie bei der Schulöffnung berücksichtigt?
  1. Wie erfolgt die Bereitstellung von Mundschutzmasken zum Schutz für Schülerinnen und Schüler sowie für die Lehrerinnen und Lehrer?
  2. Beim schrittweisen Ausbau des Unterrichts wird eine Beschulung in Gruppen geplant. Wie soll die Unterrichtsorganisation ablaufen? Wie kann dabei ein ausgewogener Einsatz der Lehrerinnen und Lehrer umgesetzt werden?
  3. Welche Unterstützung erhalten die Schulen bei psychologischen Notlagen, die aus der besonderen gegenwärtigen Situation entstanden sind?
  4. Zum Schuljahresabschluss werden Zeugnisse erteilt. Wie wird der wochenlange Unterrichtsausfall bei der Erteilung der Halbjahresnoten berücksichtigt?

Wir erwarten vor der weiteren Öffnung der Schulen Maßnahmen und klare Konzepte, die den Schulen Sicherheit bei ihrer Arbeit geben.

Seit dem August 2018 protestiert Greta Thunberg, eine damals 16-jährige Schülerin, vor dem Schwedischen Landtag in Stockholm für die Rettung des Klimas. Dazu „schwänzt“ sie jeden
Freitag die Schule. Sie sagt, sie sei im Schulstreik, um auf das Problem der Passivität der Politik zur Verhinderung des Klimawandels aufmerksam zu machen.
Ihr Protest hat sich zu einer weltweiten Jugendbewegung entwickelt, die auch Deutschland und damit auch Brandenburg erreicht hat. Unter dem Motto „Fridays for future – Schulstreik für das Klima“ haben sich viele örtliche Organisationsteams gebildet, die entsprechende Demos an einem Freitag organisieren. Der nächste große und weltweite Protesttag wird der 20.September 2019, also der kommende Freitag, sein. Die New Yorker Schulbehörde hat nun erklärt: Wer deshalb nicht zum Unterricht kommt, ist entschuldigt. Hierzulande wird jedoch mit Konsequenzen wie Bußgeldern und Einträgen ins Klassenbuch gedroht.
Dem entgegen loben mehr oder weniger bekannte Politiker das Engagement der Schülerinnen und Schüler. Sie ermöglichen den protestierenden Schülerinnen und Schülern mediale
Aufmerksamkeit. Sie lassen sich gemeinsam von Pressefotografen ablichten und interviewen.
Diese Schülerinnen und Schüler bleiben jedoch nicht selten dem Unterricht fern und verstoßen dadurch gegen die gesetzlich verbriefte Schulpflicht. Wie sollen darauf nun die Pädagoginnen und Pädagogen reagieren?
Hartmut Stäker, der Präsident des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes, meint dazu:
„Diese Doppelzüngigkeit der Politik, auf der einen Seite das Engagement der Schülerinnen
und Schüler zu unterstützen und sie offen oder indirekt zur Teilnahme an den Demonstrationen aufzufordern, andererseits jedoch den Schulen die Verantwortung aufzubürden, wie mit
der Schulpflichtverletzung umzugehen ist, muss aufhören. Sollen die Schulpflichtverletzungen nun erfasst werden? Sollen die üblichen Konsequenzen folgen? Oder soll darüber der
Mantel des Schweigens gedeckt werden? Die Politik lässt uns Lehrerinnen und Lehrer wiedermal im Regen stehen. Es gibt keine eindeutige Anweisung vom MBJS, ob wir nun eher
pädagogisch oder juristisch reagieren sollen. Wir erwarten dies aber von unserem Dienstherrn.“

Brandenburgs Abschneiden beim diesjährigen Bildungsmonitor ist alles andere als rosig. Die Verschlechterung um 2,9 Punkte auf nur 43,7 Punkte im Vergleich zum Bildungsmonitor von 2013 bedeutet ein Abrutschen vom 11. Rang auf Rang 15. Nur noch Berlin steht schlechter da.

