Schulanfang voller Hoffnung

Liebe Kolleginnen und Kollegen, 

nun ist es schon wieder fast 2 Wochen alt, das neue Schuljahr. Wir alle haben gehofft, dass es ruhiger, normaler und geordneter beginnen und verlaufen wird, als das vergangene Schuljahr. Inwieweit sich diese Hoffnung erfüllt hat bzw. erfüllen wird, werden wir in den nächsten Wochen sehen. Sowohl Sie als auch Ihre Schülerinnen und Schüler hoffen auf einen normalen Schulbetrieb, mit gemeinsamem Lernen, gemeinsamen Projekten, Exkursionen und allem, was Schule erlebenswert macht. 

Aber auch die Lehramtsstudentinnen und – studenten hoffen darauf endlich nicht mehr nur am Computer zu studieren und am studentischen Leben teilhaben zu können und auch in den Studienseminaren hofft man nichts mehr, als endlich wieder das Lehrersein unter normalen Bedingungen lernen zu können. 

Eins steht jedoch fest. Wir als Brandenburgischer Pädagogen-Verband werden auch im neuen Schuljahr für Sie, unsere Mitglieder, da sein und Ihre gewerkschaftlichen und auch dienstrechtlichen Interessen vertreten. Wir wissen, es wird nicht leicht, wir wissen, dass wir für viele Dinge einen langen Atem brauchen werden. Aber, wir stehen an Ihrer Seite. 

In diesem Sinne, wünschen wir Ihnen für das neue Schuljahr alles Gute, Erfolg in Ihrer pädagogischen Arbeit und vor allem natürlich Gesundheit. 

Ihr Team des BPV 

Der BPV wünscht erholsame Sommerferien!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dieses Schuljahr war für alle an Schule und Bildung Beteiligten ein wahrer Kraftakt. Umso mehr haben wir alle uns nun etwas Erholung und Entspannung verdient. Das Team des BPV steht Ihnen natürlich auch in den Sommerferien zur Verfügung. Da alle Engagierten in unserer Gewerkschaft ehrenamtlich arbeiten, könnte die Antwort auf Ihre Nachrichten etwas länger als gewohnt dauern.

Wir freuen uns, Sie im kommenden Schuljahr hoffentlich wieder persönlich begrüßen zu können.

Ihr Team des BPV

Präsenzunterricht nicht um jeden Preis

Die erfreulicherweise fallenden Inzidenzen sind der Anlass für die Äußerung der Ministerin Frau Ernst in der Presse, dass die Schulen des Landes Brandenburg vor Schuljahresende wieder in den Präsenzunterricht gehen werden.

Das erfahren die Lehrkräfte, Schüler*innen und Eltern erneut zuerst über die Presse.

„Diese Art von Kommunikation mit den Betroffenen kritisieren wir aufs Schärfste gemeinsam mit anderen Gewerkschaften, Verbänden und Mitwirkungsgremien schon seit über einem Jahr“, sagt Präsident Hartmut Stäker.

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband unterstützt grundsätzlich eine Rückkehr zum regulären Präsenzunterricht unter entsprechenden Voraussetzungen.

Dazu gehört u.a. die Einhaltung des gültigen Infektionsschutzgesetzes und eine vernünftige Vorlaufzeit für die Schulen.

Als Probleme sieht der BPV vor allem, dass noch nicht allen Lehrkräften die Möglichkeit einer Impfung zur Verfügung stand und dass aufgrund der Voraussetzungen in den Schulen bei Präsenzunterricht in vollen Klassen die auch weiterhin von den Virologen eingemahnten AHA-Regeln nicht eingehalten werden können.

Projekt: Herausforderungen in Schule

Mit dem Projekt «HiS – Herausforderungen in Schule» soll die Praxis unterstützt werden:

HiS bietet eine Dienstleistung für Schulen. HiS sammelt Wünsche, Bedürfnisse, Meinungen und Erfahrungen zur aktuellen Arbeitssituation in einer Befragung von Schulleitungen, Schulkollegien, Eltern, Schülerinnen und Schülern.

