Ihre Meinung zum Handschreiben ist gefragt!

Das Erlernen der Handschrift weist sich nachweislich positiv auf die Entwicklung der motorischen und geistigen Fähigkeiten von Kindern aus. Was wir handschriftlich notieren, können wir uns besser merken. Das gilt auch für Schülerinnen und Schüler beim Erlernen von Unterrichtsstoff. Allerdings gibt es keine neueren Erkenntnisse zum Handschrifterwerb. Auch der Einfluss des Einsatzes digitaler Endgeräte auf…

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Regionalkonferenzen: Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

  Das ist das Thema unseres Konzeptes, in dem wir Ideen zusammengetragen haben, um die anstehenden Probleme im Bereich Bildung des Landes Brandenburg anzugehen. Dazu haben wir Vertreter aus allen Bereichen, die Bildung unterstützen zu Regionalkonferenzen eingeladen. Die Resonanz ist gut. Das heißt, dass es in den verschiedensten Gremien und Bereichen Interesse gibt, sich über…

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Bericht: 10. Verbandstag des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes

Öffentliche Veranstaltung zum Thema „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“. Auf der öffentlichen Veranstaltung im Rahmen dieses Verbandstages diskutierten Bildungspolitiker der Bundes- und der Landespolitik und Mitglieder der Mitwirkungsgremien unter dem Thema „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“. Das Referat zum Thema „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“. hält Frau Dr. Dietlinde Tiemann (MdB, CDU) Zu dieser Veranstaltung sind weiterhin als…

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Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

Wir, der Brandenburgische Pädagogen-Verband, haben ein Konzept erarbeitet, in dem grundlegende Ideen zusammengestellt wurden, die ein gutes Schulklima stärken und Lösung für die Probleme in der täglichen Arbeit mit den Schülern sein können. In Zeiten des akuten Lehrermangels, des Einsatzes von unausgebildeten Seiteneinsteigern und der Verschärfung des Schulklimas, ist es dringend, die Qualität von Bildung…

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Regionalkonferenzen: Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

 

Das ist das Thema unseres Konzeptes, in dem wir Ideen zusammengetragen haben, um die anstehenden Probleme im Bereich Bildung des Landes Brandenburg anzugehen.

Dazu haben wir Vertreter aus allen Bereichen, die Bildung unterstützen zu Regionalkonferenzen eingeladen.

Die Resonanz ist gut. Das heißt, dass es in den verschiedensten Gremien und Bereichen Interesse gibt, sich über neue Wege auszutauschen, um gute Qualität von Bildung in den Schulen zu sichern.

So sind Vertreter der Kreisschulbeiräte, Schülervertreter, Verantwortliche der Kommunen als Schulträger, Schulmanager, Projektleiter, Sozialarbeiter, Lehrer, Schulleiter und Schulamtsvertreter in den Diskussionsrunden aktiv. Viele Informationen werden ausgetauscht, Erfahrungen eingebracht, aber auch Probleme benannt, die es auf dem Weg noch zu lösen gilt.

Nachdem wir unser Konzept schon im Mai 2018 in den Landtagsfraktionen und im MBJS vorgestellt und diskutiert haben, wollen wir zum Verbandstag am 17.11.2018 in der öffentlichen Veranstaltung gemeinsam mit einigen Gästen ein erstes Fazit ziehen.

Termine: Potsdam: 27.09.2018; Strausberg: 11.10.2018; Neustadt/Dosse: 18.10.2018; Cottbus: 22.11.2018

Relevanz politischer Bildung und Demokratiebildung an Schulen

„Schulische Einrichtungen nehmen eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Bildung von
eigenständig urteilsfähigen und demokratischen Bürger*innen ein. Wo, wenn nicht im Lernort
Schule, sollen Kinder und Jugendliche wichtige Kompetenzen im Bereich der politischen
Bildung als Fach und der Demokratiebildung im Allgemeinen erlernen, die den Grundstein für
einen politisch mündigen Bürger bilden?“

Hier setzt die von der Friedrich-Ebert Stiftung geförderte Studie an, dessen zugehörigen Aufruf der Forschenden wir hiermit weiterleiten, um dieses wichtige Thema zu fördern.

