Sehr geehrte BPV-Mitglieder, liebe Kolleginnen und Kollegen,

aufgrund der aktuellen Lage fand gestern ein Krisengespräch zwischen Bildungsministerin Ernst und Vertretern der GEW, des BPV und des BLV statt.

Dabei wurde das MBJS aufgefordert die Regelungen des RS 10/20 zu korrigieren bzw. einzelne Anweisungen zurückzunehmen. Insbesondere die Nr. 2b, wonach die Dienstpflichten grundsätzlich in der Schule zu erledigen sind, wurde durch uns beanstandetet. Im Gespräch bestand Konsens, das dies den Bemühungen, soziale Kontakte zu minimieren, entgegensteht. Die Ministerin versprach, diese Anweisung zu konkretisieren bzw. abzuändern. Unter den Hinweisen des Rundschreibens zu 2b wurde auch die Empfehlung gegeben, die unterrichtsfreie Zeit für schulinterne Fortbildungen über das BUSS zu nutzen. Diese Passage soll ebenfalls zurückgenommen werden.

Aufgrund vieler Beschwerden, die diesbezüglich bei uns eingegangen sind, hat der BPV sich gestern Abend noch mit einem Brief an die Ministerin gewandt.

Bisher jedoch hat das Ministerium nicht reagiert, was wir als sehr fahrlässig ansehen. Die Kolleginnen und Kollegen, die ab morgen in der Schule ihre Präsenzzeit „absitzen“ sollen, können vor Ort aufgrund fehlender Materialien und Technik nicht effektiv an den Aufgabenstellungen für den Fernunterricht arbeiten. Im Gegenteil: Durch ihre gemeinsame Anwesenheit kommt es zu vermeidbaren Kontakten und eventuell vorhandene Coronaviren haben eine gute Möglichkeit sich gleichmäßig unter den Anwesenden zu verteilen.

Es gibt einige SchulleiterInnen, die entgegen der Anweisung der Präsenzzeit aus dem Rundschreiben 10/20 ihre KollegInnen von zuhause aus arbeiten lassen. Denen danken wir.

Ungeklärt ist noch, wie der Schulbetrieb für Förderschulen mit dem Schwerpunkt „geistige Entwicklung“ organisiert wird. Hier ist laut Rundschreiben der Unterrichtsbetrieb zu sichern. Eine Umstellung auf Ferienbetrieb ist nach Aussagen des MBJS nicht möglich, da dann die Betreuung durch andere Träger zu erfolgen hat. An einer Lösung wird gearbeitet.

Des Weiteren gibt es in einigen Kommunen Überlegungen, den Hortbetrieb teilweise durch Lehrkräfte absichern zu lassen. Dazu sind Sie nicht verpflichtet, können sich aber freiwillig breiterklären.

Für die Durchführung der Abiturprüfungen und der Prüfungen zum mittleren Schulabschluss hofft man, dass diese zu den regulären Terminen stattfinden können. Man denkt aber auch über die Verlegung auf die Nachschreibetermine nach. Es sollen voraussichtlich die Schüler entscheiden, zu welchen Terminen sie sich optimal vorbereitet fühlen. Sollten die Prüfungen verschoben werden müssen, dann werden zunächst die Nachschreibetermine zu regulären Terminen. Neue Nachschreibetermine werden dann bekanntgegeben.

Bitte gehen Sie davon aus, dass auch nach Ostern noch nicht mit einem regulären Schulbetrieb zu rechnen ist. Versuchen Sie lösungsorientiert den Spagat zwischen Dienstpflichten und Eigenschutz hinzubekommen. Ebenso gilt für Lehrkräfte kein besonderer Status, so dass bspw. auch kein Anspruch auf Notfallbetreuung für Ihre Kinder besteht.

Bleiben Sie gesund!

Für Fragen stehen wir Ihnen auf den gewohnten Kontakten zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

 

Hartmut Stäker


Aktualisierung: Unmittelbar nach Versenden der Mitgliederinfo hat das MBJS Ergänzungen zum Rundschreiben 10/20 erlassen, die die in der Info angesprochenen Punkte lösen bzw. entschärfen. Wir bitten, diese zur Kenntnis zu nehmen. Diese Ergänzungen stehen hier zum Download bereit:

Hiermit laden wir alle BPV-Mitglieder zum 1. VBE Forum 2019 in Berlin ein. Die Veranstaltung steht unter dem Titel: „Zukunft lebenswert gestalten – Was geht, was bleibt, was kommt? Welche Werte und Kompetenzen braucht es in einer sich verändernden Gesellschaft?“.

