Ihre Meinung zum Handschreiben ist gefragt!

Das Erlernen der Handschrift weist sich nachweislich positiv auf die Entwicklung der motorischen und geistigen Fähigkeiten von Kindern aus. Was wir handschriftlich notieren, können wir uns besser merken. Das gilt auch für Schülerinnen und Schüler beim Erlernen von Unterrichtsstoff. Allerdings gibt es keine neueren Erkenntnisse zum Handschrifterwerb. Auch der Einfluss des Einsatzes digitaler Endgeräte auf…

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Regionalkonferenzen: Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

  Das ist das Thema unseres Konzeptes, in dem wir Ideen zusammengetragen haben, um die anstehenden Probleme im Bereich Bildung des Landes Brandenburg anzugehen. Dazu haben wir Vertreter aus allen Bereichen, die Bildung unterstützen zu Regionalkonferenzen eingeladen. Die Resonanz ist gut. Das heißt, dass es in den verschiedensten Gremien und Bereichen Interesse gibt, sich über…

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Bericht: 10. Verbandstag des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes

Öffentliche Veranstaltung zum Thema „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“. Auf der öffentlichen Veranstaltung im Rahmen dieses Verbandstages diskutierten Bildungspolitiker der Bundes- und der Landespolitik und Mitglieder der Mitwirkungsgremien unter dem Thema „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“. Das Referat zum Thema „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“. hält Frau Dr. Dietlinde Tiemann (MdB, CDU) Zu dieser Veranstaltung sind weiterhin als…

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Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

Wir, der Brandenburgische Pädagogen-Verband, haben ein Konzept erarbeitet, in dem grundlegende Ideen zusammengestellt wurden, die ein gutes Schulklima stärken und Lösung für die Probleme in der täglichen Arbeit mit den Schülern sein können. In Zeiten des akuten Lehrermangels, des Einsatzes von unausgebildeten Seiteneinsteigern und der Verschärfung des Schulklimas, ist es dringend, die Qualität von Bildung…

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10. Landesverbandstag des BPV hat beraten

Am Samstag, den 17.11.18 fand der 10. Landesverbandstag des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes (BPV) Blankenfelde statt. Auf der öffentlichen Veranstaltung im Rahmen dieses Verbandstages diskutierten Bildungspolitiker der Bundes- und der Landespolitik und Mitglieder der Mitwirkungsgremien unter dem Thema „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“.

Inklusion hat mit der UN-Behindertenrechtskonvention Einzug in die Schulen gehalten, die Heterogenität der Schüler innerhalb einer Lerngruppe bzw. Klasse hat stark zugenommen und die Digitalisierung, das sind drei Entwicklungen, die die Schule vor viele neuen Aufgaben stellt. Hartmut Stäker, wiedergewählter Präsident des BPV, meinte, dass „man sich Hilfe holen muss. Fachkräfte, die sich mit diesen Problemen auskennen, müssen in die Schulen geholt werden.“ Nur so ist es möglich, dass die Lehrer sich auf ihre pädagogische Arbeit konzentrieren können, und die Bildungsqualität erhalten oder gar verbessert wird.

Im anschließenden nichtöffentlichen Teil des Verbandstages wurden bildungspolitische, berufspolitische und verbandsorganisatorische Anträge diskutiert und die Verbandsleitung neu gewählt. Der Geschäftsführende Vorstand setzt sich demnach wie folgt zusammen:
Präsident – Hartmut Stäker
Vizepräsidenten – Christina Adler, Dagmar Graefe, Henning Probst, Regina Schollmeier

Schatzmeisterin – Monika Barwisch
Beisitzer – Heike Müller, Sophie Krüger
Vertreter des Jungen BPV – Alexander Lipp

Diese neue Führung steht auch für Beständigkeit in der Vertretung der Interessen der Lehrerinnnen und Lehrer aller Schulstufen im Land Brandenburg.

Regionalkonferenzen: Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

 

Das ist das Thema unseres Konzeptes, in dem wir Ideen zusammengetragen haben, um die anstehenden Probleme im Bereich Bildung des Landes Brandenburg anzugehen.

Dazu haben wir Vertreter aus allen Bereichen, die Bildung unterstützen zu Regionalkonferenzen eingeladen.

