Umfrage: Welche Auswirkungen hatte die Pandemie auf das Handschreiben?

Wie gut können Schülerinnen und Schüler von Hand schreiben? Gibt es womöglich Auswirkungen der Coronakrise auf die schreibmotorischen Fertigkeiten der Kinder und Jugendlichen? Und welche Konsequenzen hat die Digitalisierung? Das Schreibmotorik Institut (SMI) hat gemeinsam mit dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) eine Umfrage unter Lehrkräften gestartet, die aktuelle Antworten auf diese Fragen liefern soll. Wir würden uns freuen, wenn unsere Mitglieder zahlreich teilnehmen!

Handschrift ist mehr als nur eine überholte Fähigkeit einer vergangenen Zeit. Auch wenn heute vieles digital stattfindet, bleibt das Handschreiben essenziell. Denn das Erlernen der Handschrift
fordert Lernprozesse. Was händisch aufgeschrieben wird, bleibt länger im Kopf. Es aktiviert das Gehirn ganzheitlich. Die vielen Vorteile gilt es daher weiter zu nutzen. Doch wie steht es eigentlich um die handschriftlichen Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler?

Wie viele von Ihnen haben derzeit Schwierigkeiten, eine „gut lesbare, flüssige Handschrift“ zu entwickeln, wie sie in den Bildungsstandards vorgegeben ist? Es ist an Ihnen, diese Fragen zu beantworten und Ihre Erfahrungen und Beobachtungen aus dem Schulalltag einzubringen. Bereits zum dritten Mal nach 2015 und 2019 untersucht dies das Schreibmotorik Institut, zum zweiten Mal in Kooperation mit dem VBE. Und Sie können teilnehmen! Berichten Sie uns, wie gut Ihre Schülerinnen und Schüler mit der Hand schreiben können, welche Herausforderungen es
gibt und ob sich seit der Coronapandemie etwas verändert hat.

Auch der Einfluss des Einsatzes digitaler Endgeräte auf den Handschreiberwerb steht im Fokus der STEP 2022 („Studie über die Entwicklung, Probleme und Interventionen zum Thema Handschreiben“). Die Befragung läuft bis Februar 2022. Die Ergebnisse sollen dann im Frühsommer veröffentlicht werden.

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Rechte der Lehrkräfte – Wer kann sich testen lassen?

Geimpfte und genesene Lehrkräfte haben auch weiterhin die Möglichkeit, sich vorsorglich zu testen. Kostenlose Testskits soll es auch weiterhin für Lehrkräfte in den Schulen geben.

Gibt es medizinische Masken für Lehrkräfte?

Das MBJS hat in einem Schreiben vom 17.09.2021 die Schulleitungen nochmals darauf hingewiesen (erfolgte bereits am 03.08.2021), dass allen Lehrkräften, dem sonstigen pädagogischen Personal und den LehramtskandidatInnen aufgrund des Präsenzunterrichtes, täglich 2 medizinische Masken zur Verfügung zu stellen sind. Diese Anordnung gilt erstmal bis zum 23.12.2021.

Die Beschaffung erfolgt dezentral.

Quelle: genanntes Schreiben, MBJS

Radikalisierungsprävention – Wie verhalten sich Lehrkräfte richtig?

 Stellen wir uns vor: Eine Schülerin kommt mit Kopftuch an die Schule. Die Lehrerin ist überrascht, die meisten Mitschüler sind es auch. Wie verhält sich die Lehrerin in diesem Moment richtig?
Auf die meisten Situationen im pädagogischen Alltag gibt es nicht die eine richtige Antwort. Die angemessene Reaktion ist von vielen Faktoren abhängig, beispielsweise der Beziehung zwischen Lehrkraft und Schülerin, ihrem sonstigen Verhalten und ihren Äußerungen im Schulkontext. Auch wie alt die Schülerin ist, spielt eine Rolle: Ab 14 Jahren ist man in Deutschland religionsmündig, und auch im Islam gilt das Kopftuch nach den meisten Auslegungen erst ab der Pubertät.

Grundsätzlich würde ich aber raten, erst mal nichts zu sagen und später in Ruhe zu überlegen: Wie reagiere ich bei anderen Schülerinnen auf äußerliche Veränderungen, zum Beispiel auf bunt gefärbte Haare oder ein Gothic Outfit? Welche Bilder tauchen in meinem Kopf auf, welche Emotionen löst das bei mir aus? Wir dürfen nie vergessen: Es sind Jugendliche, die gerade in einer Phase der Identitätsfindung stecken – und da spielen Äußerlichkeiten und Ausprobieren eine große Rolle!