Deutscher Arbeitgeberpreis für Bildung

Alle deutschen Bildungseinrichtungen haben die Möglichkeit, sich bis zum 15. August 2018 in einer von vier Kategorien zu bewerben:
– frühkindliche Bildung,
– schulische Bildung,
– berufliche Bildung oder
– hochschulische Bildung.
Eine Jury von Bildungsexpertinnen und -experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Stiftungswesen und Politik wählt die Preisträger aus. In jeder Kategorie wird ein Preisgeld von 10 000 € vergeben.

Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken

Wir, der Brandenburgische Pädagogen-Verband, haben ein Konzept erarbeitet, in dem grundlegende Ideen zusammengestellt wurden, die ein gutes Schulklima stärken und Lösung für die Probleme in der täglichen Arbeit mit den Schülern sein können.

In Zeiten des akuten Lehrermangels, des Einsatzes von unausgebildeten Seiteneinsteigern und der Verschärfung des Schulklimas, ist es dringend, die Qualität von Bildung im Blick zu behalten.

Es ist deshalb zwingend notwendig, dass die ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer in erster Linie zur Gestaltung des Unterrichts eingesetzt werden. Aufgaben, die nicht direkt mit der Profession eines Lehrers in Verbindung stehen, müssen von anderen Fachkräften u.a. aus den Bereichen Verwaltung, Sozialarbeit oder Technik übernommen werden.

Die herkömmlichen Mittel und Konzepte können nicht mehr für eine gute Qualität von Bildung sorgen.

Schule muss neu gedacht werden!

Schulen brauchen außerdem zusätzliche personelle Ressourcen, die sowohl im Unterricht als auch im Bereich der Ganztagsbetreuung dafür sorgen, dass Schülerinnen und Schüler mit sozialen Problemen bedarfsgerecht betreut werden können und bei Lernproblemen eine angemessene Unterstützung erfahren. Dafür müssen vorhandene Netzwerke auch mit privaten Trägern in den Kommunen genutzt werden, um die Schulen zu unterstützen.

Wir fordern die Landesregierung auf, die aktuellen Bedingungen für Bildung ernsthaft auf den Prüfstand zu stellen und Konzepte für die Verbesserung der Bedingungen in diesem Bereich zu entwickeln.

Dabei verstehen wir unser Konzept „Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken“ als ersten Schritt, um Bildung im Land Brandenburg nicht zum Notfall werden zu lassen.Bildungsqualität durch Fachkräfte stärken.

Anlage: 

Bildungsqualität auf dem Abstellgleis?

Schulen werden weiterhin alleine gelassen!

Ist mit dem „Konzept der Landesregierung zur Qualifizierung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern für den Schuldienst“, das von der Ministerin Ernst in der Pressekonferenz am 16.3.2018 vorgestellt wurde, alles auf einem guten Weg? NEIN!

  • Seit ca. 10 Jahren ist der Landesregierung der aktuelle Lehrermangel bekannt.

  • Seit ca. 4 Jahren werden Seiteneinsteiger eingestellt

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband kritisiert in dem Konzept auf das Schärfste:

Im April 2019 wird mit der vorbereitenden Fortbildung von Seiteneinsteigern im Land Brandenburg begonnen. Das bedeutet, dass erst zum Schuljahresbeginn 2019/20 Seiteneinsteiger in die Schulen kommen, die auf ihre Tätigkeit vorbereitet wurden.

Welche Anforderungen werden durch unsere Landesregierung an die Qualität von Bildung gestellt?

Die Praxis der Lehrerbildung im Land Brandenburg zeigt, dass seit Jahren die Ausbildungskapazität in Fächern reduziert wurde, die jetzt laut Konzept durch Seiteneinsteiger ausgeglichen werden sollen.

Welche Bildungspolitik wird hier verfolgt? Das Konzept der „Billiglehrer“?Außerdem:

Vertretungslehrer kann jeder werden. Dafür braucht man im Land Brandenburg maximal einen Abschluss der 10. Klasse!

Wer soll die „Bildungsstandards“ aus den neuen Rahmenlehrplänen umsetzen?