Die Resonanz ist gut. Das heißt, dass es in den verschiedensten Gremien und Bereichen Interesse gibt, sich über neue Wege auszutauschen, um gute Qualität von Bildung in den Schulen zu sichern.

So sind Vertreter der Kreisschulbeiräte, Schülervertreter, Verantwortliche der Kommunen als Schulträger, Schulmanager, Projektleiter, Sozialarbeiter, Lehrer, Schulleiter und Schulamtsvertreter in den Diskussionsrunden aktiv. Viele Informationen werden ausgetauscht, Erfahrungen eingebracht, aber auch Probleme benannt, die es auf dem Weg noch zu lösen gilt.

Nachdem wir unser Konzept schon im Mai 2018 in den Landtagsfraktionen und im MBJS vorgestellt und diskutiert haben, wollen wir zum Verbandstag am 17.11.2018 in der öffentlichen Veranstaltung gemeinsam mit einigen Gästen ein erstes Fazit ziehen.

Termine: Potsdam: 27.09.2018; Strausberg: 11.10.2018; Neustadt/Dosse: 18.10.2018; Cottbus: 22.11.2018

Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

Wir, der Brandenburgische Pädagogen-Verband, haben ein Konzept erarbeitet, in dem grundlegende Ideen zusammengestellt wurden, die ein gutes Schulklima stärken und Lösung für die Probleme in der täglichen Arbeit mit den Schülern sein können.

In Zeiten des akuten Lehrermangels, des Einsatzes von unausgebildeten Seiteneinsteigern und der Verschärfung des Schulklimas, ist es dringend, die Qualität von Bildung im Blick zu behalten.

Es ist deshalb zwingend notwendig, dass die ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer in erster Linie zur Gestaltung des Unterrichts eingesetzt werden. Aufgaben, die nicht direkt mit der Profession eines Lehrers in Verbindung stehen, müssen von anderen Fachkräften u.a. aus den Bereichen Verwaltung, Sozialarbeit oder Technik übernommen werden.

Die herkömmlichen Mittel und Konzepte können nicht mehr für eine gute Qualität von Bildung sorgen.

Schule muss neu gedacht werden!

Schulen brauchen außerdem zusätzliche personelle Ressourcen, die sowohl im Unterricht als auch im Bereich der Ganztagsbetreuung dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler mit sozialen Problemen bedarfsgerecht betreut werden können und bei Lernproblemen eine angemessene Unterstützung erfahren. Dafür müssen vorhandene Netzwerke auch mit privaten Trägern in den Kommunen genutzt werden, um die Schulen zu unterstützen.

Wir fordern die Landesregierung auf, die aktuellen Bedingungen für Bildung ernsthaft auf den Prüfstand zu stellen und Konzepte für die Verbesserung der Bedingungen in diesem Bereich zu entwickeln.

Dabei verstehen wir unser Konzept „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“ als ersten Schritt, um Bildung im Land Brandenburg nicht zum Notfall werden zu lassen.Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken.

Anlage: 

Bildungsqualität auf dem Abstellgleis?

Schulen werden weiterhin alleine gelassen!

Ist mit dem „Konzept der Landesregierung zur Qualifizierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern für den Schuldienst“, das von der Ministerin Ernst in der Pressekonferenz am 16.3.2018 vorgestellt wurde, alles auf einem guten Weg? NEIN!

  • Seit ca. 10 Jahren ist der Landesregierung der aktuelle Lehrermangel bekannt.

  • Seit ca. 4 Jahren werden Seiteneinsteiger eingestellt

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband kritisiert in dem Konzept auf das Schärfste:

Im April 2019 wird mit der vorbereitenden Fortbildung von Seiteneinsteigern im Land Brandenburg begonnen. Das bedeutet, dass erst zum Schuljahresbeginn 2019/20 Seiteneinsteiger in die Schulen kommen, die auf ihre Tätigkeit vorbereitet wurden.

Welche Anforderungen werden durch unsere Landesregierung an die Qualität von Bildung gestellt?

Die Praxis der Lehrerbildung im Land Brandenburg zeigt, dass seit Jahren die Ausbildungskapazität in Fächern reduziert wurde, die jetzt laut Konzept durch Seiteneinsteiger ausgeglichen werden sollen.

Welche Bildungspolitik wird hier verfolgt? Das Konzept der „Billiglehrer“?Außerdem:

Vertretungslehrer kann jeder werden. Dafür braucht man im Land Brandenburg maximal einen Abschluss der 10. Klasse!

