10 Forderungen des BPV für Bürokratieabbau im Bildungsbereich

Am 12.12.2025 war der BPV in der Anhörung des Sonderausschusses des Landtages zum Bürokratieabbau im Bildungsbereich. Der BPV hat hier 10 Forderungen zum Bürokratieabbau in den Schulen des Landes vorlegegt. Das MBJS muss diese nun prüfen und dem Ausschuss im März über die Machbarkeit Rechenschaft ablegen. Sie haben weitere Ideen? Schreiben Sie uns unter kontakt@bpv-vbe.de

10 Forderungen für Bürokratieabbau

Lehrkräfte stärken und Prozesse professionalisieren

1. Alle digitalen Fachverfahren (z. B. weBBschule, ZENSOS, Schulportal) werden so angepasst, dass sämtliche Arbeitsvorgänge der Lehrkräfte und Schüler:innen vollständig digital, medienbruchfrei und ohne Papierformulare möglich sind. Parallele Papieranträge, Unterschriftsmappen und Papierakten werden komplett ersetzt.

Prozesse, die automatisierbar sind, wie Bescheide, Abfragen und Meldungen, werden automatisiert.

2. Bescheide und Genehmigungen der Schulleitung, des Staatlichen Schulamtes, der ZBB und anderen Einrichtungen erfolgen elektronisch über die Landesplattformen. Papierhafte Rückläufe werden zur Ausnahme mit besonderer Begründung. Sie werden grundsätzlich auf ein notwendiges Maß reduziert.

3. Alle landeseigenen Portale werden responsiv und so für alle Arten digitaler Endgeräte (insb. Diensttablets) optimiert; die Nutzung über mobile Endgeräte wird nicht behindert, sondern ausdrücklich ermöglicht.

 

Verwaltungspersonal aufwerten und ausbauen

4. Jede Schule erhält eine auskömmliche Ausstattung mit Schulmanagern sowie Schulsekretariaten, die explizit für Verwaltungs- und Organisationsaufgaben zuständig sind und Lehrkräfte sowie Schulleitungen von administrativen Aufgaben freistellen.

5. Die Eingruppierung von Schulsekretariaten wird an vergleichbare Verwaltungsfunktionen der Kommunen angepasst. (E6 in der Schule vs. E8 in der Stadtverwaltung bei gleicher Ausbildung) Die Arbeit in den Schulen ist nicht weniger wert! Dieser Missstand muss beseitigt werden, um die Attraktivität der Stellen zu erhöhen.

 

Inklusion entbürokratisieren

6. Verfahren rund um Inklusion, Nachteilsausgleiche und sonderpädagogische Förderung werden verschlankt und digitalisiert: Förderverfahren werden vereinfacht, digitale Antragsstrecken und Standardformulare sowie verbindliche Bearbeitungsfristen werden etabliert, damit die Unterstützung schnell bei den Schüler:innen ankommt.

 

 

Entscheidungswege und Genehmigungen vereinfachen

7. Es wird kritisch geprüft, bei welchen Entscheidungen das Schulamt, das MBJS oder weitere Landeseinrichtungen zusätzlich zur Schule beteiligt werden müssen. Entscheidungen, bei denen die Expertise der Schule ausschlaggebend ist, werden konsequent von den Schulen eigenständig getroffen.

8. Der Grundsatz lautet: „Digital first, analog nur noch im Ausnahmefall“ z.B. bei Beurlaubungen von Schüler:innen, bei der Ausgabe von Schülerausweisen (möglich als App) und bei innerdienstlichen Vorgängen, wie Schüler:innen- und Lehrkräfteakten

 

Rechtliche Standards des 21. Jahrhunderts

9. Schulgesetz und Schulraumverordnung werden dahingehend überarbeitet, dass digitale Endgeräte, Netzinfrastruktur und digitale Arbeitsplätze für Unterricht und Lehrkräfte ausdrücklich als Standard der Mindestausstattung festgeschrieben werden, einschließlich eines rechtlich gesicherten, modernen Arbeitsplatzes für jede Lehrkraft.

10. Brandenburg ist das Bundesland mit der höchsten „Regelungswut im Bereich des Schulrechts“ (Prof. Felix Hanschmann, 2024) Daher gilt bei jeder schulrechtlichen Neuregelung: Alte Regelungen sind lückenlos und kritisch auf Sinnhaftigkeit zu prüfen, zusammenzufassen und im Hinblick auf Bürokratie und Digitalisierungsoptionen und zu reduzieren.

Ohne Entlastung keine Entwicklung – Schulleitungen am Limit! Die forsa-Schulleitungsumfrage

  • Repräsentative forsa-Umfrage unter mehr als 1.300 Schulleitungen zeigt auf, dass die Leitungszeit der Schulleitungen viel zu gering ist.
  • Die drängendsten Herausforderungen stagnieren seit Jahren auf einem hohen Niveau – und werden von Politik nicht gelöst.
  • Förder- und Sonderschulen sind deutlich schwerer von mangelhaften Arbeitsbedingungen betroffen.

Im Rahmen des vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) gemeinsam mit FLEET EDUCATION veranstalteten Deutschen Schulleitungskongresses (DSLK) hat der VBE auch in diesem Jahr das Meinungsforschungsinstitut forsa damit beauftragt, eine repräsentative Befragung unter 1.312 Schulleitungen durchzuführen. Die Ergebnisse präsentiert der stellvertretende Bundesvorsitzende und Kongressverantwortliche des VBE, Tomi Neckov, am Freitag in Düsseldorf.