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband erwartet von der Landesregierung, dass durch eine praxisbezogene und qualitätsorientierte Bildungspolitik die Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen Unterstützung in ihrer täglichen verantwortungsvollen Arbeit erfahren.

Dafür setzen wir uns ein!

Personalratswahlen 29. und 30. Mai 2018

Vorbereitung der Personalratswahlen

  1. Seit dem 1. März 2018 sind die Wahlausschreiben für die Wahlen
    • des Lehrerrates,
    • des Personalrat der Lehrkräfte und des sonstigen pädagogischen Personals bei den vier Schulämtern und – des Hauptpersonalrates beim MBJS veröffentlicht.
    • Unser Merkblatt zu den Personalratswahlen finden Sie hier.
  2. Einreichung von Kandidatenvorschlägen bis zum 19.03.2018.
    • Nutzten Sie die Chance sich als Kandidat für den Lehrerrat an Ihrer Schule aufstellen zu lassen.
  3. Beachten Sie, dass Sie nur wählen dürfen (gilt für alle 3 Wahlen), wenn sie im Wahlberechtigtenverzeichnis eingetragen sind.

Wahlberechtigte sind:

  • alle unbefristet Beschäftigten,
  • Lehrkräfte, die sich in der Freistellung befinden, aber nur wenn sie nach der Freistellung in den

Schuldienst zurückkehren,

  • -befristet Beschäftigte, wenn sie am Wahltag noch im Dienst sind und ihre befristete Beschäftigungszeit mindestens 70 Tage beträgt,
  • -Lehramtskandidaten, aber nur, wenn sie zusätzlich zum Vorbereitungsdienst in der Schule beschäftigt werden (in der Regel 5 Stunden pro Woche).

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Vertreter in der Region oder per Mail an kontakt@bpv-vbe.de oder graefe@bpv-vbe.de.

Die Digitalisierung kann nicht alles sein!

In der Bilanz der ersten 100 Tage der Ministerin Ernst haben wir erste Handlungsoptionen und handfeste Konzepte für die aktuellen Aufgaben im Bereich Bildung erwartet. Ihren Schwerpunkt, die Digitalisierung in den Schulen voranzutreiben, kann man begrüßen, aber wo sind die Pläne für die aktuell dringend anstehenden Aufgaben?

Wir als Gewerkschaft fordern klare Aussagen zur Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer an den Schulen. Eine kurze verbale Anerkennung für die klaglose Beschulung der Flüchtlingskinder ist uns nicht genug. Wir erwarten Antworten und Ergebnisse auf die Fragen, die uns täglich in unserer Arbeit begegnen.

Der BPV erwartet vom Ministerium Lösungen, die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen führen.

Wo sind die schon vom ehemaligen Bildungsminister versprochenen multiprofessionellen Teams, die die Bedingungen im gemeinsamen Unterricht und an Schwerpunktschulen erleichtern sollen?

Warum sollen Seiteneinsteiger erst 2019 auf ihren Einsatz in der Schule in Kursen vorbereitet werden?

Warum klappt die Zusammenarbeit mit den Kommunen bei materiellen Fragen, aber nicht bei der Deckung des Bedarfs an Schulsozialarbeitern?

Warum gibt es noch keine klaren Absprachen mit dem MWFK bezüglich der dringenden Erhöhung der Anzahl der Studienplätze für das Lehramt?

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband wird diese Fragen der Ministerin Ernst stellen und sich dafür einsetzen, dass ihre Ankündigung in der Pressekonferenz: „Verbesserung der Qualität von Schulen – gute Rahmenbedingungen schaffen“ von den Lehrerinnen und Lehrern auch ERNST genommen werden kann.