 

Die Lehrerin sollte also so tun, als wäre das Kopftuch nicht Besonderes?

Sie sollte die Schülerin auf keinen Fall vor der Klasse auf das Kopftuch ansprechen. Kaum ein Jugendlicher mag es, wenn Erwachsene das Äußere kommentieren! Falls die Lehrerin es aber wichtig findet, das Gespräch zu suchen, kann sie die Schülerin später alleine ansprechen.

Aber das hat nur Sinn, wenn die Lehrerin wirklich interessiert ist an den Gründen, aus denen die Schülerin ein Kopftuch trägt. Wenn die Lehrerin nur problematisiert, wird die Schülerin in die Defensive gedrängt wird und sie erlebt – womöglich zum wiederholten Mal – dass andere ihr mit Skepsis und Unterstellungen begegnen. Das hinterlässt Spuren, denn es ist das Gegenteil von Wertschätzung des Mädchens als Person.

 

Gleichzeitig sind Lehrkräfte angehalten, genau hinzuschauen und hinzuhören. Bei welchen Verhaltensweisen oder Äußerungen ist denn aus Ihrer Sicht eine Reaktion geboten – und wann sollten Lehrkräfte sich zurücknehmen?

Die Unsicherheit bei vielen Lehrkräften ist verständlich – deshalb sind Fortbildungen, Beratung und der kollegiale Austausch ja so wichtig! Der Standpunkt von ZEOK ist, dass Schulen die unterschiedlichen Zugehörigkeiten von Schülern anerkennen und wertschätzen sollten – und dazu gehört auch die religiöse Zugehörigkeit mit ihren sichtbaren Zeichen wie Kopfbedeckungen oder Speisevorschriften.

Gleichzeitig gibt es auch Grenzen für die Religionsfreiheit: Wenn sich ein Schüler demokratiefeindlich oder menschenverachtend äußert, dürfen und müssen Lehrer klarmachen, dass sie solche Positionen nicht dulden.

 

Um das mal zuzuspitzen: Wenn ein Schüler einen langen Bart und Gewand trägt, weil er mit einem Salafisten sympathisiert, lass ich ihn machen. Aber sobald er sich abwertend über seine Mitschülerinnen äußert, muss ich mich einmischen?

Ich würde sagen: Sie müssen das Gespräch suchen und Fragen stellen: Warum sagst du so etwas? Wie kommst du da drauf? Wie gesagt: Schüler werden oft in einem Alter auffällig, in dem ihr Leben im Umbruch ist, sie sich von ihren Eltern und anderen Erwachsenen abgrenzen wollen oder einfach Lust an der Provokation haben.

Solche Gespräche funktionieren natürlich besser, wenn Schüler sich im Schulalltag ohnehin immer wieder mit demokratischen Grundrechten und -freiheiten auseinandersetzen und nicht erst, wenn Konflikte auftauchen.

Dennoch: Es gibt auch Jugendliche, die ihre extremen Auffassungen vehement verteidigen oder sich auf die Position „Das ist halt meine Wahrheit!“ zurückziehen. Dann sollten LehrerInnen sich an die Schulleitung und ihr Team wenden und den Kontakt zu einer Beratungsstelle suchen.

 

Nun haben wir viel über auffällige Jugendliche gesprochen, schauen wir auf jetzt mal auf die Lehrkräfte. Wo begegnet Ihnen bei den ZEOK-Fortbildungen an Schulen denn Islam- und Muslimfeindlichkeit?
Die gibt es auf verschiedenen Ebenen. Das fängt bei Schulbüchern an, in denen das Thema Muslime oder Islam gerne mit einem Kamel unter Palmen illustriert wird – als wäre der Islam nur außerhalb Deutschlands zu finden.  Oder es steht ein Info-Kasten zum Thema „Integrationskonflikte“ neben dem Text zum Islam. Ist das wirklich die erste Assoziation, die Schüler haben sollten? Wir würden uns wünschen, dass Lehrkräfte solche kritischen Punkte mit den SchülerInnen reflektieren oder andere Lehrmaterialien einsetzen.