Leitungszeit

Erstmals wurden Schulleitungen im Rahmen der diesjährigen Umfrage danach befragt, ob die ihnen zugestandene Leitungszeit ausreicht, um die Leitung und Weiterentwicklung der Schule sicherstellen zu können. Der Befund ist klar: Nur ein Prozent der Schulleitungen hält die ihnen zur Verfügung stehende Leitungszeit für ausreichend. 82 Prozent sagen klar: Die Zeit reicht nicht, um Schulen gut zu führen und weiterzuentwickeln. Tomi Neckov: „So kann Schule den Anforderungen, die an sie gestellt wird, nicht gerecht werden. Wir fordern keinen Luxus, sondern die Grundlage für gute Bildung. Schulleitungen brauchen Entlastung, Förderung und Unterstützung, um ihrem Job nachkommen zu können. Fast alle befragten Schulleitungen fordern zusätzliche Leitungsstunden, multiprofessionelle Teams oder mehr Gestaltungsspielraum. Hinter all diesen Forderungen steckt der Wunsch nach mehr Zeit.“

Berufszufriedenheit

Im Bereich der Belastungsfaktoren und Verbesserungswünsche stagnieren die Befunde seit Jahren auf einem hohen Niveau. Zwar geben weiterhin 85 Prozent an, ihren Beruf sehr oder eher gerne auszuüben, doch nur rund die Hälfte würde den Beruf aktiv weiterempfehlen – ein Wert, der sich seit 2021 kaum verbessert hat. Belastungsfaktoren wie das stetig wachsende Aufgabenspektrum (96 Prozent), steigende Verwaltungsarbeiten (93 Prozent), fehlende Zeitressourcen (92 Prozent) und der Erwartungsdruck, gesellschaftliche Probleme lösen zu sollen (95 Prozent), führen dazu, dass gut ein Drittel der Schulleitungen ihre Aufgaben nur noch gelegentlich oder nie zur eigenen Zufriedenheit erfüllen kann. Neckov kommentiert: „Leider können wir keine Verbesserungen erkennen. Schulleitungen leiden seit Jahren unter den gleichen Missständen und eine Verbesserung lässt weiter auf sich warten. Dies wäre selbst ohne die zusätzlichen Herausforderungen, die immer wieder auf die Schulen abgewälzt werden, ein Armutszeugnis. Wir leben allerdings in Zeiten, in denen wir immensen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen müssen. Und in Zeiten der Krise ist Stagnation kein Fort- sondern ein Rückschritt.“

In der aktuellen VBE-Umfrage werden erstmals gezielt Motive erfasst, warum Schulleitungen ihren Beruf weiter ausüben, obwohl sie diesen vermutlich nicht weiterempfehlen würden. 36 Prozent derjenigen, die keine Weiterempfehlung aussprechen, geben als wichtigsten Beweggrund an, wegen der Kinder bzw. der Schülerinnen und Schüler weiterhin im Amt zu bleiben; für 30 Prozent ist das Kollegium entscheidend, 25 Prozent bleiben aufgrund ihres Willens, Schule zu gestalten. Weitere Motive sind Verantwortungsgefühl (12 Prozent), Freude an der Arbeit (9 Prozent), Sinnhaftigkeit der Tätigkeit (9 Prozent) und Berufung (7 Prozent). Tomi Neckov betont: „Die Bildungsministerien können froh und dankbar sein, dass Schulleitungen trotz all der Herausforderungen und Krisen nicht das Handtuch werfen. Sie machen weiter: Im Sinne der Schülerinnen und Schüler, aufgrund des starken Teams, das sie leiten oder aufgrund ihres unbedingten Willens, Schule doch noch positiv gestalten zu können. Hätten wir nicht so engagierte Kolleginnen und Kollegen, stünden wir heute vor noch deutlich größeren Herausforderungen.“

Lehrkräftemangel und schulformspezifische Herausforderungen

Die aktuelle Umfrage zeigt zudem, dass auch der Lehrkräftemangel ein zentrales Problem für Schulleitungen bleibt. Die öffentlichkeitswirksam präsentierte Lösung des Lehrkräftemangels aufgrund demografischer Entwicklungen ist in den Schulen bislang nicht angekommen. Im Schnitt fehlen pro Schule 1,4 Lehrkräfte. Da allerdings 47 Prozent der Schulen alle Stellen besetzen konnten, bedeutet dies, dass betroffene Schulen umso mehr offene Stellen zu beklagen haben. Zudem hat es hier im Vergleich zu den letzten Jahren nur marginale Verschiebungen gegeben (2024: 1,2 offene Stellen; 2023: 1,5 offene Stellen). Besonders hoch ist die Belastung an Förderschulen, wo im Durchschnitt 4,1 Stellen pro Schule unbesetzt sind. Auch hier gilt: Fast ein Viertel der Förder- und Sonderschulen konnten alle Stellen besetzen. Dort wo Mangel herrscht, trifft es die Schulen umso härter. Bundesweit gibt ein Viertel der Schulleitungen an, ihre Schule werde künftig sehr stark vom Lehrkräftemangel betroffen sein. Obwohl der Anteil im Vergleich zu 2022 (43 Prozent) zurückgegangen ist, bleibt die Einschätzung alarmierend. Auch hier ist die Belastung an Förderschulen besonders hoch, wo 43 Prozent der Schulleitungen erwarten, zukünftig sehr stark durch den Lehrkräftemangel betroffen zu sein. Neckov nimmt die Politik in die Pflicht: „Der Lehrkräftemangel bleibt das Problem unserer Zeit. Es reicht nicht aus, wenn die Politik sich darauf verlässt, dass es in ein paar Jahren möglicherweise besser werden soll. Wir brauchen die Entlastung jetzt und nicht später. Die Behebung des Lehrkräftemangels muss weiterhin die zentrale Aufgabe der Bildungspolitik sein. Der Beruf muss attraktiver werden. Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen, mehr Gestaltungsspielraum an der Schule, eine zeitgemäße Ausbildung für Lehrkräfte und eine angemessene Bezahlung. Zudem brauchen wir dringend einen flächendeckenden Einsatz multiprofessioneller Teams.“