Schulen erhalten auf Wunsch eine schulspezifische Auswertung und damit ein Feedback zur eigenen Schulsituation.

Damit haben sie einen direkten Nutzen und zugleich unterstützen sie auch anwendungsorientierte Wissenschaft in ihrer Forschung mit und für Praxis, da – natürlich in anonymisierter Form – aus den Ergebnissen der Befragung auch Empfehlungen für die Schulaufsicht, Schulträger und Bildungspolitik sowie das Unterstützungssystem generiert werden.

Weitere Informationen:

www.Schul-Barometer.net bzw. www.Schul-Barometer.net/HiS

Hinsehen! Corona-Unmut bedroht Schulfrieden

forsa-Umfrage „Gewalt gegen Lehrkräfte und Schulleitung im Zusammenhang mit der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen“

  • Repräsentative forsa-Umfrage des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) zeigt, dass es an jeder vierten Schule psychische Gewalt gegen Lehrkräfte im Zusammenhang mit der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen gibt – direkt oder/und über das Internet.
  • VBE-Bundesvorsitzender Beckmann wirft Politik vor, Konflikte durch Regelungschaos und verfehlte Kommunikation zu provozieren. Er verlangt, dass diese ihrer Verantwortung gerecht wird und insbesondere die Angriffe von außen eingedämmt werden.
  • VBE fordert transparente Reglungen, besseres Informationsmaterial und den vollen Schutz des Dienstherrn bei Angriffen gegen Beschäftigte, durch unbürokratische Meldung und schnelle Hilfe.

„Der Frust der Gesellschaft über bestehende ‚Coronaregeln‘ entlädt sich an Schule! Das Regelungschaos und die intransparente Kommunikation der Politik verunsichern viele. Die Folge sind Konflikte an der Schule. Hier werden Lehrkräfte und Schulleitungen dafür angegriffen, ihrer Arbeit nachzukommen und die verordneten Infektionsschutzmaßnahmen umzusetzen. Das darf so nicht hingenommen werden! Insbesondere die Kultusministerien sind in der Verantwortung, die Beschäftigten an Schulen zu schützen – sei es durch besseres Informationsmaterial, Ansprechpersonen in den Kultusministerien oder schlicht transparente Regelungen, die einleuchten und zu weniger Unmut führen. Vor allem aber dadurch, dass sie sich in Konfliktfällen voll hinter die Bedrohten stellen“, fordert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE).

Schon seit 2016 beauftragt der Verband Bildung und Erziehung immer wieder forsa damit, repräsentative Untersuchungen zum Thema „Gewalt gegen Lehrkräfte“ durchzuführen. Diesmal lag der Fokus auf Konfliktfällen, die im Zusammenhang mit der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen auftraten. Die Ergebnisse sind mit 1.501 Befragten bundesweit repräsentativ. Zudem gibt es Stichproben aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Ein Viertel der Befragten berichtet, dass Sie von direkten psychischen Angriffen gegen Lehrkräfte oder Schulleitungen an ihrer Schule wissen. Gefragt danach, von wem diese Angriffe ausgingen, nannten 84 Prozent der Befragten „Eltern“. Jede vierte Lehrkraft weiß von direkten psychischen Angriffen durch Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommt, dass jede fünfte Lehrkraft davon berichtet, dass direkte psychische Angriffe von anderen Erwachsenen ausgehen, die zum Beispiel in Organisationen engagiert sind, die sich gegen Corona-Schutzmaßnahmen einsetzen.