Manchmal diskriminieren auch die Strukturen an einer Schule die muslimischen Kinder und ihre Familien – zum Beispiel, wenn das einzige Schulfest im Jahr im Ramadan geplant wird oder auf dem Grill nur Würstchen aus Schweinfleisch liegen.

 

Die Satire-Sendung „Datteltäter“ im Internet-Kanal „Funk“ von ARD und ZDF bringt alle möglichen Vorurteile gegen Muslime in Deutschland auf den Tisch. Bei den Sprüchen des Lehrers im Video „Wenn Rassismus ehrlich wäre: Schule“ bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Haben Sie so etwas auch schon erlebt?

In der Häufung natürlich nicht, aber einzelne Aussprüche und Szenen schon. Ganz typisch ist zum Beispiel, dass als muslimisch wahrgenommene Schüler ein Expertentum zugeschrieben wird. Da steht der Islam auf dem Stundenplan und der Lehrer sagt: „Da kann uns Ayşe doch bestimmt etwas dazu sagen“, obwohl Ayşe vielleicht gar nicht gläubig ist. Oder Mohammed bekommt in Erdkunde das Referat über Syrien aufgedrückt, obwohl er sich lieber mit einem anderen Land auseinandergesetzt hätte.

Die Lehrkräfte meinen das womöglich gar nicht böse, aber so wird ein Anderssein oder Fremdsein unterstellt und nicht der oder die individuelle Schüler*in gesehen. Das passiert auch leicht durch die Sprache, wenn wir beispielsweise unterscheiden zwischen „wir“ und „die Muslime“. Hier müssen wir präzise sein und uns immer bewusst machen: Wen schließe ich im Wir ein – und wen schließe ich aus?

 

Nicht selten grenzen Schüler muslimischen Glaubens oder nicht-deutscher Herkunft sich aber selbst ab von „den Deutschen“. Oder, auch das berichten Lehrer, sie kontern Kritik an ihren Leistungen oder an ihrem Verhalten mit Sätzen wie „Sie sind ja nur gegen uns, weil wir anders sind!“ oder „Das ist rassistisch!“ Wie sollen Lehrkräfte damit umgehen?
Ich kann mir vorstellen, dass viele Lehrkräfte da genervt sind oder sich zu Unrecht angegriffen fühlen. Aber sie sollten solche Aussagen nicht herunterspielen oder abwehren, sondern sehr ernst nehmen. Denn dahinter stecken Erfahrungen von Diskriminierung und Rassismus, die die Schüler schon gemacht haben – ob in- oder außerhalb der Schule – und die sich vielleicht gerade wiederholen. Wichtig ist, in der Schule einen Raum für Rassismus-Erfahrungen zu schaffen und eine Anlaufstelle für Betroffene. Wenn ein offenes vertrauensvolles Gespräch über Rassismus-Erfahrung möglich ist, dann kann auch im Einzelfall benannt und verständlich gemacht werden, warum bspw. eine schlechte Note womöglich nichts mit der Herkunft, der Religion oder der Hautfarbe eines Schülers zu tun hat

 

Und hier gilt wie bei dem Beispiel Kopftuch: nicht vor der versammelten Klasse in die Diskussion einsteigen, sondern in Ruhe ein Gespräch unter vier Augen führen?

Am besten wäre, wenn es in der Schule Raum für das Thema Ausgrenzung und Diskriminierung gäbe. Wenn darüber also offen gesprochen wird und wenn die SchülerInnen wissen: Ich werde ernst genommen mit meiner Sicht auf die Dinge und meinen Gefühlen. Dann könnten sich beispielsweise Lehrer und Schüler zum Gespräch verabreden und noch den Vertrauenslehrer dazu holen.

 

Mein Gegenüber wahrzunehmen und wertzuschätzen, statt abzugrenzen und abzuwerten: Das ist also der Kern der Radikalisierungsprävention?

Ja, sich mit der eigenen Identität und Biografie auseinandersetzen und für diese Wertschätzung zu erfahren, begreifen wir als einen wesentlichen Mosaikstein von Radikalisierungsprävention. Aber diese Art, miteinander umzugehen, ist nicht nur Mittel zum Zweck! Kinder und Jugendliche haben einfach das Recht, bestimmte Ausgrenzungserfahrungen nicht machen zu müssen.