BPV im Gespräch mit CDU-Bildungsexperten Gordon Hoffmann

2600 Schüler in Brandenburg haben das Mathe-Abi ein zweites Mal geschrieben.

Besser wurde davon allerdings nichts. Zwar kam in der zweiten Runde keine Logarithmusfunktion mehr vor, aber der Fachprüfungsmittelwert von 6,0 Punkten, lag unter dem der ersten Runde. Da hatte er immerhin noch 7,3 Punkte betragen. (6 Punkte entsprechen übrigens der Note 4+, 7 Punkte der 3-)

Spätestens an dieser Stelle wird klar, wenn der Prüfungsdurchschnitt eines ganzen Jahrgangs zwischen 3 und vier liegt, dann ist das Ergebnis nicht mit einer vielleicht nicht behandelten Funktionsschar begründbar, sondern die Ursachen liegen tiefer. (Immerhin können die Prüflinge bei der Analysisaufgabe zwischen zwei gleichwertigen Aufgaben mit jeweils unterschiedlichen Funktionsarten wählen.

Eine Ursache sieht Gordon Hoffmann in der mangelhaften Qualitätssicherung bei der Aufgabenentwicklung.

Er hatte Akteneinsicht genommen in die Vorgänge rund um die Entwicklung der Aufgaben des diesjährigen Mathematik-Abiturs und berichtete uns über die Ergebnisse.

„Der ganze Vorgang ist absurd – Die erste Kontrollrunde hat offenbar überhaupt nicht stattgefunden. Jedenfalls gibt es dazu keine Akten – aus Gründen, die mir keiner plausibel erklären kann. Bei der zweiten Kontrollrunde haben alle beteiligten Lehrer Bedenken gegen die Aufgaben erhoben. In ihren Hinweisen findet sich die klare Warnung, dass die Aufgabe ‚unterrichtsfern‘ und sogar ‚für das Brandenburger Abitur ungeeignet‘ sei. Diese Warnungen haben die Verantwortlichen offenbar in den Wind geschlagen.“

Das mit Hinweisen und Kritiken von Lehrkräften sehr, sagen wir mal „unkonventionell“ umgegangen wird, ist nicht neu.

Seit Jahren äußern wir zum Beispiel massive Kritik daran, dass die Brandenburger Schülerrinnen und Schüler gemeinsam mit Berlin das Leistungskursabitur schreiben und dass, obwohl sie nur 4 Mathematikstunden pro Woche haben und nicht 5, wie die Berliner.

Außerdem kann ein Berliner Schüler zwischen Grund- und Leistungskurs wählen. Unsere Schüler müssen alle den Kurs auf erhöhtem Anforderungsniveau belegen.

Die geforderte Stofffülle des Brandenburger Lehrplans ist jedoch mit einer solch heterogenen Schülerschaft, wie wir sie in unseren Kursen vorfinden, in 4 Wochenstunden nicht auf Leistungskursniveau vermittelbar. Da fehlen schlicht und einfach die 70 – 80 Stunden zum Üben, die die Berliner Schüler mehr haben.

Das war im Übrigen auch eine Erkenntnis des Gutachtens, dass das MBJS nach dem Debakel in Auftrag gegeben hat

Behauptet wurde auch immer, dass das Brandenburger Matheabi länderspezifisch angepasst werde und einfacher als das Berliner sei.

Diese Argumentation lief jedoch in diesem Jahr völlig ins Leere.

Hier die Fakten: Der Berliner Schüler hat die Wahl zwischen Grund- und Leistungskurs. Hat er sich für den Leistungskurs entschieden und schreibt das Abi, kann er in Analysis, Stochastik und analytischer Geometrie von 2 gleichwertigen Aufgaben jeweils eine wählen und lösen. Hat er sich dabei für die Aufgaben 1.2., 2.2. und 3.2. entschieden, hat er übrigens genau die drei Brandenburger Aufgaben „erwischt“. Dafür hat er 270 Minuten Zeit.

Unsere Brandenburger Matheabiturienten haben in den 270 Minuten noch einen 40-minütigen hilfsmittelfreien Test (15 Punkte) mit Aufgaben zu jedem der 3 Stoffgebiete zu bewältigen und müssen sich außerdem entscheiden, ob Sie die große Geometrieaufgabe (25 Punkte) und die kleine Stochastikaufgabe (10 Punkte) nehmen oder umgekehrt. D.h. Sie wählen nicht jeweils zwischen gleichwertigen Aufgaben, sondern müssen alle 4 Aufgaben gegeneinander abwägen und dann entscheiden.