Was ist passiert seit 2013, dass die Brandenburger Bildung diesen Einbruch erlitten hat? Brandenburg hat jahrelang die Lehrerausbildung vernachlässigt. Das betrifft insbesondere die Berufsschullehrer. Die Altersstruktur ist dadurch schlecht und freiwerdende Stellen durch altersbedingt ausscheidende Lehrkräfte müssen immer häufiger mit Seiteneinsteigern besetzt werden. Trotz großer Bemühungen der Landesregierung die Attraktivität des Lehrerberufs in Brandenburg zu erhöhen, ist der Anteil der Seiteneinsteiger, der jährlich unter den Neueinstellungen ist, stetig gestiegen und nähert sich 2019 der 50-Prozent-Marke.

Ebenso hat die Umstellung der Rahmenlehrpläne auf konsequente Kompetenzorientierung dazu geführt, dass die Quote der Schulabgänger ohne Ausbildungs- oder Studienplatz mit 9,6 Prozent überdurchschnittlich hoch ist. Die Unternehmen, die die Azubis einstellen sollen, verlangen offenbar neben fachlichem Wissen und Können andere Fähigkeiten von den Jugendlichen.

Das schlechte Abschneiden Brandenburgs in der Forschungsorientierung und bei der Ausbildung von Hochschulabsolventen im MINT-Bereich kann man dem Bildungsministerium nur insoweit anlasten, dass in der Schule die Förderung von Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik zu gering ist. Das rächt sich in der zu geringen Bewerberzahl für die Ausbildung in den MINT-Berufen.

Seit den letzten zwei bis drei Jahren versucht die brandenburgische Bildungspolitik hier jedoch gegenzusteuern. So werden z.B. Schulen, die einen Schwerpunkt auf den MINT-Unterricht gelegt haben, mit dem Titel „MINT-freundliche Schule“ ausgezeichnet. Mit der Initiative „medienfit“ des MBJS wurden 50 Schulen ausgewählt, die im Unterricht und im Schulleben verstärkt neue Medien einsetzen sollen. Hier stimmt die Richtung also. Nur die Ergebnisse lassen noch auf sich warten.

Am 15.06.2019 hatte der BPV zu einer offenen Mitgliederversammlung eingeladen. Gegenstand dieser Veranstaltung war ein Austausch mit den für Bildung verantwortlichen Politikern der Parteien, die voraussichtlich nach der Landtagswahl 2019 im Brandenburger Landtag vertreten sein werden. Wir hatten dazu an die SPD, DIE LINKE, die CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die AfD und die FDP entsprechende Einladungen und die Bildung betreffende Fragen geschickt.

Die Vertreter von CDU, SPD und LINKE ließen sich entschuldigen. Sie konnten aufgrund zeitgleicher wichtiger parteiinterner Termine nicht erscheinen, schickten uns aber als Diskussionsgrundlage Antworten zu unseren Fragen. Petra Budke, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Jeff Staudacher, bildungspolitischer Sprecher der FDP, standen uns Rede und Antwort und diskutierten mit uns. Die AfD meldete sich nicht.

Aus den in der Veranstaltung gewonnenen Informationen, aus den von den nicht anwesenden Parteien zugeschickten Antworten und aus den bis zum 15.07.2019 veröffentlichten Wahlprogrammen der Parteien habe wir für den Bereich Bildung die Ziele gegenübergestellt.

Diese Gegenüberstellung (die nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat) und die Grundsätze des BPV zur Landtagswahl 2019 (Wahlprüfsteine) können Sie hier einsehen und herunterladen. Wir stellen  damit eine Entscheidungshilfe für Ihre Stimmabgabe am 01.09.2019 zur Verfügung.