Wer soll die „Bildungsstandards“ aus den neuen Rahmenlehrplänen umsetzen?

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband erwartet von der Landesregierung, dass durch eine praxisbezogene und qualitätsorientierte Bildungspolitik die Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen Unterstützung in ihrer täglichen verantwortungsvollen Arbeit erfahren.

Dafür setzen wir uns ein!

Die Digitalisierung kann nicht alles sein!

In der Bilanz der ersten 100 Tage der Ministerin Ernst haben wir erste Handlungsoptionen und handfeste Konzepte für die aktuellen Aufgaben im Bereich Bildung erwartet. Ihren Schwerpunkt, die Digitalisierung in den Schulen voranzutreiben, kann man begrüßen, aber wo sind die Pläne für die aktuell dringend anstehenden Aufgaben?

Wir als Gewerkschaft fordern klare Aussagen zur Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen. Eine kurze verbale Anerkennung für die klaglose Beschulung der Flüchtlingskinder ist uns nicht genug. Wir erwarten Antworten und Ergebnisse auf die Fragen, die uns täglich in unserer Arbeit begegnen.

Der BPV erwartet vom Ministerium Lösungen, die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen.

Wo sind die schon vom ehemaligen Bildungsminister versprochenen multiprofessionellen Teams, die die Bedingungen im gemeinsamen Unterricht und an Schwerpunktschulen erleichtern sollen?

Warum sollen Seiteneinsteiger erst 2019 auf ihren Einsatz in der Schule in Kursen vorbereitet werden?

Warum klappt die Zusammenarbeit mit den Kommunen bei materiellen Fragen, aber nicht bei der Deckung des Bedarfs an Schulsozialarbeitern?

Warum gibt es noch keine klaren Absprachen mit dem MWFK bezüglich der dringenden Erhöhung der Anzahl der Studienplätze für das Lehramt?

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband wird diese Fragen der Ministerin Ernst stellen und sich dafür einsetzen, dass ihre Ankündigung in der Pressekonferenz: „Verbesserung der Qualität von Schulen – gute Rahmenbedingungen schaffen“ von den Lehrerinnen und Lehrern auch ERNST genommen werden kann.

Unterrichtsausfall auf Rekordhoch – BPV fordert Entlastung für Lehrer

Der Präsident des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes, Hartmut Stäker, wertet die in der letzten Woche bekannt gewordenen Daten über den steigenden Unterrichtsausfall als symptomatisch für die Situation im Bildungssystem: „Durch Ignorieren werden Probleme nicht gelöst. Nur wenn man die Ursachen anpackt, lässt sich das Problem beherrschen.“

Die Ursachen sieht Stäker nicht nur im ständig wachsenden Lehrermangel, sondern auch in der seit Jahren immer mehr steigenden Arbeitsbelastung der Kolleginnen und Kollegen, was zu einem erhöhten Krankenstand führt. Ob Inklusion, gemeinsamer Unterricht, kompetenzorientierte Rahmenlehrpläne oder Vermittlung von Medienkompetenz, der Schule sind immer neue Aufgaben aufgebürdet worden, ohne die dazu notwendigen Ressourcen auszureichen.

Studien über die Arbeitsbelastung von Lehrerinnen und Lehrer zeigen deutlich, dass ihre Arbeitswoche weit mehr als die gesetzlich erlaubten 48 Stunden beträgt. In den Personalversammlungen stellten Kolleginnen und Kollegen sehr deutlich dar, dass die Belastungsgrenze überschritten ist und Kontingente für Anrechnungsstunden für zusätzliche Aufgaben in den letzten Jahren immer mehr gekürzt wurden.