Für leistungsstarke Mathe-Schüler sicher kein Problem, aber für die anderen?

Übrigens hat ein Berliner Schüler 2 Leistungskurse, der Rest sind Grundkurse. In Brandenburg sind es 5 Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau ….

Und was sagt die Kultusministerkonferenz (KMK)? Sie hat zur bundesweiten Vergleichbarkeit von Abitur-Ergebnissen Standards festgelegt. Demnach sind zwei bis vier Leistungskurse grundsätzlich möglich.

Deshalb hat sich Brandenburg bereits im Frühjahr (lange vor dem diesjährigen Abitur) entschieden, die gymnasiale Oberstufe erneut zu reformieren. Nur zwei Leistungskurse sollen es dann wieder sein. Die Neuregelung soll vom Schuljahr 2018/2019 an gelten. Das Abitur nach den neuen Regelungen könnte dann erstmals im Schuljahr 2020/21 abgelegt werden.

Grundsätzlich ist das Vereinheitlichen der Anforderungen und das Aufstellen von Standards absolut zu begrüßen, schon um das Abitur bundesweit vergleichbar zu gestalten.

Aber, weshalb man sich schon im Vorfeld dieser Reform entschied, auf einen gemeinsamen Aufgabenpool zuzugreifen, obwohl unsere Schüler darauf gar nicht genügend vorbereitet sein können, warum man den Schwierigkeitsgrad schon jetzt leistungskurskonform drastisch erhöhte (fast 30 % der Aufgaben aus dem Anforderungsbereich III, statt wie bisher ca. 15 %) – das ist nicht nachzuvollziehen.

Was heißt das? Die Schülerinnen und Schüler, die in den nächsten Jahren das Abitur in Mathematik ablegen, stehen vor den gleichen Herausforderungen wie in diesem Jahr und müssen die Folgen von Brandenburgs bildungspolitischen Experimenten ausbaden.

Was ist also fürs Erste zu tun, um für die Schülerinnen und Schüler den Schaden zu begrenzen? Die Erhöhung der Anzahl der Mathestunden auf 5 im letzten Jahr der gymnasialen Oberstufe, kann das sicher nicht vollständig kompensieren. Dazu gehört mehr. Wir fordern zusätzlich folgende Maßnahmen:

Aufgabenerstellung

  • Die drei vorgesehenen Kontrollrunden müssen immer durchgeführt werden. Das Auslassen einer Kontrollrunde wegen z.B. Erkrankung eines kontrollierenden Kollegen ist nicht hinnehmbar. Für den Bedarfsfall ist eine Vertretung einzurichten.

  • Der Terminplan für die Aufgabenerstellung ist so zu entzerren, dass dieser auch von den beteiligten Kolleginnen und Kollegen eingehalten werden kann.

  • Nicht nur zwei, sondern mindestens vier Mathematiklehrer sollten in jeder Runde die Aufgaben begutachten.

  • In den Gutachten angeführte Kritikpunkte müssen immer Beachtung finden.

  • Ebenso müssen die Hinweise, die in Auswertung des Abiturs von den Schulen kommen, im Folgejahr bei der Aufgabenstellung beachtet werden.

Vorbereitung der Mathe-Kollegen und Schüler auf die Prüfung

  • Aus den Prüfungsschwerpunkten, die mit dem Beginn des ersten Semesters der Qualifikationsphase veröffentlicht werden, muss eindeutig hervorgehen, was Gegenstand der Prüfung sein könnte und was nicht (Positiv- und Negativliste).

  • Zu jedem Prüfungsschwerpunkt müssen den Mathekollegen Beispielaufgaben mit erwünschter Lösung zur Verfügung gestellt werden.

  • Alte Prüfungsaufgaben müssen mit dem Bewertungsmaßstab im Internet den Schülern zum Trainieren für die Prüfung bereitgestellt werden.

Rahmenplanentwicklung

  • Vor der Rahmenplanerstellung muss geklärt werden, was zum Abiturwissen gehören soll.

  • Erst dann kann die notwendige Unterrichtszeit ermittelt werden. Übersteigt diese die anvisierte Unterrichtsstundenzahl, ist der geforderte Umfang im Rahmenplan zu kürzen oder die Unterrichtsstundenzahl zu erhöhen.