In den vergangenen Wochen haben viele Lehrerkräfte an den Personalversammlungen der Lehrerinnen und Lehrer und des sonstigen pädagogischen Personals in den staatlichen Schulämtern teilgenomen. Aufgrund der angespannten personellen Situation in den Schulen, der viel zu hohen Arbeitsbelastungen und aus der Sorge vor einer weiteren Verschlechterung der Arbeitsbedingungen wurden von den teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer mit überwältigender Mehrheit Beschlüsse gefasst, die konkrete Forderungen zur Verbesserung der Situation in den Schulen beinhalten.
In einem gemeinsamen Brief haben sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und der Brandenburgische Pädagogen-Verband an die Fraktionen der im Landtag vertretenen Parteien gewandt und die Abgeordneten aufgefordert, die Probleme im Schulbereich ernst zu nehmen und sich zugleich dafür einzusetzen, dass die Landesregierung einen Verhandlungsauftrag für ein weiteres Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Situation und zur Erhöhung der Attraktivität der Arbeit im Schulbereich erhält. Nur so kann und wird es gelingen, die Konkurrenzfähigkeit der Landes Brandenburg im Vergleich mit den anderen Bundesländern herzustellen.
Insbesondere geht es dabei um folgende Forderungen:
 Ausschluss einer Erhöhung der wöchentlichen Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte bis mindestens 2024,
 Erhöhung der Vertretungsreserve der Schulen auf 10 Prozent,
 spürbare Erweiterung der Anrechnungstatbestände für zusätzliche Tätigkeiten,
 Abschaffung der überbordenden Bürokratie im Schulbereich,
 Vorziehen der vereinbarten Beförderungen der Lehrer*innen für untere Klassen im Grundschulbereich nach A13/E13 auf den 1. August 2019,
 Erhöhung der Attraktivität der Laufbahnen der Lehrkräfte in allen Schulformen und Schulstufen durch Beförderungsämter und deren Besetzung,
 Gleichstellung auch der Lehrkräfte, die erfolgreich seit Jahrzehnten in den Schulen arbeiten
und von den Höhergruppierungen bisher nicht erfasst werden und
 spürbare Unterstützung und Entlastung der Schulen im Zusammenhang mit der Ausbildung
und erfolgreichen Integration der Lehrkräfte mit Seiteneinstieg.

Der Wortlaut des Briefes an die Fraktionen ist beifügt.

Umfrage unter Lehrkräften zeigt Probleme mit dem Handschreiben, Ursachen und Handlungsmöglichkeiten

Die große Mehrheit der Lehrkräfte in Deutschland sieht eine Verschlechterung der für die Entwicklung einer Handschrift notwendigen Kompetenzen bzw. der Handschrift der Schülerinnen und Schüler allgemein. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die der Verband Bildung und Erziehung (VBE) gemeinsam mit dem Schreibmotorik Institut von September 2018 bis Januar 2019 durchgeführt hat. Die Studie trägt den Titel STEP 2019 („Studie über die Entwicklung, Probleme und Interventionen zum Thema Handschreiben“). Es beteiligten sich bundesweit über 2.000 Lehrkräfte an der Online-Befragung.

„Das Schreiben mit der Hand ist genauso wichtig wie das Lesen und die Rechtschreibung“, sagt Dr. Marianela Diaz Meyer, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Schreibmotorik Instituts. „Es geht dabei nicht in erster Linie ums Schönschreiben oder um eine Kulturtechnik, die heute mehr oder weniger verzichtbar erscheint. Beim Handschreiben – das belegen auch zahlreiche Studien – geht es um Bildung. Handschreiben unterstützt die Rechtschreibung, das Lesen, das Textverständnis, letztlich die schulischen Leistungen insgesamt.“ Diese positiven Wirkungen sehen auch über 90 Prozent der befragten Lehrkräfte.

Allerdings fehlt es an den Bedingungen, das Handschreiben besser zu fördern. Fast drei Viertel der Lehrkräfte geben an, dass häufig zu wenig Zeit für individuelle Förderung in der Schule sei, 64 Prozent, dass häufig zu wenig Zeit für das Üben in der Schule bleibe. Über die Hälfte sagen, dass der Lehrplan zu wenig Wert auf das Schreibenlernen lege. Außerdem fehlen häufig Fortbildungsangebote und Hilfestellungen für die Lehrkraft.