Das VBE-Forum 2019 findet

am 23.11.2019 von 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr

im dbb-Forum Berlin (Friedrichstraße 169, 10117 Berlin) statt.

Erreichbar ist das dbb-Forum am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln (S-Bahnhof Friedrichstraße oder U-Bahnhof Französische Straße). Die Fahrtkosten trägt jeder Teilnehmende selbst bzw. stellt einen Antrag beim  jeweiligen Kreis- bzw. Regionalverband. Die Teilnahme ist kostenfrei. Aus organisatorischen Gründen ist es notwendig,  die Absicht zur Veranstaltungsteilnahme vorab anzumelden. Senden Sie hierzu eine E-Mail an Präsident Hartmut Stäker an staeker@bpv-vbe.de

Die Universität Potsdam bietet eine Basisfortbildung zum Thema Inklusion für Lehrkräfte und anderes pädagogisches Personal an. Die Fortbildung ist für alle Teilnehmenden zertifiziert, kostenlos, wissenschaftlich fundiert und evidenzbasiert. Die Inhalte fußen auf einer intensiven Befragung von Lehrkräften und pädagogischem Personal und sind damit eng an den Bedürfnissen im schulischen Alltag orientiert. Teilnehmen können Klassenteams aus 2-3 Kolleg*innen der Jahrgangsstufe 8 an allgemeinbildenden Schulen sowie der Eingangsstufe an berufsbildenden Schulen.

Die Fortbildung ist in zwei Präsenzblöcke aufgeteilt und wird parallel an zwei Standorten durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie im angehängten Flyer.

Wo & Wann?: Potsdam (7/8.11.2019 und 20/21.02.2020) und Eberswalde (14./15.11.2019 und 27/28.02.2020)

Infos und Anmeldung: http://www.stiel-verbund.de/stiel-fortbildung/#toggle-id-3; https://twitter.com/stielprojekt; per Email: stiel-projekt@uni-potsdam.de; telefonisch: 0331 / 977 2924.

Am Sonnabend, den 11.05.2019, findet in Spremberg, in den Räumen der Heidegrundschule unser Fortbildungstag „Herausforderung Schulalltag 6“ statt.

Unsere zentralen Themen sind in diesem Jahr die Digitalisierung und die damit verbundenen Probleme, bezüglich Urheberrecht, Datenschutz an Schulen, Leistungsbewertung u.v.a.m.

 

Für den Einführungsvortrag konnten wir Dr. jur. Günther Hoegg gewinnen, der vielen von Ihnen sicher bereits durch Bücher und Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Schulrecht bekannt ist.
In den anschließenden Workshops wollen wir mit Teilnehmern praxisorientierte Lösungsstrategien und – ansätze erarbeiten, die ihnen helfen, bei ihrer täglichen Arbeit in der Schule, diesen Problemen zu begegnen. Das Programm sowie das Anmeldeformular finden Sie hier:


