„Wie unsere gestern veröffentlichte, repräsentative forsa-Umfrage zeigt, gibt es ein erhebliches Informationsdefizit unter den Lehrkräften, das die Kultusministerien zu verantworten haben. Weitere Studienergebnisse bewiesen immer wieder, dass Lehrkräfte und Schulleitungen es (mit Zustimmungswerten deutlich über 80 Prozent) als belastend ansehen, dass Entscheidungen nicht entsprechend der Realität an Schulen getroffen werden. Deshalb gilt es jetzt von den politischen Entscheidungsträgern, darauf zu reagieren. Die Kommunikation muss
verbessert und die Wege verschlankt werden, Informationen müssen niedrigschwellig für alle Bildungsbeteiligten zugänglich sein, um
Informationsdefizite zu beheben. Das wird auch erreicht, indem alle Anspruchsgruppen an der Entscheidungsfindung beteiligt werden. Orte des Zusammentreffens, an denen Maßnahmen und Vorgehen gemeinsam ausgehandelt werden, könnten dabei helfen, die verschiedenen Anforderungen angemessen zu berücksichtigen. Wir wollen alle das Gleiche: optimale Bildungschancen für alle Schülerinnen und Schüler unter den besten Bedingungen für alle Beteiligten, immer entsprechend des Infektionsgeschehens und der aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse“, erklärt Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE). Er bezieht sich dabei neben den gestern veröffentlichten Ergebnisse der aktuell vom VBE bei forsa in Auftrag gegebenen Studie zur Schulöffnungsphase auch auf den heutigen Vorschlag der GEW, einen „Runden Tisch“ zu installieren. Hierzu bemerkt er außerdem: „Da, wo auf Bundesebene Beschlüsse zu Rahmenbedingungen gefällt werden, braucht es die Einbindung der bundesweit agierenden Organisationen. Werden die Konzepte für den Unterricht vor Ort erstellt, braucht es den Einbezug der in den Ländern Agierenden.“

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