Die besonderen Herausforderungen der Förderschulen nimmt er kritisch in den Blick: „Politik muss den Hebel weiter und stärker dort ansetzen, wo der Bedarf am höchsten ist. Das Startchancenprogramm ist ein sehr guter Ansatz – die Bürokratie, die dahintersteckt, leider nicht. Wir dürfen diejenigen, die am dringendsten auf unsere Hilfe angewiesen sind, nicht im Stich lassen.“

Fort- und Weiterbildung

In diesem Jahr wurde ebenfalls erstmals erfragt, worauf Schulleitungen bei staatlichen Fortbildungsangeboten Wert legen. Demnach wünschen sich Schulleitungen mehrheitlich vor allem Planbarkeit in Form fester Zeitfenster, um eine regelmäßige Struktur für Fortbildungen festzulegen (59 Prozent) und eine bessere inhaltliche Orientierung der Angebote auf die Herausforderungen der Schulleitung (53 Prozent). Gut ein Drittel der Schulleitungen bemängelt allerdings auch die Qualität des derzeitigen Fortbildungsangebots und ein mangelndes Fortbildungsbudget. Immerhin noch mehr als jede zehnte Schulleitung wünscht sich schlichtweg mehr Angebote.

Fazit

Bei all den genannten Herausforderungen wundert es nicht, dass Schulleitungen wenig zufrieden mit der Schulpolitik sind. Mehr als acht von zehn Schulleitungen sind eher oder sehr unzufrieden. Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die fehlende Berücksichtigung der tatsächlichen Schulrealität durch politische Entscheidungen, ungenügende finanzielle und personelle Ausstattung sowie den mangelnden Rückhalt für Schulleitungen in ihren Aufgaben. VBE-Vize Tomi Neckov fordert: „Wir brauchen eine nachhaltige Bildungspolitik, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen an Schulen deutlich verbessert. Dazu gehören eine ausreichende personelle Ausstattung, mehr Leitungszeit und Anrechnungsstunden für Schulleitungen, gezielte Fortbildungsangebote sowie ein entschlossener Bürokratieabbau. Die Politik muss die Stimme der Schulleitungen ernst nehmen und echte Handlungsspielräume schaffen, um die vielfältigen Herausforderungen im Bildungsalltag zu bewältigen und die Qualität der schulischen Arbeit langfristig zu sichern.“

Quelle: VBE Bund

Wir sind bereit! – Forderungsfindung zum Auftakt der Einkommensrunde TVL

Die heutige Forderungsfindung der Bundestarifkommission bildete den Auftakt der Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), die unter der Führung des Hamburger Finanzsenators Andreas Dressel am 3. Dezember 2025 starten. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) wird am Verhandlungstisch durch den dbb vertreten.

Für den zweiten Vorsitzenden des dbb Fachvorstand Tarifpolitik Andreas Hemsing ist klar: „Verbesserungen bei Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Personalpolitik stehen im Fokus. Der zunehmende Personalmangel macht den öffentlichen Dienst weniger attraktiv und kann langfristig die Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigen. Teilweise ist dies heute schon spürbar, ob in Kitas, Schulen oder der Verwaltung. Wir dürfen uns weder im Vergleich zu Bund und Kommunen noch gegenüber der Privatwirtschaft abhängen lassen.“

Die Gewerkschaften haben sich auf folgenden Forderungskatalog geeinigt:

  • Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens 300 Euro
  • Erhöhung aller Zeitzuschläge in § 8 Abs. 1 TV-L um 20 Prozent
  • Laufzeit 12 Monate

Rita Mölders, stellvertretende VBE Bundesvorsitzende für den Arbeitsbereich Tarifpolitik, ergänzt: „Der enorme Fachkräftemangel prägt das Geschehen in unseren Schulen und Kindertageseinrichtungen, die Belastungen steigen mittlerweile ins Unermessliche. Dennoch geben die Kolleginnen und Kollegen trotz der massiven Herausforderungen jeden Tag ihr Bestes. Allein mit fairen und modernen Rahmenbedingungen können wir unsere Schulen und Kindergärten zukunftssicher gestalten, Lehrerinnen und Lehrer sowie gutes pädagogisches Personal gewinnen bzw. halten. Nur so können wir die Beschäftigten entlasten und die Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern. Die heutige Forderungsfindung war ein Auftakt in kämpferische Einkommensrunde.“

Gerhard Brand, Bundesvorsitzender des VBE, betont: „Ein starker Tarifabschluss ist nicht nur ein wichtiges Zeichen nach außen, er wirkt auch nach innen und bringt den Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits im System befinden, Dank und Wertschätzung entgegen. In den letzten Jahren sind Lehrkräfte, aber auch Erzieherinnen und Erzieher weit über ihre Belastungsgrenze hinaus gegangen. Nur so war es möglich, Schulen und Kitas am Laufen zu halten. Jetzt ist es an der Zeit, dies zu würdigen.“

Nach Abschluss der Tarifverhandlungen erfolgt in der Regel eine Anpassung der Landesbesoldung und Landesversorgung.