Der VBE Bundesvorsitzende zeigt sich entsetzt: „Wir haben eine Situation, in der diejenigen, die Regelungen befolgen und umsetzen müssen – und zwar unabhängig davon, für wie richtig und wichtig sie diese selbst halten – dafür abgestraft werden. Lehrkräfte werden ungeschützt von der Politik zur Zielscheibe von Andersdenkenden. Es braucht ein klares Zeichen der politisch Verantwortlichen, dass jeder Angriff gegen eine Lehrkraft auch ein Angriff gegen die Institution Schule und damit gegen den Staat ist. Was gedenken die Kultusministerien zu tun, um Lehrkräfte davor zu schützen?“

Ähnliche Zahlen zeigt die Frage nach psychischer Gewalt über das Internet. Interessant ist, dass verglichen mit vorhergehenden Befragungen zum Thema Gewalt nur wenige Befragte von körperlicher Gewalt berichten – sicherlich auch, weil es nur eingeschränkt Präsenzunterricht gegeben hat und viele Online-Meetings. „Zwei Prozent der Befragten sagten trotzdem, dass es dazu kam. Wenn man das aber hochrechnet, heißt das immer noch, dass es innerhalb der letzten Monate an 650 der 32.500 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland zu körperlichen Angriffen gegen Lehrkräfte oder die Schulleitung kam. Weil sie ihren Dienst taten“, betont Beckmann.

Lichtblick ist der Zusammenhalt im Kollegium. So berichten die meisten Lehrkräfte, die selbst Gewalterfahrung machten, dass sie sich anderen Lehrkräften oder der Schulleitung anvertrauten und sich hier auch gut unterstützt fühlten. An die Schulaufsicht wendeten sich nur 16 Prozent der Angegriffenen, an das Kultusministerium nur 2 Prozent. VBE Bundesvorsitzender Beckmann fordert daher wiederholt und vehement den Schutz der Beschäftigten durch den Dienstherrn ein. Dazu gehört:

  • schnelle und unbürokratische Meldung von Vorfällen,
  • umfangreiche juristische und psychologische Unterstützung nach Angriffen,
  • konkrete Ansprechpersonen im Kultusministerium, insbesondere für Fälle von Gewalt, die von externen Personen begangen wurden,
  • glaubwürdige, transparente und möglichst einheitliche Infektionsschutzmaßnahmen (inzidenzbasierter Stufenplan).

Online-Netzwerktreffen: Zeit- und Selbstmanagement

Gerade in der Pandemiezeit prasseln täglich viele neue Anforderungen auf uns ein. Wie wir diese erfolgreich bewältigen, Prioritäten setzen und auch im Schulalltag den Überblick behalten, ist Thema im kommenden Netzwerktreffen. Wir haben hierfür eine Expertin aus der Praxis gewonnen, die ihre Kompetenzen in einer kompakten Online-Fortbildung am 11.05.21 von 17-19 Uhr vermitteln wird.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt! Der Anmeldeschluss ist der 09.05.21.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://forms.office.com/r/xym2D6fGMQ

MBJS-Ignoranz inakzeptabel: Brandbrief zum Referendariat im Bildungsausschuss

Der Brandbrief unseres Studienseminarsprechers, Johannes Juschzak, zum Notstand an den Studienseminaren in Brandenburg wird seit März durch das MBJS ignoriert. Immer wieder wird eine Antwort versprochen – es wird versichert, dass der Brief gelesen wurde. Dennoch scheint den zukünftigen Lehrkräften des Landes keine Priorität eingeräumt zu werden.

Schließlich hat der BPV die bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen im Bildungsausschuss des Landtages auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht. In der Anhörung am 07.05.2021 wird Johannes Juschzak als geladener Experte die Problemstellungen und Forderungen des BPV erläutern. Seinen Brandbrief finden Sie hier verlinkt:

Getestet in die Schule: Das Testkonzept des MBJS

Ab kommenden Montag, 19.04.2021 gilt im Land Brandenburg eine umfassende Testpflicht für Lernende und Lehrende der öffentlichen Schulen. Diese turbulenten Zeiten sind durch ständigen Wechsel und große Anpassungsbereitschaft gekennzeichnet. Wir möchten Ihnen Sicherheit im Berufsalltag verschaffen und haben das Testkonzept mit allen notwendigen Anlagen hier für Sie übersichtlich verlinkt:

