Digitalisierung in der Schule – Herausforderung oder Überforderung?

9. Fachtagung des BPV in Potsdam: Wir laden alle interessierten Kolleginnen und Kollegen ein, die sich gern auf dem Gebiet der Anwendung digitaler Medien im Unterricht fortbilden wollen. Dafür stehen Fachleute aus Wissenschaft und Praxis mit Ideen und Anregungen bei unserer Fachtagung zur Verfügung. Aber auch Neueinsteiger sind herzlich willkommen! Frau Dr. Heike Schaumburg von…

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Fortbildungsangebot zu schulischer Inklusion

Die Universität Potsdam bietet eine Basisfortbildung zum Thema Inklusion für Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal an. Die Fortbildung ist für alle Teilnehmenden zertifiziert, kostenlos, wissenschaftlich fundiert und evidenzbasiert. Die Inhalte fußen auf einer intensiven Befragung von Lehrkräften und pädagogischem Personal und sind damit eng an den Bedürfnissen im schulischen Alltag orientiert. Teilnehmen können Klassenteams aus…

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Bericht: Mitglieder konfrontieren Politik mit ihren Forderungen – Mitgliederversammlung des BPV zur Diskussion der Wahlprüfsteine

Auf Einladung des Landesvorstandes des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes kamen am Samstag, den 15.06.2019, ca. 30 Lehrerinnen und Lehrer zusammen, um mit Politikern aktuelle Probleme in der Bildungspolitik Brandenburgs und deren Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren. Anlass war die bevorstehende Landtagswahl im September 2019. Der Vorstand des BPV hatte ausgehend von den beschlossenen Wahlprüfsteinen Fragen im Vorfeld an die…

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Schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung im Land Brandenburg

Die Universität Potsdam bietet im ersten Schulhalbjahr 2019/2020 kostenfreie Fortbildungsworkshops für interessierte Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung im Land Brandenburg (kurz: EVeLaB) an. Durchgeführt werden 12 thematisch unterschiedliche Workshops. Die Teilnehmenden werden hierbei im Selbsterfahrungsformat das gesamte Unterrichtsmaterial als Lernende ausprobieren und erhalten ergänzend dazu fundiertes Fachwissen. Die Fortbildung trägt damit…

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Digitalisierung in der Schule – Herausforderung oder Überforderung?

9. Fachtagung des BPV in Potsdam:

Wir laden alle interessierten Kolleginnen und Kollegen ein, die sich gern auf dem Gebiet der Anwendung digitaler Medien im Unterricht fortbilden wollen. Dafür stehen Fachleute aus Wissenschaft und Praxis mit Ideen und Anregungen bei unserer Fachtagung zur Verfügung. Aber auch Neueinsteiger sind herzlich willkommen!

Frau Dr. Heike Schaumburg von der Humboldt-Universität zu Berlin, die sich in ihrer Arbeit speziell mit der Digitalisierung in der Schule auseinandersetzt, wird uns als Hauptreferentin und Seminarleiterin zur Verfügung stehen.

Ihre Forschungs- und Arbeitsfelder sind u.a.

  • Lehren und Lernen mit neuen Medien
  • Digitalisierung und Inklusion
  • Digitalisierung und Lehrkräftebildung

Darüber hinaus werden uns weitere Referenten aus der Schulpraxis und Medienarbeit ihr Wissen zur Verfügung stellen.

Wann:  14.11.2019 von 9.00 – 16.00 Uhr
Wo:      Potsdam, Grundschule Am Priesterweg

Fortbildungsangebot zu schulischer Inklusion

Die Universität Potsdam bietet eine Basisfortbildung zum Thema Inklusion für Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal an. Die Fortbildung ist für alle Teilnehmenden zertifiziert, kostenlos, wissenschaftlich fundiert und evidenzbasiert. Die Inhalte fußen auf einer intensiven Befragung von Lehrkräften und pädagogischem Personal und sind damit eng an den Bedürfnissen im schulischen Alltag orientiert. Teilnehmen können Klassenteams aus 2-3 Kolleg*innen der Jahrgangsstufe 8 an allgemeinbildenden Schulen sowie der Eingangsstufe an berufsbildenden Schulen.

Die Fortbildung ist in zwei Präsenzblöcke aufgeteilt und wird parallel an zwei Standorten durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie im angehängten Flyer.