Hintergrund:

Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Es sind drei Verhandlungsrunden für den 3. Dezember 2025, den 15./16. Januar 2026 sowie den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.

Weitere Informationen finden Sie auf der Sonderseite zur Einkommensrunde mit den Ländern.

Ein Blick nach vorn und zwei zurück – 35 Jahre BPV

Die Festveranstaltung des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes aus Anlass des 35. Jahrestages der Gründung des Verbandes am 14.6.2025 in Hermannswerder, war ein Höhepunkt. Es war eine gelungene Mischung aus Erinnerungen, Ehrungen, interessanten Gesprächen, gutem Essen und anregender Musik. Zu dieser Festveranstaltung des BPV konnten wir als Ehrengäste und Gratulanten begrüßen:

Minister Steffen Freiberg (MBJS)

Katja Poschmann (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Landtag BB),

Annerose Moras (Referentin Lehrkräftebildung im Hochschulreferat des MWFK),

Prof. Dr. phil. Juliane Noack Napoles (Leiterin Fachgebiet Erziehungswissenschaften der BTU Cottbus)

Ralf Roggenbuck (Landesvorsitzender des dbb brandenburg)

Tim Reukauf (Vorsitzender des Thüringer Lehrerverbands)

Gitta Franke-Zöllmer (ehemalige stellvertretende VBE-Bundesvorsitzende des VBE für Internationales und ehemalige Landesvorsitzende des VBE Niedersachsen)

Uwe Franke (ehemaliger Landesvorsitzender des VBE NRW und langjähriges Mitglied im Bundesvorstand)

Diese Veranstaltung war ein Blick zurück zu den Wurzeln und in die 35jährige Geschichte unseres Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes. Deshalb war es uns wichtig, Gründungsmitglieder und langjährige Aktive aus den Kreis- und Regionalverbänden einzuladen und zu ehren. Durch sie war es möglich den BPV im ganzen Land Brandenburg als eine starke Gewerkschaft und Interessenvertretung für unsere Kolleginnen und Kollegen aufzubauen und über 35 Jahre aktiv zu gestalten. Dafür unseren Dank!

Mit einer Ehrenurkunde wurden aus den Kreis- und Regionalverbänden folgende Mitglieder geehrt:

KV Elbe-Elster

Brigitta Jäpel, Sieglinde Krüger, Undine Schenke, Bettina Brundisch, Barbara Becker


Kreisverband Cottbus

Heike Steinbach, Beate Sielski, Hubertus v. Glisczinski, Evelin Mattner, Christine Fiedler, Evelyn Buchali, Andrea Skorubski, Sabine Dmitrakowa, Christa Woetzel, Inge Gericke, Gisela Bullan, Carola Bartel, Ramona Behrendt, Jörg Dietrich


KV Frankfurt/Oder 

Detlef Meyer

KV Oder-Spree

Bärbel Krüger  (Ehrenmitglied), Carmen Pöthke, Sigrid Schubert

KV Märkisch-Oderland 

Roswitha Gallasch, Gunter Gerth, Harald Höndorf


KV Teltow/Fläming 

Jutta Gottwald

RV West-Brandenburg 

Sabine Bennewitz, Jörg Bölke (Ehrenmitglied), Marina Harno


KV Oberspreewald/Lausitz 

Norbert Duve, Ralph Fritzsch, Anke Burdack, Gerhild Zander


KV Spree-Neiße 

Regina Schollmeier, Gabriele Laatz, Kerstin Wandelt, Ulrich Lindner, Manuela Höhne, Petra Gosdschan, Gerald Koban, Christa Wölk, Doreen Schöne, Manuela Härtel, Birgit Krüger, Carola Mehner

RV Barnim/Uckermark 

Heike Sternkiker

RV Nord-West-Brandenburg 

Ines Dutzmann


 

In der Festrede wurden u.a. noch einmal die ersten Wochen und Monate (1989/1990) bis zur Gründung des BPV von Christina Adler (Gründungsmitglied) in Erinnerung gebracht und durch Episoden lebendig. Aber auch die Herausforderungen und Erfolge der vergangenen 35 Jahre wurden gewürdigt.

Hartmut Stäker konnte durch eigene Erlebnisse aus der Anfangszeit des BPV beispielhaft aufzeigen, dass an vielen Orten im heutigen Land Brandenburg erste Schritte von engagierten Lehrerinnen und Lehrern gegangen wurden, um Kontakte zu Gleichgesinnten herzustellen und Gruppen zu gründen, die sich dann, vor 35 Jahren, im BPV zusammenfanden.

Das war zwar eine kurze, aber sehr intensive Phase in der Geschichte unseres Verbandes.