Für Brandenburg liegen leider keine verwertbaren statistischen Zahlen vor. Dafür haben zu wenig Brandenburger Lehrerinnen und Lehrer an der Online-Befragung teilgenommen. Der Präsident des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes Hartmut Stäker meint zu dieser Befragung: „Die Studie bestätigt das, was man oft im Unterricht beobachten kann: Es gibt zwar noch Kinder, denen das Schreiben leicht fällt. Aber es gibt immer mehr Kinder, denen das Schreiben mit der Hand große Mühe bereitet. Manche wissen nicht, wie sie den Stift richtig halten sollen. Andere verkrampfen beim Schreiben so sehr ihre Hand, dass sie nach wenigen Worten unterbrechen müssen. Da das Handschreiben aber eine sehr wichtige Komponente beim Verinnerlichen von Texten ist, muss es ständig gepflegt werden. Doch im Unterricht fehlt häufig die Zeit, das Tafelbild abschreiben zu lassen oder den Merktext mittels Diktat aufschreiben zu lassen. Dann wird das Tafelbild zum Abfotografieren mit dem Handy freigegeben oder der Text als Kopie an die Schüler verteilt. Fehlende Zeit ist hier das Problem, Zeit zum Schreibenlernen und Zeit zum Schreibenüben. Erst recht, wenn zu Hause nicht die nötige Hilfe oder Unterstützung gegeben werden kann.“

Kernergebnisse der Studie:

  • Bewertung Handschrift: Nur vier Prozent der befragten Lehrerinnen und Lehrer im Sekundarbereich sind mit der Handschrift ihrer Schüler zufrieden. Grundschullehrkräfte sagen, dass mehr als ein Drittel der Kinder (37 Prozent) Probleme hat, eine gut lesbare, flüssige Handschrift zu entwickeln. Lehrkräfte von weiterführenden Schulen sehen im Schnitt sogar bei 43 Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten.
  • Probleme: Jungen sind deutlich stärker betroffen: Nach Einschätzung der Lehrerinnen und Lehrer in der Primarstufe haben 45 Prozent der Jungen Probleme mit dem Handschreiben, aber nur 29 Prozent der Mädchen. In der weiterführenden Schule haben nach Lehrermeinung sogar 53 Prozent der Jungen Probleme und nur 33 Prozent der Mädchen. Nur zwei von fünf Jugendlichen in der Sekundarstufe können 30 Minuten und länger beschwerdefrei schreiben. Zudem stellen die Lehrkräfte schulformübergreifend zu 93 Prozent eine unleserliche Schrift fest, zu 91 Prozent zu langsames Schreiben. Die Auswirkungen machen sich besonders im Sekundarbereich bemerkbar.
  • Ursachen: Vor allem zu wenig Routine, schlechte Motorik und Koordination sowie Konzentrationsprobleme gaben über zwei Drittel der Lehrkräfte als häufige Problemursachen an. Auch die fortschreitende Digitalisierung der Kommunikation und der zu starke Medienkonsum werden von mindestens der Hälfte der Befragten als problematisch empfunden. Außerdem fehlt es an Zeit und Verankerung im Lehrplan.
  • Handlungsmöglichkeiten: Fast alle Lehrkräfte sprechen sich für mehr feinmotorische Aktivitäten, wie basteln, malen und kochen, aus. Drei Viertel der Befragten denken, dass ein spezielles schreibmotorisches Training, mehr Üben zu Hause und in der Schule sowie das Wecken von Interesse am Handschreiben helfen könnten. Hier sind auch die Eltern als Rollenvorbilder gefragt. Fast 70 Prozent sehen, dass es mehr individuelle Förderung und gezielte Hilfestellung auch in höheren Klassen braucht.

Diese Einschätzung teilt auch Dr. Diaz Meyer: „Eine verstärkte Förderung des Schreibens mit der Hand sollte vom Kindergarten bis in die weiterführenden Schulen und zu Hause gewährleistet werden. Die interdisziplinäre Forschung, wie das Handschreiben gefördert werden kann, ist zudem auszuweiten.“ Eine Studie belege, dass schon eine Stunde schreibmotorisches Training pro Woche ausreicht, damit Kinder signifikant besser und schneller schreiben lernen. Stäker betont: „Schreiben mit der Hand ist essenziell. Es fördert Denkprozesse und hilft beim Lernen. Dies kann für das Tippen auf der Tastatur nicht bewiesen werden. Die Politik muss also das Handschreiben wieder stärker in der Schule verankern, ob im Lehrplan oder durch mehr personelle Ressourcen für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und vor allem mehr Zeit.“