 

… wie sie es zum Beispiel nach den Attentaten von Hanau erlebt haben, wo es keine Schweigeminute an den Schulen gab, anders als ein paar Monate später für den Lehrer Samuel Paty?

Richtig. Ich glaube, hierzulande wurde nicht wirklich realisiert, wie sehr das Attentat von Hanau die Menschen mit Migrationsgeschichte erschüttert hat, welche Angst und Trauer bei ihnen ausgelöst wurden. Das gilt auch für SchülerInnen und auch für Menschen, die nicht in Hanau leben! Die Gedenkminute für Samuel Paty hat dann bei einigen muslimischen Schülern Irritation bis Wut ausgelöst, weil bei ihnen das Gefühl entstanden ist: Wir sind weniger wert, dieses Attentat wird wichtiger genommen!

 

Was wäre aus Ihrer Sicht der richtige Umgang der Schulen mit den Attentaten von Hanau und Paris gewesen?

Wir plädieren dafür, dass Schulen bei solchen einschneidenden politischen Ereignissen den SchülerInnen immer die Möglichkeit geben, Gedanken und Gefühle zu äußern und Fragen zu stellen. Eine Gedenkminute kann auch eine passende Reaktion sein. Aber: Sie sollte nicht für sich stehen. Lehrer und Schüler sollten besprechen, was der Anlass für die Gedenkminute ist, wie die Schüler darüber denken – und sie sollten die Freiheit haben, sich nicht anschließen zu müssen.

 

Und das übernimmt dann der Lehrer, der die Klasse zufällig in der ersten Stunde hat – oder müssen da die PoWi-Lehrer ran?

Es sollte jedenfalls nicht dem Zufall überlassen bleiben, sondern das Kollegium sollte ein Vorgehen abstimmen. Davon abgesehen: Die Frage „Wie geht es Euch?“ sollte jeder Lehrer stellen können.

 

Empathie ist das eine, ein Bewusstsein für die eigenen Vorurteile und Wissen über Kultur und Religion das andere. Was bietet ZEOK da für Lehrkräfte an?

Unsere Fortbildungen drehen sich um Willkommenskultur und Vielfalt, vorurteils-bewusste Religionsbildung und Muslimfeindlichkeit. Und obwohl wir in Leipzig sitzen, arbeiten wir auch überregional und bundesweit! Gleichzeitig empfehlen wir Schulen auch immer, sich vor Ort Partner zu suchen – Projekte politischer Bildungsarbeit, Beratungsstellen oder Gemeinde, mit denen man in den Austausch gehen kann. Auf unserer Homepage stehen zudem auch viele Materialien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen bereit.

 

Zu den ZEOK-Materialien gehört auch die Wanderausstellung „Muslimisch in Ostdeutschland“. Welche Besonderheit gibt es denn dort?

Menschen muslimischen Glaubens sind in den meisten ostdeutschen Städten und Regionen eine noch stärkere Minderheit als im Westen. Gleichzeitig gibt es in Ostdeutschland mehr Menschen, die Religion im Allgemeinen eher skeptisch gegenüberstehen. Es lohnt also, einen Blick darauf zu werfen, wie Religion allgemein betrachtet wird.

Unsere Ausstellung trägt allerdings den Titel „Muslimisch in Ostdeutschland“, weil sie für diese Region konzipiert ist und wir uns bemüht haben Bilder, Menschen und Orte von vor Ort einzubinden. Es ist doch schön, dann muslimische Menschen und Gemeinden beispielsweise aus Leipzig oder Erfurt zu sehen und nicht nur aus Frankfurt/Main und Berlin/Neukölln.

 

Zur Person: 

Jule Wagner ist am Zentrum für Europäische und Orientalische Kultur (ZEOK e.V.) Ansprechpartnerin für das „Kompetenznetzwerk Islam- und Muslimfeindlichkeit“, dem auch CLAIM (Allianz gegen Islam- und Muslimfeindlichkeit) und die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland angehören.

Der Verein ZEOK hat das Ziel, den Dialog zu fördern und zum gegenseitigen Verständnis beizutragen – u.a. durch politische Bildungsarbeit, für die aus der Sicht von ZEOK den Schulen viel mehr Zeit eingeräumt werden muss.

Jule Wagners Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Themen Islam und Schule, Antidiskriminierungspädagogik und transkultureller Bildung.