Ministerin Ernst, im Landtag zur Situation bezüglich des Unterrichtsausfalls angefragt, wiegelte ab. Das Land Brandenburg habe „kein flächendeckendes Problem mit erheblichem Unterrichtsausfall“. „Das sehen wir anders!“, kommentiert Hartmut Stäker. „Es gibt keinen Spielraum mehr an den Schulen. Ein weiterer Anstieg des Unterrichtsausfalls kann nur verhindert werden, wenn man praktikable Konzepte vorlegt, an deren erster Stelle die Entlastung der Lehrer von nichtpädagogischen Aufgaben steht. Lehrer, die sich auf ihre eigentliche Profession, das Unterrichten konzentrieren können, sind motivierter und setzen ihre Kräfte für die Schüler ein.“

Laut Ministerin Ernst steht ein besonderes Vertretungsbudget in Höhe von 5,5, Millionen Euro für schnelle Krankheitsvertretung zur Verfügung. Der BPV fordert jedoch eine Vertretungsreserve, die sich an der Realität orientiert. „Wenn etwa 10 Prozent des Stundenvolumens vertreten werden müssen, kann eine Vertretungsreserve von drei Prozent nicht ausreichen!“, meint Stäker.

Der BPV fordert daher eine konkrete Entlastung der Lehrerschaft. Die ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer, die für unsere Schüler zur Verfügung stehen, werden auch in den nächsten Jahren dank der verfehlten Personalpolitik des Landes nicht ausreichen. Deshalb müssen Konzepte entwickelt werden, wie das Fachpersonal in den Schulen optimal eingesetzt werden kann.

Einerseits müssen für zusätzliche Aufgaben zeitliche Freiräume zur Verfügung gestellt werden, andererseits ist dringend notwendig, pädagogisches und nichtpädagogisches Personal zur Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer einzusetzen.

 Vor dem Landtag sprach die Ministerin auch davon, dass ein Gesundheitsmanagement den Lehrkräften zur Verfügung stünde. Dies greift aber in der Regel erst, wenn ein Kollege mehrere Wochen krank war. Dazu darf es erst gar nicht kommen. Hier verfehlt der Dienstherr eindeutig seine Fürsorgepflicht. Von Gesundheitsvorsorge kann da also keine Rede sein.

Der BPV fordert die Landesregierung auf, das Problem Unterrichtsausfall mit konkreten Konzepten zur Arbeitsentlastung der Lehrkräfte, einer angemessenen Vertretungsreserve und einer Gesundheitsprävention, die diesen Begriff verdient, umgehend zu lösen.

Gerechtigkeit in der Besoldung und Vergütung

Zur Gleichstellung der Lehrkräfte im Land Brandenburg haben am 22.11.2017 in schwierigen Verhandlungen die Gewerkschaften und Verbände einen Stufenplan mit der Landesregierung vereinbart, der Folgendes beinhaltet:

  1. Lehrkräfte mit den Lehrämtern für die Primarstufe sowie Lehrkräfte mit einer Befähigung nach Recht der ehemaligen DDR, die bisher in den Besoldungsgruppen A 12 / A 12 kW eingruppiert sind, werden zum 1. Januar 2019 in die Besoldungsgruppen A 13 / A 13 kW gehoben.

  2. Lehrkräfte mit einer Lehrbefähigung nach dem Recht der ehemaligen DDR, die bisher in der Besoldungsgruppe A 11 kW eingruppiert sind (z.B. Lehrkräfte mit einer Ausbildung als LuK), werden zum 1. Januar 2019 in die Besoldungsgruppe A 12 kW gehoben. Ab 1. August 2020 werden diese Lehrkräfte in einer weiteren Stufe in die Besoldungsgruppe A 13 kW befördert.

  3. Angestellte Lehrkräfte werden ebenfalls in die entsprechenden Entgeltgruppen angehoben.

Von diesen Hebungen werden mehr als 5000 Lehrkräfte, vor allem im Grundschulbereich profitieren. Wir sehen darin einen längst überfälligen Schritt zur Anerkennung und Wertschätzung dieser Lehrerinnen und Lehrer, die seit Jahrzehnten eine hervorragende Arbeit unter oftmals schwierigen Bedingungen leisten.

Qualifizierung von Seiteneinsteigern

Die Neueinstellungen ausgebildeter Lehrkräfte wird auch in den nächsten Jahren nicht ausreichen, um den Lehrkräftebedarf zu decken. Deshalb werden zunehmend Seiteneinsteiger eingestellt werden müssen, die über keine oder keine vollständige pädagogische Ausbildung verfügen. Pro Jahr rechnet das Land mit ca. 250 solcher Einstellungen.

Um die Qualität der schulischen Bildung zu sichern und um auch diesen neuen Kolleginnen und Kollegen eine echte berufliche Perspektive zu bieten, wurde u.a. beschlossen, dass diese Lehrkräfte vor Beginn ihrer selbständigen Lehrtätigkeit einen 3-monatigen Grundkurs absolvieren.