 

 

 

Bildung im digitalen Zeitalter – Herausforderungen meistern, Potenziale nutzen

Die Bundesvorsitzenden unser Dachverbände dbb und VBE im Gespräch mit Ministerin Britta Ernst im Livestream. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich! Datum: 14.04.2021 – 14.30-15.30 Uhr
Web-Talk mit:
Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK)
Ulrich Silberbach, dbb Bundesvorsitzender
Udo Beckmann, Bundesvorsitzender Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende Deutscher Philologenverband (DPhV)
Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender Verband Deutscher Realschullehrer (VDR)
Joachim Maiß
, Vorsitzender Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB)

Die Corona-Pandemie hat viele Schwachstellen in der Bildungslandschaft sichtbar gemacht – Kern der Diskussion werden daher die aktuellen Herausforderungen der Bildungspolitik sein. Wie kommen Schulen besser durch die Corona-Krise? Wie kann die Digitalisierung der Schulen doch noch gelingen? Wie halten wir den Bildungsstand der Kinder aufrecht? Was brauchen Lehrerinnen und Lehrer jetzt wirklich? Gemeinsam mit den dbb Lehrergewerkschaften treten wir mit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz Britta Ernst in den Dialog.

Diskutieren Sie mit über die Zukunft der Schulen und klinken Sie sich am 14. April 2021 in unseren #dbbdialog ein unter:
www.dbb.de/der-dbb/events/dbb-dialog/210414-dbb-dialog-digitale-bildung.html.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Schulgesundheitsfachkräfte stärken Bildung und Gesundheit

„Das Motto des diesjährigen Weltgesundheitstages, gesundheitliche Chancengleichheit, legt den Finger in die Wunde: Bildung und Gesundheit sind in Deutschland zwar Grundrechte, insbesondere sozio-ökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche sind aber hierzulande in beidem immer noch stark benachteiligt – und das in einem so reichen Land wie der Bundesrepublik“, kritisiert der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, anlässlich des Weltgesundheitstages 2021.

„Ein zentraler und elementar wichtiger Faktor für die Prävention und den Gesundheitsschutz aller Kinder und Jugendliche sind Schulgesundheitsfachkräfte. Bereits im März 2017 forderte der VBE gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die Ausbildung und den zeitnahen, bedarfsgerechten und flächendeckenden Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften und hatte dazu alle Gesundheits- und Kultusministerien angeschrieben. Die Chance auf eine Umsetzung wurde aber von der Politik bislang vertan und fällt uns in der aktuellen Corona Pandemie doppelt auf die Füße“, so Beckmann. „Als Teil von multiprofessionellen Teams können Schulgesundheitsfachkräfte einen wertvollen Beitrag für mehr Gesundheits- aber auch Bildungsgerechtigkeit leisten, indem sie Lehrkräfte, die für solche Aufgaben nicht ausgebildet sind, entlasten. Erkenntnisse aus anderen Ländern sowie aus Modellprojekten in Deutschland belegen verschiedene positive Effekte eindrücklich“, so Beckmann weiter.

Mit Blick auf die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie stellt der Bundesvorsitzende fest: „Es wäre ein Segen, hätte die Politik ihre Verantwortung wahrgenommen. Dann könnten multiprofessionelle Teams unter Einbindung von Schulgesundheitsfachkräften jetzt zum Beispiel die so dringend benötigte fachkundige Unterstützung bei der Umsetzung des Infektionsschutzes an Schule leisten, Testungen durchführen und   Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte in dieser auch für die Psyche herausfordernden Zeit gezielt unterstützten. Es ist glasklar: Die Politik muss aus der aktuellen Situation lernen und hier schnellstmöglich tätig werden.“