Unsere Fortbildungsangebote im November 2021

Die Veranstaltungen im November sind in Präsenz geplant, da die Inhalte der Seminare dadurch besser vermittelt werden können. Sollte es die Pandemiesituation aber nicht zulassen, dann werden wir die Veranstaltungen online durchführen.

Die Fortbildungen sind grundsätzlich durch das MBJS anerkannt und stehen in der Fortbildungsdatenbank. Fortbildungsbescheinigungen erhalten sie nach der Veranstaltung durch uns, den BPV. Die Anmeldung erfolgt ausschließlich per Mail an Vizepräsidentin Christina Adler unter adler@bpv-vbe.de.


1. Klassenleitung ist mehr als unterrichten: Klassenführung in der Praxis (Modul 2)

Termin: 11.11.2021, 15.30 – 18.30 Uhr | Ort: Grundschule „Am Priesterweg“, Oskar-Meßter-Str. 4-6, 14480 Potsdam | Seminarleitung: Thomas Klaffke

Er war Haupt- und Realschullehrer, mehr als 20 Jahre Schulleiter an einer Grund-, Haupt- und Realschule.  Jetzt ist er als Autor, Fortbildner und Schulberater tätig.

Nachdem im ersten Modul die Grundlagen für Klassenleitung und Klassenführung behandelt wurden, steht im zweiten Modul die Praxis im Mittelpunkt:

  • Führung im Klassenraum: Übungen zur Präsenz, zum Selbstkontakt, zur Körpersprache und zum Umgang mit Grenzen
  • Methoden des Classroom Managements: Regeln, Rituale und Routinen
  • Umgang mit Unterrichtsstörungen: Präventive Maßnahmen und Interventionen
  • Fragen der Teilnehmenden, Arbeit an Fall-Beispielen und Problemen des Unterrichtsalltags

Hinweis: Die Teilnahme ist auch möglich, wenn man das erste Seminar verpasst hat. Auf Wunsch können die Materialien zu diesem Modul zugesandt werden.


2. Dialog mit Eltern – Elterngespräche konstruktiv führen

Termin: 12.11.2021, 15.30 – 18.30 Uhr | Ort: Grundschule „Am Priesterweg“, Oskar-Meßter-Str. 4-6, 14480 Potsdam | Referentin: Klaudia Klaffke; Diplompädagogin M.A.;

Sie arbeitete sowohl in verschiedenen pädagogischen Bereichen als auch in der Erzieherausbildung, leitete 8 Jahre eine Freie Aktive Montessorischule und war dort auch als Lehrerin tätig. Seit 2012 ist sie freiberuflich als LehrerInnenfortbildnerin, Familienberaterin und Elterncoach tätig. Sie ist außerdem Empathie-Trainerin und Autorin der Rubrik „Beziehungs- Weise“ in „Klasse Leiten“ beim Friedrich Verlag.

Zum Thema:

  • Wie kann es Ihnen gelingen, mit Eltern Gespräche zu führen, die Basis für eine gute Zusammenarbeit sind? Welche Grundkenntnisse über Kommunikation im Allgemeinen und welche Haltung Eltern gegenüber sind dazu hilfreich?
  • Wie gehen Sie damit um, wenn Sie selbst verärgert sind oder wenn die Eltern sehr emotional oder aggressiv reagieren? Wie können Sie auf Unterstellungen reagieren und wie vermeiden Sie selbst, Eltern unabsichtlich etwas zu unterstellen?
  • Wie können Sie als Fachperson ihre eigenen Grenzen wahren, ohne die Grenzen der Eltern zu verletzen? Gelingt es Ihnen, auch zurückhaltende Eltern zum Gespräch einzuladen?
  • Im Seminar werden grundlegendes Wissen und Denkanstöße zur Kommunikation vermittelt. Wir sammeln ihre Fragen und Fallbeispiele und untersuchen typische Gesprächssituationen. U.a. ist auch Thema, wie ein Gespräch sinnvoll vorbereitet werden kann.

Online-Fortbildung: Klassenleitung ist mehr als unterrichten!

Termin: 15.09.2021, 15.30 Uhr – 18.30 Uhr, 
Anmeldeschluss: 10.09.2021

Seminarleitung: Thomas Klaffke
Er war Haupt- und Realschullehrer, mehr als 20 Jahre Schulleiter an einer Grund-, Haupt- und Realschule.  Jetzt ist er als Autor, Fortbildner und Schulberater tätig.