In der Befragung wurde auch darauf eingegangen, ob das Schreiben mit digitalen Endgeräten geeignet ist für den Unterricht. Während über 90 Prozent der Lehrkräfte Stift und Papier als gut geeignete Schreibmedien empfinden, tun dies mit Blick auf Tastatur und Computer 22 Prozent der Grundschullehrkräfte und 61 Prozent der Sekundarschullehrkräfte. Immerhin fast jede fünfte Grundschullehrkraft und fast die Hälfte der Sekundarschullehrkräfte findet die Kombination aus Tablet und Stift gut geeignet. Das Smartphone fällt jedoch durch: Drei Viertel der Grundschullehrkräfte und 59 Prozent der Sekundarschullehrkräfte hält es für schlecht bis kaum geeignet. Stäker folgert daraus: „Wenn man beim Einsatz von digitalen Endgeräten auf die Nutzung von privaten Geräten der Schüler setzt, ist das Smartphone das falsche Gerät. Diese Geräte müssen mindestens die Größe von Tablets haben und mit Eingabestiften nutzbar sein. Dafür muss die Politik sorgen.“

Die Charts zur Studie können unter diesem Link angesehen werden: https://www.vbe.de/service/meinungsumfragen/handschreiben-2019/

Sehr geehrte Ministerin Ernst,
es ist richtig, dass die Rechtschreib- und Lesekompetenzen der Schülerinnen und Schüler Brandenburgs verbesserungswürdig sind. Fraglich ist allerdings, ob die im Schreiben vom 15.11.2019, das an alle Lehrkräfte gerichtet war, geforderten Maßnahmen dazu geeignet sind.

Lehrkräfte benötigen Zeit für die Entwicklung der Kompetenzen und auch die entsprechenden Rahmenbedingungen. Das Schreiben des MBJS ist reiner Aktionismus. Wir brauchen und erwarten stattdessen einen langfristigen und nachhaltigen Plan. Das Schreiben zeigt wieder einmal, dass Lehrkräfte in Brandenburg nicht als Fachkräfte für Bildung gesehen werden. Schulleitungen werden zu Controllern degradiert. Das Schulgesetz und die VV Leistungsbewertung sowie schulische Gremien und Konferenzbeschlüsse werden ignoriert. Einige Passagen halten wir für rechtlich zweifelhaft, z.B. wenn Schulleiter ggf. Gremienbeschlüsse außer Kraft setzen sollen, obwohl diese nicht gegen gesetzliche Vorgaben verstoßen (vgl. §71 Absatz 5 BbgSchulG). Der Landesschulbeirat wurde bisher dazu nicht einmal gehört. Es werden in dem Schreiben entsprechende rechtliche Vorschriften angeführt, aber gleichzeitig Anweisungen „empfohlen“, die diesen zuwiderlaufen. So lässt sich z. B. die Vorgabe, es seien „… in Jahrgangsstufe 2 bis 6 alle schriftlichen Arbeiten und alle schriftlichen Lernerfolgskontrollen im Fach Deutsch so zu gestalten, dass der Kompetenzbereich „Schreiben – richtig Schreiben“ jeweils zur Hälfte den Schwerpunkt bildet. …“, nicht aus der VV Leistungsbewertung ableiten. Im Gegenteil: Auch aus den Bewertungsvorgaben für das Fach Deutsch lässt sich das nicht entnehmen. Gleichzeitig wird hier unbegründet in die pädagogische Arbeit und die Lern- und Lehrkonzepte
eingegriffen.

Wir gehen davon aus, dass die Lehrkräfte des Landes Brandenburg über die ausreichende Professionalität verfügen. Im Zusammenhang mit dem neuen Rahmenplan wurde in den schulinternen Rahmenplänen der Sprachbildung ein entsprechender Stellenwert gegeben. Diese sind gerade erst in Kraft getreten und können somit auch noch keine Wirkung entfalten.
Das Schreiben Ihres Hauses konterkariert pädagogische Prozesse der Kompetenzentwicklung. Die Lehrkräfte haben gemeinsam mit den Gremienvertretern pädagogische Konzepte erarbeitet und ihrer Schülerschaft entsprechend angepasst. Diese Konzepte werden stetig mit den Gremien weiterentwickelt. Es ist selbstverständlich, dass die Sprachbildung in allen Unterrichtsfächern eine Rolle spielt.