Weiterhin wird diesen Lehrkräften die Möglichkeit gegeben, berufsbegleitend eine Qualifizierung mit einer Gesamtdauer von maximal 5 Jahren zu absolvieren. Ziel es ist, dass sie nach erfolgreichem Abschluss der Qualifizierung den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst absolvieren, um so vollumfänglich die Laufbahnvoraussetzungen für den Schuldienst zu erfüllen.

Die Schulen, an denen Seiteneinsteiger eingestellt werden, erhalten pro Seiteneinsteiger eine Anrechnungsstunde, zur Betreuung, Einarbeitung und Unterstützung dieser Kollegen.

Wichtig ist, dass wir erreicht haben, dass der verhandelte TV-Umbau bis Ende 2020 verlängert wurde. Somit ist er über die Landtagswahlen hinaus verbindlich.

Gewerkschaften in Gesprächen mit der Landesregierung

Am 6. Oktober 2017 trafen sich Vertreter der Landesregierung Brandenburgs und der Gewerkschaften im Innenministerium, um über die sozialverträgliche Begleitung der Funktionalreform zu sprechen.

Zusätzlich wurden weitere Themen, wie die Steigerung der Attraktivität der Landesverwaltung Brandenburgs aufgerufen, die noch abschließend behandelt werden müssen.

Schwerpunkte dabei waren folgende für die Berufsgruppe der Lehrer relevante Maßnahmen:

Die Landesregierung hat zugesagt, in der nächsten Gesprächsrunde am 24.10.2017 Konzepte für berufsgruppenspezifische Maßnahmen vorzulegen. Hierzu gehören unter anderem:

  • Die Anhebung der Eingangsämter für Lehrkräfte mit einer auf die Grundschule bezogene   Lehramtsbefähigung oder Befähigung nach dem Recht der ehemaligen DDR

  • Die Qualifizierung von Seiteneinsteigern (Lehrkräfte)

Im Rahmen der Steigerung der Attraktivität der Landesverwaltung konnten die Vertreter der Landesregierung ihre Zusage unter anderem zu folgendem Themenbereichen erteilen:

  • Der Ausgleichszeitraum für Mehrarbeit soll von jetzt ein Jahr auf drei Monate verkürzt werden. Das dazu notwendige Gesetzgebungsverfahren ist bereits eingeleitet.

  • Es wird Gespräche zu den Themen Aufstiegs-, Stellenhebungs- und Beförderungs-/Höhergruppierungsmöglichkeiten geben.

  • Die Gesundheitsförderung der Landesbediensteten muss ein zentraler Bestandteil im Land Brandenburg werden. Da die Maßnahmen des Gesundheitsmanagements nicht zufriedenstellend sind.

  • Bei der Erstellung eines Konzeptes zur Steigerung der Attraktivität des öffentlichen Dienstes im Land Brandenburg werden die Gewerkschaften und Verbände beteiligt.

Richtungsweisender Termin am 24. Oktober 2017

Nachdem am 6. Oktober 2017 viele Themen nur angeschnitten wurden und eine inhaltliche Behandlung uns erst für den 24. Oktober 2017 zugesagt wurde, sind unsere Erwartungen hoch.

Die Vertreter des BPV, die an den Verhandlungen teilnehmen, kämpfen auch weiterhin für die von uns aufgestellten Forderungen. (www.bpv-vbe.de)

Quelle: Mitglieder-Info des dbb beamtenbund und tarifunion landesbund brandenburg

Brandenburgischer Pädagogen-Verband erwartet von Ministerin Britta Ernst zeitnahe Aufarbeitung der „Baustellen“ im Bildungsbereich

Brandenburgischer Pädagogen-Verband erwartet von Ministerin Britta Ernst zeitnahe Aufarbeitung der „Baustellen“ im Bildungsbereich

Der BPV hat der neu ernannten Ministerin für Bildung, Jugend

und Sport, Britta Ernst, zu ihrer Ernennung in einem Brief die aktuellen „Baustellen“ benannt und den akuten Handlungsbedarf mit klaren Forderungen zum Ausdruck gebracht.

Dazu gehören:

  • Gerechte Bezahlung für alle Lehrerinnen und Lehrer.