  • Jede Erweiterung des Rahmenplans ist mit zusätzlicher Unterrichtszeit abzusichern.

Weltlehrertag am 05. Oktober

Lehrkräfte brauchen Freiheit und Freiräume

Anlässlich des Weltlehrertags am 05. Oktober 2017, der unter dem Motto „Lehren in Freiheit, Lehrkräfte bestärken“ steht, mahnt
Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung: „Für jede Gesellschaft ist es essenziell wichtig, dass die
Lehrkräfte in Freiheit lehren können. Sie sind es, welche die zukünftige Generation auf ein selbstbestimmtes Leben vorbereiten. Das geht nur, wenn sie ausreichende Freiräume haben, um die Meinungsvielfalt darzustellen und die Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem Denken und eigenen Entscheidungen ermuntern. Die Lehrkräfte müssen darin bestärkt werden, diese Verantwortung wahrzunehmen. Denn gerade
wenn extremistische Äußerungen salonfähig werden und sogar zu Bundestagsmandaten führen, brauchen wir die Demokratieerziehung mehr denn je.“

Mit Blick auf politische Entwicklungen in der Welt, u. a. Massenentlassungen von Lehrkräften in der Türkei, stellt Beckmann fest: „Freiheit ist in diesen bewegten Zeiten nicht mehr selbstverständlich. Wir beobachten mit Sorge, wie Regime versuchen, auf Lehrpläne und vermittelte Inhalte Einfluss zu nehmen oder gar Lehrkräfte entlassen. Was damit bezweckt werden soll, ist klar: Verminderung der Meinungspluralität, Gehorsamkeit und damit auch Kinder, denen das selbstständige Denken verwehrt werden soll. Hier müssen wir hinsehen und unsere Kollegen im Ausland solidarisch unterstützen.“

Kontext:
Der Weltlehrertag, der stets am 5. Oktober begangen wird, geht zurück auf einen Beschluss von UNESCO, ILO und Education International (EI). Die EI vertritt 30 Millionen Beschäftigte in Bildungseinrichtungen von der
frühkindlichen Erziehung bis zur Universität in 400 Mitgliedsorganisationen aus mehr als 170 Ländern. Der VBE ist eine der Gründungsorganisationen der Education International (EI) und engagiert sich für die solidarische Idee der weltweiten Stärkung des Lehrerberufes.

(Quelle: Pressedienst des VBE vom 04.10.2017)

Brandenburgischer Pädagogen-Verband erwartet von Ministerin Britta Ernst zeitnahe Aufarbeitung der „Baustellen“ im Bildungsbereich

Brandenburgischer Pädagogen-Verband erwartet von Ministerin Britta Ernst zeitnahe Aufarbeitung der „Baustellen“ im Bildungsbereich

Der BPV hat der neu ernannten Ministerin für Bildung, Jugend

und Sport, Britta Ernst, zu ihrer Ernennung in einem Brief die aktuellen „Baustellen“ benannt und den akuten Handlungsbedarf mit klaren Forderungen zum Ausdruck gebracht.

Dazu gehören:

  • Gerechte Bezahlung für alle Lehrerinnen und Lehrer.

  • Sicherung der Qualität des Unterrichts durch Qualifizierungsmaßnahmen für Seiten- und Quereinsteiger.

  • Besetzung aller offenen Stellen

  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen an den Schulen.

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband wünscht der neuen Ministerin Erfolg bei der Bewältigung der anstehenden Aufgaben im Bildungsbereich und hofft auf eine zeitnahe Lösung der genannten Probleme.

Dabei darf sie nicht den bundesweiten Lehrermangel aus den Augen lassen, der bei falschen Signalen, wie bereits in einem ersten Interview angedeutet, zu noch größerem Personalmangel in den Schulen führt.

Wir als Gesamtlehrergewerkschaft werden die Entscheidungen der Ministerin auf den Prüfstand stellen und dafür kämpfen, dass für alle Kolleginnen und Kollegen in allen Schulformen angemessene Arbeitsbedingungen und eine gerechte Bezahlung umgesetzt werden.