Von Anfang an standen uns Landesverbände des VBE (u.a. NRW, Saarland, Niedersachsen, Hessen) aktiv zur Seite. Sie organisierten gewerkschaftspolitische Veranstaltungen und berieten uns beim Aufbau des Verbandes.

Besonderer Dank für ihr persönliches Engagement für den BPV gilt dabei Uwe Franke und Gitta Franke-Zöllmer.

Sie würdigte in ihren Grußworten noch einmal die Zeit, als der BPV seine ersten Schritte in der bildungspolitischen Landschaft im Land Brandenburg machte und gleichzeitig seine Erfahrungen, Sichtweisen und Tatkraft aktiv in die Arbeit des Bundesverbandes des VBE einbrachte. Dafür sind Klaus Wünsche als Stellvertretender Bundesvorsitzender des VBE (1991 bis 2004), Hans-Günter Asmus als Rechtsstellenleiter des VBE (bis 2001) und Bernd Möbius als Präsident des BPV (1090 bis 2006) genannt.

Nicht nur in den Redebeiträgen wurden die Geschichte des BPV gewürdigt. In einer Ausstellung wurden dazu Dokumente, Artikel, Bilder und Requisiten gezeigt. Das war ein Anknüpfungspunkt zu Gesprächen mit Gästen und Mitgliedern.

Diese Veranstaltung war geprägt von der Wertschätzung unseren Gründungsmitgliedern gegenüber, aber auch von der Verbindung zu unseren jüngeren Mitgliedern. Sie waren ein wichtiger Teil unserer Veranstaltung und sind die Zukunft unseres Verbandes.

Christina Adler

Einsparung durch Stundenkürzungen und Absenkungen von Fördermaßnahmen

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband (BPV) schlägt angesichts der Stundenzuweisungen für das neue Schuljahr Alarm!

Die Schulen erhalten gekürzte Stundenbudgets, die sich im neuen Schuljahr nicht nur auf die Vertretungsreserve, Eingliederungskurse und die Ganztagsangebote auswirken, sondern gravierende Einschnitte (ca. 20%), bei der ohnehin knapp bemessenen Stundenzahl für den gemeinsamen Unterricht (Inklusion) bringen.

Das Land Brandenburg hat seine Schulen mit dem Thema Inklusion von Anfang an weitestgehend allein gelassen.  Den Schulen wurden damit Aufgaben übertragen, denen sie räumlich, personell und fachlich oft nicht gewachsen waren. Der Mangel an Sonderpädagogen und Schulsozialarbeitern verschärfte die Situation weiter. Lehrkräfte fühlen sich in ihren Klassen schon lange mit den Problemen allein gelassen.

Seiteneinsteiger und Studierende, die aufgrund des Lehrkräftemangels in den Schulen zunehmend unterrichten, sind auf diese Situation nicht vorbereitet und können an den Schulen nur selten Unterstützung finden.

Vor mehr als 10 Jahren forderte der BPV bereits bedarfsangepasste multiprofessionelle Teams (Sonderpädagogen, Psychologen, Therapeuten, Gesundheitsfachkräfte, zusätzliches päd. Personal) für die Schulen, um inklusives Lernen zu ermöglichen. Das scheiterte an der Abstimmung und Finanzierung zwischen Land und Kommunen. Einige Schulen haben inzwischen einen eigenen Weg gefunden, um notwendige Fachkräfte für ihre Schule zu finanzieren.

Den Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen, Krankheiten oder Behinderungen, und auch ihren Eltern, wird mit der Einschulung versprochen, dass sie inklusiv beschult werden.

Dieses Versprechen kann nur bedingt eingehalten werden. Die Lehrkräfte, deren erste Aufgabe es ist, den Lernprozess zu gestalten, sind mit der Vielfalt der Aufgaben in inklusiven Klassen überfordert. Ohne entsprechende Unterstützung ist ein guter Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler in einer inklusiven Klasse kaum möglich.

Der BPV hat die Entwicklung von Inklusion im Bildungsbereich seit 2010 aktiv verfolgt, denn zu diesem Zeitpunkt wurden alle Schulen zu „Inklusionsschulen“. Eigentlich ein Meilenstein für Chancengleichheit. Doch wie wurde das politisch begleitet? Aktuell hat dieses Problem im Koalitionsvertrag keinen Platz!

Die aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage unter mehr als 2700 Lehrkräften aller allgemeinbildenden Schularten, die der Verband Bildung und Erziehung (VBE) bundesweit in Auftrag gegeben hat, zeigt diese Probleme noch einmal deutlich auf und führt zu dem Fazit:

Fehlende Bedingungen bremsen die grundsätzliche Bereitschaft zu inklusivem Unterricht der Lehrkräfte aus.

Der Präsident des Brandenburgische Pädagogen-Verbandes Hartmut Stäker fordert deshalb die Landesregierung auf, die Rotstiftpolitik nicht bei denen anzusetzen, die die Schwächsten sind, die sich nicht wehren können, die aber unsere Zukunft sind – unsere Kinder.

Hintergrund: Was bedeutet Inklusion?

Inklusion bedeutet, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Behinderung oder anderen Merkmalen die gleichen Chancen haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.