Im Jahre 2011 war der VBE angetreten und hat mit seiner Kampagne „Gerechtigkeit wa(a)gen“ für einheitliche Bezahlung aller Lehrer, unabhängig von der Schulstufe, in der sie unterrichten, gekämpft. Nun scheint im Bundesland Brandenburg erstmals das Ziel erreicht. In der allerletzten Sitzung vor Weihnachten und dem Jahreswechsel hat der Landtag Brandenburg am 14.12.18 das „Gesetz zur Änderung besoldungs- und versorgungsrechtlicher sowie weiterer beamtenrechtlicher Vorschriften 2018“ beschlossen. Es trat zum 01. Januar 2019 bereits in Kraft. Inhalt des Gesetzes sind die beschlossenen Veränderungen aus den Verhandlungen zwischen den Gewerkschaften und Verbänden mit der Landesregierung vom November 2017.
Konkret bedeutet das für den Schulbereich: Lehrerinnen und Lehrer mit einem Lehramt der Primarstufe und Lehrerinnen und Lehrer mit einer Lehrbefähigung für nur ein Fach der Sekundarstufe I, die bisher nach der Besoldungs- bzw. Entgeltgruppe A12/E11 bezahlt wurden, erhalten jetzt A13/E13. Lehrerinnen und Lehrer mit einem Lehramt der Sekundarstufe I bzw. mit einer Lehrbefähigung für zwei Fächer der Sekundarstufe I wurden ja bereits mit Wirkung vom 01.August 2017 in die A13/E13 angehoben.
Somit werden jetzt alle Lehreinnen und Lehrer mit einer vollständigen Lehrerausbildung nach A13/E13 bezahlt. Auch die Lehrerinnen und Lehrer mit einer DDR-Lehrerausbildung werden mit A13/E13 bezahlt bzw. haben die Möglichkeit, diese Eingruppierung in naher Zukunft zu erreichen. Die Lehrer unterer Klassen (LuK), ehemals in der DDR mit einer Lehrbefähigung für die Klassen 1 bis 4 ausgebildet, werden ab 01.01.2019 von A11/E10 in die A12/E11 angehoben. Mittels Bewährung können diese dann ab 01.08.2020 ebenfalls in die A13/E13 befördert werden.
Damit ist Brandenburg das erste Bundesland, das Lehrerinnen und Lehrer mit einer vollständigen Lehrerausbildung nach DDR-Recht bzw. nach bundesdeutschen Recht mit A13/E13 bezahlt. „Erreicht haben wir das, weil wir seit 2011 kontinuierlich entsprechend unserer Forderungen aus der Kampagne ‚Gerechtigkeit wa(a)gen‘ gegenüber der Landesregierung die gleiche Bezahlung in allen Schulstufen gefordert haben. Es scheint nun so, dass die Bezahlung der Lehrer nach der Schuhgröße ihrer Schüler nun endlich der Vergangenheit angehört“ äußert sich Hartmut Stäker, Präsident des BPV.
Die Mitarbeiter der Verwaltung sind nun dabei, die entsprechenden Durchführungsbestimmungen umzusetzen. Es wird jedoch noch einige Wochen dauern, bis das höhere Gehalt und die Nachzahlung für die Vormonate auf den Konten der Betreffenden ankommen. Mit dem Beschluss des Gesetzes ist jedoch Rechtssicherheit hergestellt worden.

Zu genaueren Weiterlesen hier das beschlossene Gesetz im Wortlaut:
https://bravors.brandenburg.de/br2/sixcms/media.php/76/GVBl_I_35_2018.pdf

Mit diesem interaktiven Workshop eröffnet Gregor Staub, einer der bekanntesten Gedächtnistrainer im deutschsprachigen Raum, den Deutschen Lehrertag am 21.03.2019 in Leipzig. Gemeinsam mit dem Verband Bildung und Erziehung organisiert der Verband Bildungsmedien e. V. diese Veranstaltung im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2019. Das Motto lautet „Schule 2019 – Zukunft gestalten!“. Nach dem Hauptvortrag werden 33 verschiedene Veranstaltungen auf drei Zeitschienen angeboten. Anmelden lohnt sich also! Alle Infos gibt es hier: www.deutscher-lehrertag.de.

Haben Sie sich schon zu unserer Fortbildung am 08.11.2018 in Potsdam angemeldet?

In den Schulen finden aktuell und perspektivisch umfangreiche personelle Veränderungen statt. Wir wollen und sollen miteinander erfolgreich arbeiten. Dabei treten Fragen auf, denen wir mit erfahrenden Referenten nachgehen wollen.

„Haufen, Truppe oder Team? – Kooperation in der Schule“

 Dieses Thema liegt uns als aktive Lehrerinnen und Lehrer sehr am Herzen, denn in den Schulen finden aktuell und perspektivisch umfangreiche personelle Veränderungen statt, sei es durch den Einsatz junger unerfahrener Lehrkräfte, durch Seiteneinsteiger, durch anderes pädagogisches und nichtpädagogisches Personal oder durch außerschulische Netzwerke.

Alle wollen und sollen miteinander erfolgreich arbeiten. Wir haben uns die Fragen gestellt, die u.a. in diesem Kontext auftreten können:

  • Wie findet die Kommunikation zwischen verschiedenen Professionen und Partnern zielführend statt?
  • Wie werden neue Kolleginnen und Kollegen im Kollegium aufgenommen?
  • Wie werden Teamveränderungen genutzt?
  • Wie entwickeln sich Schulteams unter den neuen Bedingungen?

Wir wollen Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen zu unserem Fortbildungstag einladen und gemeinsam mit einem erprobten Team diesen Fragen nachgehen.

Bitte besprechen Sie diese Fortbildung in Ihren Kollegien und melden sich bei Bedarf bei uns an.

Diese Veranstaltung ist durch das MBJS genehmigt und wird in der Fortbildungsdatenbank erscheinen.

Veranstaltungsort wird die Grundschule am Priesterweg Potsdam sein: Oskar-Meßter-Straße 4-6, 14480 Potsdam.