Wo & Wann?: Potsdam (7/8.11.2019 und 20/21.02.2020) und Eberswalde (14./15.11.2019 und 27/28.02.2020)

Infos und Anmeldung: http://www.stiel-verbund.de/stiel-fortbildung/#toggle-id-3; https://twitter.com/stielprojekt; per Email: stiel-projekt@uni-potsdam.de; telefonisch: 0331 / 977 2924.

Entscheidungshilfe für die Landtagswahl in Brandenburg

Am 15.06.2019 hatte der BPV zu einer offenen Mitgliederversammlung eingeladen. Gegenstand dieser Veranstaltung war ein Austausch mit den für Bildung verantwortlichen Politikern der Parteien, die voraussichtlich nach der Landtagswahl 2019 im Brandenburger Landtag vertreten sein werden. Wir hatten dazu an die SPD, DIE LINKE, die CDU, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, die AfD und die FDP entsprechende Einladungen und die Bildung betreffende Fragen geschickt.

Die Vertreter von CDU, SPD und LINKE ließen sich entschuldigen. Sie konnten aufgrund zeitgleicher wichtiger parteiinterner Termine nicht erscheinen, schickten uns aber als Diskussionsgrundlage Antworten zu unseren Fragen. Petra Budke, Landesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Jeff Staudacher, bildungspolitischer Sprecher der FDP, standen uns Rede und Antwort und diskutierten mit uns. Die AfD meldete sich nicht.

Aus den in der Veranstaltung gewonnenen Informationen, aus den von den nicht anwesenden Parteien zugeschickten Antworten und aus den bis zum 15.07.2019 veröffentlichten Wahlprogrammen der Parteien habe wir für den Bereich Bildung die Ziele gegenübergestellt. Diese Gegenüberstellung (die nicht den Anspruch auf Vollständigkeit hat) und die Grundsätze des BPV zur Landtagswahl 2019 (Wahlprüfsteine) können Sie hier einsehen und herunterladen. Wir stellen Ihnen damit eine Entscheidungshilfe für Ihre Stimmabgabe am 01.09.2019 zur Verfügung:

Fortbildung Schulrecht Regionalverband Prignitz/Ostprignitz-Ruppin

„Justizfeste Leistungsbewertung“ sowie „Disziplinarische Verstöße und schulrechtliche Reaktionen“ – Fortbildungsveranstaltung des BPV für alle interessierten Lehrer*innen und Schulleiter*innen des Schulamtsbereiches Neuruppin

Termin: 12. September 2019, 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Kreisverwaltung OPR, Konferenzraum 027,
Heinrich-Rau-Straße 27 – 30, 16816 Neuruppin
Referent: Dr. jur. Günther Hoegg

Thema 1: „Justizfeste Leistungsbewertung“
Immer häufiger hinterfragen kritische Schüler oder Eltern die von Ihnen gegebenen Noten
und wünschen Erklärungen bzw. verlangen Rechtfertigungen. Welche Anforderungen
müssen Sie eigentlich erfüllen, damit Ihre Noten einer kritischen Überprüfung durch
Schüler oder deren Eltern, durch Ihre Schulleitung, die vorgesetzte Schulbehörde oder
sogar durch ein Gericht standhalten?
Sie lernen die von den Verwaltungsgerichten aufgestellten Grundsätze für eine korrekte
Leistungsbewertung sowie Ihren Beurteilungsspielraum und dessen Grenzen kennen.

Thema 2: „Disziplinarische Verstöße und schulrechtliche Reaktionen“
Wenn wohlmeinende pädagogische Ermahnungen störende Schüler nicht mehr erreichen,
bleibt manchmal nur der Griff zu schulrechtlichen Maßnahmen. Aber welche Maßnahmen
dürfen Sie eigentlich problemlos ergreifen? Welche liegen schon in der juristischen
Grauzone? Und von welchen Reaktionen sollten Sie besser die Finger lassen, um nicht
irgendwann mit bösen Vorwürfen (oder Schlimmerem) konfrontiert zu werden?
Sie erfahren den rechtlich bedeutsamen Unterschied zwischen gesetzlich vorgegebenen
Ordnungsmaßnahmen, für die Konferenzbeschlüsse erforderlich sind, und den milderen
Erziehungsmitteln (pädagogischen Maßnahmen), die von jeder Lehrkraft formlos ergriffen
werden können.
Da aber auch diese Maßnahmen gegenüber Schülern und deren Eltern gerechtfertigt
werden müssen, erfahren Sie, wie Sie am besten vorgehen, um rechtlich nicht angreifbar
zu sein.