Großdemo gegen die beabsichtigte Arbeitszeiterhöhung der Lehrkräfte

Die Gewekschaften des Deutschen Beamtenbundes und Tarifunion Brandenburg rufen gemeinsam mit der Gewerkschaft des Deutschen Gewerkschaftsbundes Brandenburg zur Großdemonstration auf! Seien Sie dabei und zeigen Sie der Landesregierung in aller Deutlichkeit auf, dass wir Lehrkräfte uns diese Unverschämtheit nicht gefallen lassen!

Rufen Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen zur Teilnahme auf! Unser Aufrufplakat finden Sie hier:

35 Jahre Brandenburgischer Pädagogen-Verband: Erinnerungen an den Anfang 

Der Start unseres Verbandes am 21.April 1990 war das Ergebnis eines mutigen, entschlossenen und neuen Weges vom Herbst 1989 bis April 1990. 

Von Anfang an stand die Idee, eine Stimme für die Rechte der Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher und aller pädagogischen Kräfte in unserer Region zu sein. 

Diese Idee entstand schon in den letzten Wochen des Jahres 1989 und führte im Raum Cottbus Bernd Möbius, Klaus Wünsche und Christina Adler über einen kleinen Beitrag in der Tageszeitung „Lausitzer Rundschau“ zusammen. Der erste Ideenaustausch wurde u.a. durch die Teilnahme an einer Veranstaltung in Berlin erweitert. Hier trafen sich interessierte Pädagogen aus Berlin, dem weiteren Umland und auch aus anderen Bezirken der damaligen DDR. Es sollte der „Allgemeiner Verband der Pädagogen der DDR e.V. (AVP)“ gegründet werden. Das passierte im Frühjahr am 10.03.1990 in Berlin-Hellersdorf. 

Zu diesem Zeitpunkt war der VBE in den Bezirken der DDR unterwegs, um „Starthilfe“ bei der Neuorganisation einer Gewerkschaft zu geben. 

So kam es dazu, dass die AVP-Gruppe des Bezirkes Cottbus sich dem VBE anschloss und ihren eigenen Verband am 21.04.1990 gründete. Vorausschauend auf die Neugründung des Landes Brandenburg (am 3.10.1990) wurde der Name gleich BRANDENBURGISCHER PÄDAGOGEN-VERBAND genannt. 

Der Zuspruch war groß, denn viele fühlten sich in dieser Zeit im rechtlosen Raum und wollten deshalb in unserem Verband eine Gemeinschaft Gleichgesinnter finden. 

Es war für uns alle eine große Herausforderung, denn unsere damaligen noch Vorgesetzten in der Abteilung Volksbildung konnten mit unserer Existenz nichts anfangen und versuchten uns unter Druck zu setzen. Kündigungsandrohungen und ignorieren unseres Verbandes waren an der Tagesordnung. Was uns aber ermutigte unseren Weg weiter zu gehen.  

Im Gegensatz dazu wurde die GEW durch den damaligen FDGB (die DDR-Gewerkschaft) mit der alten Mitgliederkartei versorgt und unterstützt. 

Unser Start in Cottbus war gekennzeichnet durch spontane Streiks, Kundgebungen und Einzelaktionen an den Schulen, bei denen es Mitgliedergruppen bis zu 20 Personen gab. 

Als das Land Brandenburg wiedergegründet war, gab es nach und nach den Zusammenschluss mit den ebenfalls unter dem Namen AVP gegründeten Gruppen in den ehemaligen Bezirken Frankfurt/ Oder, Potsdam und Teile des Bezirkes Neubrandenburg. Sie alle traten dem Brandenburgischen Pädagogen-Verband (BPV) bei. 

Das alles ist bereits 35 Jahre her. Wir sind in dieser Zeit einen Weg gegangen, der immer kämpferisch für die Interessen unserer Mitglieder und der Pädagogen des Landes Brandenburg geprägt war. Besonders Bernd Möbius, der unser erster Präsident war, hat gemeinsam mit Klaus Wünsche (Vizepräsident des BPV und stellv. Bundesvorsitzender des VBE) im VBE und bei unseren Landespolitikern den BPV von Anfang an nachhaltig bekannt gemacht. 

Auf dieser Basis haben wir es bis heute, dank der ehrenamtlichen Mitarbeit und des Engagements vieler Mitglieder geschafft, ein anerkannter Gesprächs- und Verhandlungspartner bei Politikern und Gewerkschaftern zu sein. 

Unsere steigenden Mitgliederzahlen zeigen, dass der BPV als zuverlässig und engagiert für die Interessen der Kolleginnen und Kollegen zählt. 

Das wollen wir am 14.6.2025 in Potsdam gemeinsam mit unseren langjährigen Mitgliedern in einer Festveranstaltung feiern und uns dabei natürlich zwischen jung und alt über die Geschichte unseres Verbandes und die aktuellen Herausforderungen austauschen. 

Christina Adler 

Sieht so Lehrkräftegewinnung aus? Einstellungsstopp für Lehrkräfte im Land Brandenburg

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband verurteilt die aktuellen Maßnahmen der Landesregierung, die mit dem fehlenden Landeshaushalt begründet werden.

In der Bildung wird in die Zukunft geplant und nicht für ein oder zwei Jahre!

Eine Landesregierung, die in ihrem Koalitionsvertrag noch vor wenigen Wochen schreibt, dass Lehrkräfte im Land Brandenburg fehlen und dringend vor allem unter Lehramtskandidaten gewonnen werden soll, schlägt gerade jungen Bewerbern die Tür vor der Nase zu!