Klassenleitung ist eine pädagogische Aufgabe,die oft unterschätzt wird. Dabei sind Klassenleitungen neben denFachkonferenzen eine der beiden Säulen, von denen Schule getragen wird.Klassenleitung wird hier als Führungsaufgabe verstanden, die ganzunterschiedlich bewältigt werden kann: kaum noch von einzelnen Lehrkräften,sondern eher von Tandems, Klassen- oder Jahrgangsteams in Kooperation mit denLernenden. Grundlegend für Klassenleitung ist die Selbstvergewisserung, welchesMenschenbild ihrem Alltagshandeln zugrunde liegt. Dieses wird von ihrer Selbst-und Beziehungskompetenz mit dem Ziel geprägt, eine konstruktive Atmosphäre inder Klasse zu schaffen. Die Reflexion über die Rolle von Klassenleitung wird indiesem Seminar ergänzt durch praktische Hilfen für den Schulalltag. Dabei sindauch Methoden des Classroom Managements hilfreich.
Klassenführung ist von Klassenleitung zuunterscheiden. Klassen führen ist Aufgabe aller Lehrkräfte, auch wenn sie nurmit wenigen Stunden in einer Klasse eingesetzt sind. Aber auchKlassenlehrer/innen müssen Klassenführung beherrschen, denn diese istentscheidend für das Leistungsniveau und den Leistungsfortschritt und diePersönlichkeitsentwicklung von Schülern. Die Herausforderung besteht darin,eine konstruktive Atmosphäre für soziales und fachliches Lernen zu schaffen undimmer wieder ein Arbeitsbündnis mit den Schülern zu bilden. Dazu gehört es, klare Grenzen zu setzen und Störungen und Konflikte zu bewältigen.

Anmeldung: Direkt zum Formular

Schulanfang voller Hoffnung

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

nun ist es schon wieder fast 2 Wochen alt, das neue Schuljahr. Wir alle haben gehofft, dass es ruhiger, normaler und geordneter beginnen und verlaufen wird, als das vergangene Schuljahr. Inwieweit sich diese Hoffnung erfüllt hat bzw. erfüllen wird, werden wir in den nächsten Wochen sehen. Sowohl Sie als auch Ihre Schülerinnen und Schüler hoffen auf einen normalen Schulbetrieb, mit gemeinsamem Lernen, gemeinsamen Projekten, Exkursionen und allem, was Schule erlebenswert macht. 

Aber auch die Lehramtsstudentinnen und – studenten hoffen darauf endlich nicht mehr nur am Computer zu studieren und am studentischen Leben teilhaben zu können und auch in den Studienseminaren hofft man nichts mehr, als endlich wieder das Lehrersein unter normalen Bedingungen lernen zu können. 

Eins steht jedoch fest. Wir als Brandenburgischer Pädagogen-Verband werden auch im neuen Schuljahr für Sie, unsere Mitglieder, da sein und Ihre gewerkschaftlichen und auch dienstrechtlichen Interessen vertreten. Wir wissen, es wird nicht leicht, wir wissen, dass wir für viele Dinge einen langen Atem brauchen werden. Aber, wir stehen an Ihrer Seite. 

In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen für das neue Schuljahr alles Gute, Erfolg in Ihrer pädagogischen Arbeit und vor allem natürlich Gesundheit. 

Ihr Team des BPV 

Deutscher Seniorentag – Wir.Alle.Zusammen.

Der 13. Deutsche Seniorentag 2021 öffnet am 24. November 2021 in Hannover im histori-schen Kongress- und Veranstaltungszentrum HCC seine Tore. Drei Tage lang dreht sich alles um die Frage, wie ein gutes Leben im Alter ge-lingen kann und was wir alle zusammen dafür tun können. Nach der feierlichen Eröffnung geht es weiter mit Vorträgen, Mitmach-Ange-boten, Workshops, Podiumsdiskussionen, einer Messe und einem Unterhaltungsprogramm. Mit einem Angebot aus 150 Einzelveranstaltun-gen erlebt jede Besucherin und jeder Besucher einen ganz individuellen Deutschen Senioren-tag.

Näheres zu dieser Veranstaltung der BAGSO finden Sie unter www.deutscher-seniorentag.de .