Zur Anmeldung beachten Sie bitte nachfolgende Veranstaltungsausschreibung:

Bericht: Mitglieder konfrontieren Politik mit ihren Forderungen – Mitgliederversammlung des BPV zur Diskussion der Wahlprüfsteine

Auf Einladung des Landesvorstandes des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes kamen am Samstag, den 15.06.2019, ca. 30 Lehrerinnen und Lehrer zusammen, um mit Politikern aktuelle Probleme in der Bildungspolitik Brandenburgs und deren Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren.

Anlass war die bevorstehende Landtagswahl im September 2019. Der Vorstand des BPV hatte ausgehend von den beschlossenen Wahlprüfsteinen Fragen im Vorfeld an die Politiker gerichtet, über die diskutiert werden sollte. Es wurden offen alle Dinge angesprochen, die den anwesenden Lehreinnen und Lehrern in ihrer Arbeit am Herzen liegen und wo ihnen der Schuh drückt: Von Seiteneinsteigerproblematik, über Vertretungsreserve bis zu Anrechnungsstunden und Entlastung durch multiprofessionelle Teams.

Vieles stimmt nicht mehr in der Bildung in Brandenburg. Die Lehrer klagen zu recht an Überlastung und Überfrachtung mit immer neuen Aufgaben. „Wir werden das Konzept ‚Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken‘ des BPV aufgreifen. Schulsozialarbeiter gehören an jede Schule. IT-Fachleute müssen zu Pflege der digitalen Technik eingestellt werden und die Lehrer entlasten. Ebenso gehören Schulgesundheitskräfte in die Schule“, verspricht Petra Budke, Landesvorsitzende von Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Jeff Staudacher von der FDP moniert die Ausfallstatistik. „Wenn mehr als 10% der im Stundenplan geplanten Unterrichtsstunden nicht nach Plan gehalten werden, weil allein aus Krankheitsgründen in durchschnittlich 8% der Stunden die Lehrer fehlen, ist eine Ausfallstatistik mit 2.1% des absoluten Stundenausfalls ein Selbstbetrug des MBJS. Hier wird auf dem Rücken der Lehrer und Schüler durch Zusammenlegung von Klassen und sogenannten Lernaufgaben die offizielle Angabe geschönt.“ Staudacher verlangt eine Erhöhung der Vertretungsreserve auf mindestens 8%.

Unschön war, dass die Vertreter von CDU, SPD und LINKE fehlten, auch wenn die Gründe ihres Fehlens durchaus verständlich waren. Ein offener Widerstreit zwischen den verschiedenen Lösungskonzepten der Parteien konnte so nicht entstehen. „Trotzdem“, so ist sich der Präsident des BPV Hartmut Stäker sicher, “hat diese Veranstaltung den teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer Orientierung für die Stimmabgabe und den Parteivertretern Anregungen für politische Konzepte gegeben.“

v.l.n.r.: Hartmut Stäker, Petra Budke, Jeff Staudacher Foto: H. Müller

Persönlichkeit gefragt! Bildung, die Werte vermittelt und für Demokratie begeistert

Mit jährlich wechselnden Schwerpunktthemen werden Bildungseinrichtungen geehrt, die durch ihre erfolgreiche Arbeit zur Verbesserung des Bildungssystems beitragen und Vorbildfunktion für andere Institutionen haben können. Mit dem Deutschen Arbeitgeberpreis für Bildung will der Bund der Deutschen Arbeitgeber (BDA) das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer sichtbar machen. Es soll dazu motiviert werden, erfolgreiche Konzepte und Anwendungsbeispiele in die Fläche zu tragen. In den vergangenen 20 Jahren wurden insgesamt 78 Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland mit dem Preis ausgezeichnet.

Das Thema 2019 lautet:

Persönlichkeit gefragt! Bildung, die Werte vermittelt und für Demokratie begeistert

Gesucht werden erfolgreiche Projekte, die junge Menschen auf ihrem Weg der Persönlichkeitsbildung unterstützen und ihnen die Fähigkeiten und das Interesse vermitteln, um unsere Demokratie aktiv mitzugestalten.

Der Deutsche Arbeitgeberpreis für Bildung 2019 ist mit 10.000 € dotiert und wird an je eine Bildungseinrichtung der folgenden Kategorien vergeben:

    • Frühkindliche Bildung
    • Schulische Bildung
    • Berufliche Bildung
    • Hochschulische Bildung,

Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine Jury von Bildungsexpertinnen und -experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Stiftungswesen und Politik. Die Ausschreibung ist am 23.04.2019 gestartet. Die Bewerbungsfrist läuft bis 15.08.2019. Die Preisverleihung findet am 12. November 2019 beim Deutschen Arbeitgebertag in Berlin statt. Unterstützt wird der Deutsche Arbeitgeberpreis für Bildung von der Deutschen Bahn AG und der Deutschen Telekom AG.