  • Sicherung der Qualität des Unterrichts durch Qualifizierungsmaßnahmen für Seiten- und Quereinsteiger.

  • Besetzung aller offenen Stellen

  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen an den Schulen.

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband wünscht der neuen Ministerin Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben im Bildungsbereich und hofft auf eine zeitnahe Lösung der genannten Probleme.

Dabei darf sie nicht den bundesweiten Lehrermangel aus den Augen lassen, der bei falschen Signalen, wie bereits in einem ersten Interview angedeutet, zu noch größerem Personalmangel in den Schulen führt.

Wir als Gesamtlehrergewerkschaft werden die Entscheidungen der Ministerin auf den Prüfstand stellen und dafür kämpfen, dass für alle Kolleginnen und Kollegen in allen Schulformen angemessene Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung umgesetzt werden.

Die Lage an unseren Schulen spitzt sich vor den Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und der Landesregierung zu!

Die Lage an unseren Schulen spitzt sich vor den Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und der Landesregierung zu!

Die momentane Situation an unseren Schulen ist so zu beschreiben:

Ungerechtigkeit in der Bezahlung!

Die 1100 zum Schuljahr 2017/18 neu zu besetzenden Lehrerstellen sind überwiegend mit Seiten- und Quereinsteigern gefüllt worden, die unvorbereitet den Unterricht übernehmen sollen.

Es gibt noch offene Stellen. Die Absicherung des Unterrichts ist dadurch massiv gefährdet.

Die Arbeitsbedingungen und das Schulklima verschärfen sich. Beamte dürfen nicht streiken, also macht die Idee für „Dienst nach Vorschrift“ die Runde.

Wie ernst nimmt die Landesregierung und vor allem die neue Bildungsministerin diese Situation? Werden wir mit taktischen Spielchen hingehalten in der Hoffnung, dass die Lehrkräfte weiterhin stillhalten?

Der BPV war zu diesen Fragen im Gespräch mit Politikern der Landtagsfraktionen.

Ein Ergebnis unserer Gespräche ist ein Antrag, der in die Landtagssitzung am 27.09.17 durch die CDU-Fraktion eingebracht wurde. Er widmet sich diesen Problemen und enthält notwendige Maßnahmen und Aufträge an die Regierungskoalition. (siehe Link) https://www.parlamentsdokumentation.brandenburg.de/parladoku/w6/drs/ab_7300/7386.pdf

Dieser Antrag wurde mit der Stimmenmehrheit der Regierungskoalition abgelehnt, obwohl deren Vertreter die darin gestellten Forderungen als gerechtfertigt ansehen.

Unsere Hoffnungen liegen nun auf den Verhandlungen zur Attraktivität des öffentlichen Dienstes in Brandenburg, die am 06.10.17 zwischen den Gewerkschaften und Verbänden und der Landesregierung beginnen. In diesen Verhandlungen müssen mindestens die im Antrag formulierten Forderungen als Ziel erreicht werden.

Diese Punkte werden wir als BPV in diesen Verhandlungen u.a. als Forderungen vertreten:

  • Lehrkräfte mit dem Lehramt für die Primarstufe sind den Lehrkräften mit dem stufenübergreifenden Lehramt für die Primarstufe und die Sek.I gleichzustellen.

  • Die Voraussetzungen für die Hebung der Ämter für die Lehrkräfte an Förderschulen, allgemeinbildenden Schulen und beruflichen Schulen in den Besoldungsgruppen A10kw, A11kw, A12kw nach dem Recht der DDR sind zu schaffen. Das gilt ebenso für die Lehrer unterer Klassen und für die sogenannten „Ein-Fach-Lehrer“.

  • Die Besoldungsordnung muss eine reale Chance zur Beförderung im Laufe der Dienstzeit ermöglichen.

  • Die Anerkennung besonderer Leistungen muss durch geeignete Maßnahmen, wie z.B. Anrechnungsstunden, Funktionsämter oder Zulagen, möglich sein.

  • Seiteneinsteiger sind ausreichend zu qualifizieren, bevor sie ihre Tätigkeit im Schuldienst aufnehmen. Im Laufe ihrer Tätigkeit müssen sie die Möglichkeit haben, berufsbegleitend einen qualifizierten und anerkannten Berufsabschluss zu erlangen.