Nach dem Einstellungstopp kursieren Entsetzen und Verunsicherung aktuell durch die Lehrerzimmer und vor allem durch die Chats der Lehramtskandidaten und der Seiteneinsteigenden, die auf Entfristung warten. Und das zurecht! Warum sollen junge Menschen, die ihr Leben planen wollen, in einem Bundesland bleiben, dass ihnen gerade die Perspektiven nimmt?

Nach der Ankündigung, dass Lehrkräfte eine Stunde mehr unterrichten sollen, sind die Verringerung der Anrechnungsstunden für besondere Aufgaben und der Einstellungsstopp zwei weitere Maßnahmen, um aus dem Bereich Bildung den Haushalt zu entlasten. Welche Auswirkungen das in der Praxis hat, davon haben die, die das angeordnet haben, keine Vorstellung.

Die Lehrkräfte, die seit Jahren in den Schulen bereit sind, trotz stetig steigender Aufgaben und Anforderungen, den Schulbetrieb am Laufen zu halten, ihr Bestes geben, um Schülerinnen und Schüler zu unterrichten und zu betreuen, sind am Limit. Sie werden verhöhnt, in dem eine Stunde Unterricht zusätzlich als Kleinigkeit abgetan wird und im Gegenzug als Entlastung Aufgaben gestrichen werden, die nur punktuell im Schuljahr greifen und gar nicht alle Lehrkräfte betreffen.

Wohl wissend, dass in den nächsten Schuljahren Lehrkräfte fehlen werden, werden immer neue Fehlentscheidungen getroffen und scheibchenweise über die Presse, statt direkt, die Betroffenen informiert. Welche Auswirkungen das auf die personelle Situation in den Schulen und die Qualität von Bildung hat, wird dabei außer Acht gelassen.

Das in den letzten Jahren mühselig aufgebaute Vertrauen wurde innerhalb einer Woche verspielt. Zusammenarbeit stellen wir uns als Gewerkschaft anders vor.

Wir sind nicht bereit diese Situation hinzunehmen und werden uns gemeinsam mit den anderen Gewerkschaften und Verbänden dagegen wehren.

Wir fordern vollständige Offenlegung der geplanten Maßnahmen!

Worauf können sich die Lehrkräfte noch verlassen, worauf müssen sich Schulen einstellen?

Pflichtstundenerhöhung für Lehrkräfte ist Wahlbetrug und ein bildungspolitischer Offenbarungseid!

Die GEW Brandenburg und der Brandenburgische Pädagogen-Verband lehnen die von der SPD und dem BSW vorgesehene Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte im Land Brandenburg strikt ab. Die Verursacher des Fachkräftemangels im Schulbereich, die zugleich auch die Verantwortung für die Arbeitszeitverdichtungen der vergangenen Jahre tragen, wollen durch die Erhöhung der Pflichtstunden ihre Verantwortung erneut auf die Lehrkräfte verschieben. Diese Erhöhung der Arbeitszeit für die Lehrerinnen und Lehrer werden wir nicht hinnehmen.

Es ist erschütternd zu sehen, welche Unkenntnis über die Realität des schulischen Alltags und der tatsächlichen Belastungen in den Schulen bei den Regierungsparteien vorherrscht. Wer vor den Wahlen eine Arbeitszeitverlängerung ausschließt und dafür eintritt, dass mehr Lehrkräfte eingestellt werden müssen und dann das Gegenteil umsetzt, begeht Wahlbetrug. Durch die vorgesehene Arbeitszeitverlängerung werden die angekündigten Effekte bezüglich der Absicherung des Unterrichtes nicht eintreten. Keine einzige zusätzliche Unterrichtsstunde wird dadurch den Schülerinnen und Schülern zusätzlich zur Verfügung stehen.

Im Gegenteil! Dadurch wird das vorzeitige Ausscheiden der lebensälteren Lehrkräfte weiter zunehmen, der Krankenstand wird neue Rekordwerte erreichen, junge Lehrkräfte werden Brandenburg meiden, Seiteneinsteiger werden in ihre herkömmlichen Berufe zurückkehren, der Anteil der Lehrkräfte in Teilzeit wird spürbar steigen und die Unterrichtsversorgung in der Fläche wird noch komplizierter werden.

Wir werden die angekündigte Maßnahme nicht hinnehmen!

Als breites Aktionsbündnis werden wir gegen die beabsichtigte Arbeitszeiterhöhung für die Lehrkräfte kämpfen.

Der Auftakt des Widerstands gegen die Pläne der Regierungskoalition wird die Begleitung der Haushaltsberatungen im Landtag sein.

Fachtagung Cottbus: Körperorientierte Stressbewältigung

>>> ANMELDUNG VERLÄNGERT BIS 02.05.2025 <<<

Ort:               Oberstufenzentrum II des Landkreises Spree-Neiße, Makarenkostraße 8/9, 03050 Cottbus

Termin:       14.05.2025 – 13.00-17.00 Uhr

Ablauf:

13.00 Begrüßung

13:15 – 15:15 Uhr Arbeit in den Seminaren

15:15 – 15:30 Uhr Pause (Imbiss)

15:30 – 17:00 Uhr Arbeit in den Seminaren

Seminarangebot

Seminar 1 – Den Lehralltag in Balance meistern und den STRESS im Klassenzimmer verringern

Referentinnen: Dr. Ing. Eva Fendrich, Ulrike Loy

Seminar 2 – Dieser Stress – Wie soll ich den nur aushalten?