Näheres finden Sie unter www.arbeitgeberpreis-fuer-bildung.de.

Schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung im Land Brandenburg

Die Universität Potsdam bietet im ersten Schulhalbjahr 2019/2020 kostenfreie Fortbildungsworkshops für interessierte Lehrerinnen und Lehrer zum Thema Schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung im Land Brandenburg (kurz: EVeLaB) an.
Durchgeführt werden 12 thematisch unterschiedliche Workshops. Die Teilnehmenden werden hierbei im Selbsterfahrungsformat das gesamte Unterrichtsmaterial als Lernende ausprobieren und erhalten ergänzend dazu fundiertes Fachwissen. Die Fortbildung trägt damit maßgeblich zur Qualifizierung der Lehrkräfte für die Erfordernisse des neuen Rahmenlehrplans bei. Am Ende der Fortbildung erhalten alle teilnehmenden Schulen das entwickelte Unterrichtsmaterial. Pro Schule können bis zu drei Lehrkräfte (gern auch unterschiedlicher Fachrichtungen) an den Workshops teilnehmen.
Entsprechend dem Fortbildungskonzept ist die Teilnahme von in der Regel drei Workshops pro Lehrkraft vorgesehen (Dauer: ca. 3 Stunden pro Workshop). Unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsgrenzen der Schulen wird von der Teilnahme einer Lehrkraft pro Schule am jeweiligen Themenworkshop ausgegangen. Die Teilnehmenden erleben in den jeweiligen Workshops zwei exemplarische Unterrichtsstunden zu dem gewählten Thema im Selbsterfahrungsformat.
EVeLaB ist ein vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg anerkanntes Ersatzangebot zur staatlichen Lehrkräftefortbildung. Daraus ergeben sich die Vorteile der Reisekostenerstattung für die Lehrkräfte, sowie deren Unterrichtsfreistellung für die Teilnahme an den Workshops (unter Berücksichtigung der individuellen Leistungsgrenzen der Schulen).

Interessierte Lehrkräfte senden ihre Bewerbung bitte an das Bewerberportal:
Bewerbung
Hier sind neben dem Bewerbungsformular auch weitere Teilnahmedetails abrufbar.
Bewerbungsschluss ist am 07.06.2019.

Regionale Brandenburger Tafelrunden – Projekt im Rahmen der „Qualitätsoffensive Schulverpflegung“

Regionale Brandenburger Tafelrunden – ein neues Projekt im Rahmen der „Qualitätsoffensive Schulverpflegung“

Mitte März startete ein neues Projekt der LAG für politisch-kulturelle Bildung in Brandenburg e.V., in dessen Verlauf bis zum Ende des Jahres in vier größeren Regionen „Tafelrunden“ durchgeführt werden. Die Ausdehnung auf ganz Brandenburg soll viele verschiedene Akteure aus dem ganzen Bundesland ansprechen, denen die kontinuierliche Verbesserung der Schulverpflegung wichtig ist. Dabei wird es vor allem darum gehen, Akteure der gesamten Kette – also von der Landwirt*in bis hin zu Lehrer*in und Schüler*in – zu aktivieren und zur Teilnahme an Diskussion und Austausch und zur Mitarbeit an zukünftigen Lösungen einzuladen.

Nachhaltige Entwicklungsprozesse und Erhöhung des BIO-Anteils, regionale Wertschöpfungsketten, Schulverpflegung als Gemeinschaftsaufgabe sowie als Chance für kommunale Entwicklung und Ansätze im Bereich der Ernährungsbildung sollen dabei ebenso thematisiert werden wie andere Perspektiven auf den Preis von Schulmahlzeiten, der die Diskussion oft noch dominiert. Zu Recht?

Aufgrund dessen, dass Lehrer*innen für uns eine sehr wichtige Zielgruppe in diesem Projekt darstellen, und aufgrund der Tatsache, dass auch immer weniger Lehrer*innen in Brandenburg an der Schulverpflegung teilnehmen, möchten wir Lehrer*innen nicht nur sehr herzlich zur Teilnahme an den Veranstaltungen einladen, sondern diese auch bitten, uns in kurzen Sätzen oder Stichworten (oder auch gerne in gemalten Bildern 😉 ) mitzuteilen, wie Ihre ideale Schulverpflegung aussehen sollte. Was erwarten und wünschen sich Lehrer*innen von der Verpflegung an Brandenburger Schulen?