Wir erwarten, dass Sie dafür Sorge tragen, dass zukünftig nicht derartig unbegründet und pauschalisiert in die Arbeit der Schulen eingegriffen wird. Gleichzeitig sollten Sie darauf vertrauen, dass Schulen, falls notwendig, durch die Fachschulräte und die Schulaufsicht der Schulämter sowie in den Netzwerken der Schulleitungen entsprechende Beratung erhalten.

Im Jahre 2011 war der VBE angetreten und hat mit seiner Kampagne „Gerechtigkeit wa(a)gen“ für einheitliche Bezahlung aller Lehrer, unabhängig von der Schulstufe, in der sie unterrichten, gekämpft. Nun scheint im Bundesland Brandenburg erstmals das Ziel erreicht. In der allerletzten Sitzung vor Weihnachten und dem Jahreswechsel hat der Landtag Brandenburg am 14.12.18 das „Gesetz zur Änderung besoldungs- und versorgungsrechtlicher sowie weiterer beamtenrechtlicher Vorschriften 2018“ beschlossen. Es trat zum 01. Januar 2019 bereits in Kraft. Inhalt des Gesetzes sind die beschlossenen Veränderungen aus den Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und Verbänden mit der Landesregierung vom November 2017.
Konkret bedeutet das für den Schulbereich: Lehrerinnen und Lehrer mit einem Lehramt der Primarstufe und Lehrerinnen und Lehrer mit einer Lehrbefähigung für nur ein Fach der Sekundarstufe I, die bisher nach der Besoldungs- bzw. Entgeltgruppe A12/E11 bezahlt wurden, erhalten jetzt A13/E13. Lehrerinnen und Lehrer mit einem Lehramt der Sekundarstufe I bzw. mit einer Lehrbefähigung für zwei Fächer der Sekundarstufe I wurden ja bereits mit Wirkung vom 01.August 2017 in die A13/E13 angehoben.
Somit werden jetzt alle Lehreinnen und Lehrer mit einer vollständigen Lehrerausbildung nach A13/E13 bezahlt. Auch die Lehrerinnen und Lehrer mit einer DDR-Lehrerausbildung werden mit A13/E13 bezahlt bzw. haben die Möglichkeit, diese Eingruppierung in naher Zukunft zu erreichen. Die Lehrer unterer Klassen (LuK), ehemals in der DDR mit einer Lehrbefähigung für die Klassen 1 bis 4 ausgebildet, werden ab 01.01.2019 von A11/E10 in die A12/E11 angehoben. Mittels Bewährung können diese dann ab 01.08.2020 ebenfalls in die A13/E13 befördert werden.
Damit ist Brandenburg das erste Bundesland, das Lehrerinnen und Lehrer mit einer vollständigen Lehrerausbildung nach DDR-Recht bzw. nach bundesdeutschen Recht mit A13/E13 bezahlt. „Erreicht haben wir das, weil wir seit 2011 kontinuierlich entsprechend unserer Forderungen aus der Kampagne ‚Gerechtigkeit wa(a)gen‘ gegenüber der Landesregierung die gleiche Bezahlung in allen Schulstufen gefordert haben. Es scheint nun so, dass die Bezahlung der Lehrer nach der Schuhgröße ihrer Schüler nun endlich der Vergangenheit angehört“ äußert sich Hartmut Stäker, Präsident des BPV.
Die Mitarbeiter der Verwaltung sind nun dabei, die entsprechenden Durchführungsbestimmungen umzusetzen. Es wird jedoch noch einige Wochen dauern, bis das höhere Gehalt und die Nachzahlung für die Vormonate auf den Konten der Betreffenden ankommen. Mit dem Beschluss des Gesetzes ist jedoch Rechtssicherheit hergestellt worden.

Zu genaueren Weiterlesen hier das beschlossene Gesetz im Wortlaut:
https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/GVBl_I_35_2018.pdf