Referent: Carsten Donath

Seminar 3 – Grundlagen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen

Referent: Julius Nikolaus Herbst

Seminar 4 – Seiteneinsteigende im Schuldienst – Rechte, Pflichten, Besonderheiten

Referent: Hartmut Stäker

 

Seminar 1 wird nach der Pause fortgesetzt, bei Seminar 2, 3 und 4 können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach der Pause tauschen.

Anmeldung bis zum 02.05.2025 unter holtsch@bpv-vbe.de

Geben Sie bei der Anmeldung den Seminarwunsch, Ihre Schule und die Nicht-/Mitgliedschaft im BPV an.

Teilnahmegebühr für Nicht-Mitglieder des BPV beträgt 25,00 Euro, für Mitglieder des BPV 5,00 Euro. Nach Anmeldebestätigung ist der Betrag sofort auf das Konto des BPV – Kreisverband Spree-Neiße mit der IBAN DE46 1809 2744 0000 0936 61 zu überweisen.

Die Fortbildungsveranstaltung ist als Ergänzungsangebot vom MBJS unter der Anerkennungs-Nr.: 250514-44.11-46512-250311.9 anerkannt.


Seminar 1: Den Lehralltag in Balance meistern und den STRESS im Klassenzimmer verringern Gestresst in der Schule?

Wir zeigen Ihnen neue Wege der Regulation und praxisorientierte Anregungen zur akuten Stressbewältigung für Sie selbst als Lehrkraft und für Ihre Schüler und Schülerinnen.

Durch das Kennenlernen der Prozesse des autonomen Nervensystems können Unterrichtsstörungen und Stress reduziert und Lernstoff besser verarbeitet werden.

Mit konkreten Übungen vor Ort, Fallbeispielen und Gelegenheiten zum Erfahrungsaustausch erhalten Sie hier neue Möglichkeiten für einen achtsamen Umgang mit Emotionen von Lehrkräften, Schülern und Schülerinnen.

Ihr Schulalltag kann wieder an Leichtigkeit gewinnen.

Referentinnen:

Dr.-Ing. Eva Fenrich

Wissenschaftlerin, Dozentin u. a. für hochbegabte Kinder,

Somatic Experiencing Practioner,

Heilpraktikerin für Psychotherapie

 

Ulrike Loy

Diplom-Designerin,

private Englischlehrerin, Dozentin,

Somatic Experiencing Practioner,

Heilpraktikerin für Psychotherapie


Seminar 2: Dieser Stress – Wie soll ich den nur aushalten?

Inhalte:

  • Stress, was ist das?
  • „unaufgeregter“ Umgang mit herausforderndem Verhalten
  • Frühwarnzeichen von Stress bei autistischen Menschen
  • Overload (Überlastung bei Autisten oder Menschen, die u.a. auch mit Autisten arbeiten?)
  • Shutdown (Abschalten)
  • 3 Phasen des Meltdown (reflexartige Handlungen eines Autisten, die er nicht kontrollieren kann)
  • Bewältigungsstrategien: Was kann Schüler*innen und auch Lehrer*innen guttun?
  • Resilienz (Ansätze)
  • Überlebenskoffer

Referent: Carsten Donath

Grundschullehrer, Theaterpädagoge, Dyskalkulie- und

LRS- Therapeut, Autismus-Berater, ADHS-Coach und

zertifizierter Waldbademeister


Seminar 3: Grundlagen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen

Themenschwerpunkte

Grundlagen des Schulrechts (Grundrechte, Rechtsgebiete, Normenhierarchie)

Allgemeines Persönlichkeitsrecht, Grundsatz der Gleichbehandlung, Aufgaben der Executive, Unterscheidung der Rechtsfolgen nach dem jeweiligen Rechtsgebiet, Häufige Fragen im Schulbetrieb (Toilettengang, digitale Endgeräte, Taschen, Fundsachen…) etc.

Referent: Julius N. Herbst

Studium der Rechtswissenschaft; Autor der Zeitschrift Schulrecht heute; zertifizierter und geprüfter Datenschutzbeauftragter; Mitarbeit als Referent und Autor für Schulrecht


Seminar 4: Seiteneinsteigende im Schuldienst – Rechte, Pflichten, Besonderheiten

Ausgehend von den allgemeinen Rechten und Pflichten eines Arbeitnehmers werden die Besonderheiten bei einer Anstellung

als Tarifbeschäftigte(r) im Schuldienst erläutert.

Im Vortrag wird auf die für Seiteneinsteigende geltenden Rundschreiben eingegangen, die sich aus den Vereinbarungen zwischen Landesregierung und Gewerkschaften und Verbänden ergeben. Beispielgebend seien hier Begrenzungen beim Einsatz im Unterricht und Rechte zur Fortbildung und Qualifizierung genannt.
Auf entstehende Fragen wird versucht, einzugehen.

  • Welche besonderen Regelungen gibt es für Seiteneinsteigende im Schuldienst?
  • Kann man in allen Fächern und überall eingesetzt werden?
  • Gibt es Möglichkeiten „richtige“ A13-Lehrkraft zu werden?
  • Wo findet man Regelungen für die Seiteneinsteigenden?

Referent: Hartmut Stäker

Präsident des BPV