Die Antworten, die selbstverständlich gemäß der Datenschutzverordnung behandelt, ohne Personenbezug ausgewertet und nach Abschluss des Projekts gelöscht werden, schicken Sie bitte an

tafelrunden@posteo.de

Weitere Informationen sowie die Termine der einzelnen Veranstaltungen finden Sie unter:

https://www.lag-brandenburg.de/projekte/bne-bildung-f%C3%BCr-nachhaltige-entwicklung/tafelrunden/

 

24.08.19 von 13-18 Uhr
12.09.19 von 15-19 Uhr
23.10.19 von 15-19 Uhr
30.10.19 von 15-19 Uhr

Wir brauchen mehr Zeit für das Handschreiben in der Schule

Umfrage unter Lehrkräften zeigt Probleme mit dem Handschreiben, Ursachen und Handlungsmöglichkeiten

Die große Mehrheit der Lehrkräfte in Deutschland sieht eine Verschlechterung der für die Entwicklung einer Handschrift notwendigen Kompetenzen bzw. der Handschrift der Schülerinnen und Schüler allgemein. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die der Verband Bildung und Erziehung (VBE) gemeinsam mit dem Schreibmotorik Institut von September 2018 bis Januar 2019 durchgeführt hat. Die Studie trägt den Titel STEP 2019 („Studie über die Entwicklung, Probleme und Interventionen zum Thema Handschreiben“). Es beteiligten sich bundesweit über 2.000 Lehrkräfte an der Online-Befragung.

„Das Schreiben mit der Hand ist genauso wichtig wie das Lesen und die Rechtschreibung“, sagt Dr. Marianela Diaz Meyer, Geschäftsführerin des gemeinnützigen Schreibmotorik Instituts. „Es geht dabei nicht in erster Linie ums Schönschreiben oder um eine Kulturtechnik, die heute mehr oder weniger verzichtbar erscheint. Beim Handschreiben – das belegen auch zahlreiche Studien – geht es um Bildung. Handschreiben unterstützt die Rechtschreibung, das Lesen, das Textverständnis, letztlich die schulischen Leistungen insgesamt.“ Diese positiven Wirkungen sehen auch über 90 Prozent der befragten Lehrkräfte.

Allerdings fehlt es an den Bedingungen, das Handschreiben besser zu fördern. Fast drei Viertel der Lehrkräfte geben an, dass häufig zu wenig Zeit für individuelle Förderung in der Schule sei, 64 Prozent, dass häufig zu wenig Zeit für das Üben in der Schule bleibe. Über die Hälfte sagen, dass der Lehrplan zu wenig Wert auf das Schreibenlernen lege. Außerdem fehlen häufig Fortbildungsangebote und Hilfestellungen für die Lehrkraft.

Für Brandenburg liegen leider keine verwertbaren statistischen Zahlen vor. Dafür haben zu wenig Brandenburger Lehrerinnen und Lehrer an der Online-Befragung teilgenommen. Der Präsident des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes Hartmut Stäker meint zu dieser Befragung: „Die Studie bestätigt das, was man oft im Unterricht beobachten kann: Es gibt zwar noch Kinder, denen das Schreiben leicht fällt. Aber es gibt immer mehr Kinder, denen das Schreiben mit der Hand große Mühe bereitet. Manche wissen nicht, wie sie den Stift richtig halten sollen. Andere verkrampfen beim Schreiben so sehr ihre Hand, dass sie nach wenigen Worten unterbrechen müssen. Da das Handschreiben aber eine sehr wichtige Komponente beim Verinnerlichen von Texten ist, muss es ständig gepflegt werden. Doch im Unterricht fehlt häufig die Zeit, das Tafelbild abschreiben zu lassen oder den Merktext mittels Diktat aufschreiben zu lassen. Dann wird das Tafelbild zum Abfotografieren mit dem Handy freigegeben oder der Text als Kopie an die Schüler verteilt. Fehlende Zeit ist hier das Problem, Zeit zum Schreibenlernen und Zeit zum Schreibenüben. Erst recht, wenn zu Hause nicht die nötige Hilfe oder Unterstützung gegeben werden kann.“

Kernergebnisse der Studie:

  • Bewertung Handschrift: Nur vier Prozent der befragten Lehrerinnen und Lehrer im Sekundarbereich sind mit der Handschrift ihrer Schüler zufrieden. Grundschullehrkräfte sagen, dass mehr als ein Drittel der Kinder (37 Prozent) Probleme hat, eine gut lesbare, flüssige Handschrift zu entwickeln. Lehrkräfte von weiterführenden Schulen sehen im Schnitt sogar bei 43 Prozent ihrer Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten.
  • Probleme: Jungen sind deutlich stärker betroffen: Nach Einschätzung der Lehrerinnen und Lehrer in der Primarstufe haben 45 Prozent der Jungen Probleme mit dem Handschreiben, aber nur 29 Prozent der Mädchen. In der weiterführenden Schule haben nach Lehrermeinung sogar 53 Prozent der Jungen Probleme und nur 33 Prozent der Mädchen. Nur zwei von fünf Jugendlichen in der Sekundarstufe können 30 Minuten und länger beschwerdefrei schreiben. Zudem stellen die Lehrkräfte schulformübergreifend zu 93 Prozent eine unleserliche Schrift fest, zu 91 Prozent zu langsames Schreiben. Die Auswirkungen machen sich besonders im Sekundarbereich bemerkbar.
  • Ursachen: Vor allem zu wenig Routine, schlechte Motorik und Koordination sowie Konzentrationsprobleme gaben über zwei Drittel der Lehrkräfte als häufige Problemursachen an. Auch die fortschreitende Digitalisierung der Kommunikation und der zu starke Medienkonsum werden von mindestens der Hälfte der Befragten als problematisch empfunden. Außerdem fehlt es an Zeit und Verankerung im Lehrplan.
  • Handlungsmöglichkeiten: Fast alle Lehrkräfte sprechen sich für mehr feinmotorische Aktivitäten, wie basteln, malen und kochen, aus. Drei Viertel der Befragten denken, dass ein spezielles schreibmotorisches Training, mehr Üben zu Hause und in der Schule sowie das Wecken von Interesse am Handschreiben helfen könnten. Hier sind auch die Eltern als Rollenvorbilder gefragt. Fast 70 Prozent sehen, dass es mehr individuelle Förderung und gezielte Hilfestellung auch in höheren Klassen braucht.

Diese Einschätzung teilt auch Dr. Diaz Meyer: „Eine verstärkte Förderung des Schreibens mit der Hand sollte vom Kindergarten bis in die weiterführenden Schulen und zu Hause gewährleistet werden. Die interdisziplinäre Forschung, wie das Handschreiben gefördert werden kann, ist zudem auszuweiten.“ Eine Studie belege, dass schon eine Stunde schreibmotorisches Training pro Woche ausreicht, damit Kinder signifikant besser und schneller schreiben lernen. Stäker betont: „Schreiben mit der Hand ist essenziell. Es fördert Denkprozesse und hilft beim Lernen. Dies kann für das Tippen auf der Tastatur nicht bewiesen werden. Die Politik muss also das Handschreiben wieder stärker in der Schule verankern, ob im Lehrplan oder durch mehr personelle Ressourcen für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler und vor allem mehr Zeit.“

In der Befragung wurde auch darauf eingegangen, ob das Schreiben mit digitalen Endgeräten geeignet ist für den Unterricht. Während über 90 Prozent der Lehrkräfte Stift und Papier als gut geeignete Schreibmedien empfinden, tun dies mit Blick auf Tastatur und Computer 22 Prozent der Grundschullehrkräfte und 61 Prozent der Sekundarschullehrkräfte. Immerhin fast jede fünfte Grundschullehrkraft und fast die Hälfte der Sekundarschullehrkräfte findet die Kombination aus Tablet und Stift gut geeignet. Das Smartphone fällt jedoch durch: Drei Viertel der Grundschullehrkräfte und 59 Prozent der Sekundarschullehrkräfte hält es für schlecht bis kaum geeignet. Stäker folgert daraus: „Wenn man beim Einsatz von digitalen Endgeräten auf die Nutzung von privaten Geräten der Schüler setzt, ist das Smartphone das falsche Gerät. Diese Geräte müssen mindestens die Größe von Tablets haben und mit Eingabestiften nutzbar sein. Dafür muss die Politik sorgen.“

Die Charts zur Studie können unter diesem Link angesehen werden: https://www.vbe.de/service/meinungsumfragen/handschreiben-2019/