10 Forderungen des BPV für Bürokratieabbau im Bildungsbereich
Am 12.12.2025 war der BPV in der Anhörung des Sonderausschusses des Landtages zum Bürokratieabbau im Bildungsbereich. Der BPV hat hier 10 Forderungen zum Bürokratieabbau in den Schulen des Landes vorlegegt. Das MBJS muss diese nun prüfen und dem Ausschuss im März über die Machbarkeit Rechenschaft ablegen. Sie haben weitere Ideen? Schreiben Sie uns unter kontakt@bpv-vbe.de
10 Forderungen für Bürokratieabbau
Lehrkräfte stärken und Prozesse professionalisieren
1. Alle digitalen Fachverfahren (z. B. weBBschule, ZENSOS, Schulportal) werden so angepasst, dass sämtliche Arbeitsvorgänge der Lehrkräfte und Schüler:innen vollständig digital, medienbruchfrei und ohne Papierformulare möglich sind. Parallele Papieranträge, Unterschriftsmappen und Papierakten werden komplett ersetzt.
Prozesse, die automatisierbar sind, wie Bescheide, Abfragen und Meldungen, werden automatisiert.
2. Bescheide und Genehmigungen der Schulleitung, des Staatlichen Schulamtes, der ZBB und anderen Einrichtungen erfolgen elektronisch über die Landesplattformen. Papierhafte Rückläufe werden zur Ausnahme mit besonderer Begründung. Sie werden grundsätzlich auf ein notwendiges Maß reduziert.
3. Alle landeseigenen Portale werden responsiv und so für alle Arten digitaler Endgeräte (insb. Diensttablets) optimiert; die Nutzung über mobile Endgeräte wird nicht behindert, sondern ausdrücklich ermöglicht.
Verwaltungspersonal aufwerten und ausbauen
4. Jede Schule erhält eine auskömmliche Ausstattung mit Schulmanagern sowie Schulsekretariaten, die explizit für Verwaltungs- und Organisationsaufgaben zuständig sind und Lehrkräfte sowie Schulleitungen von administrativen Aufgaben freistellen.
5. Die Eingruppierung von Schulsekretariaten wird an vergleichbare Verwaltungsfunktionen der Kommunen angepasst. (E6 in der Schule vs. E8 in der Stadtverwaltung bei gleicher Ausbildung) Die Arbeit in den Schulen ist nicht weniger wert! Dieser Missstand muss beseitigt werden, um die Attraktivität der Stellen zu erhöhen.
Inklusion entbürokratisieren
6. Verfahren rund um Inklusion, Nachteilsausgleiche und sonderpädagogische Förderung werden verschlankt und digitalisiert: Förderverfahren werden vereinfacht, digitale Antragsstrecken und Standardformulare sowie verbindliche Bearbeitungsfristen werden etabliert, damit die Unterstützung schnell bei den Schüler:innen ankommt.
Entscheidungswege und Genehmigungen vereinfachen
7. Es wird kritisch geprüft, bei welchen Entscheidungen das Schulamt, das MBJS oder weitere Landeseinrichtungen zusätzlich zur Schule beteiligt werden müssen. Entscheidungen, bei denen die Expertise der Schule ausschlaggebend ist, werden konsequent von den Schulen eigenständig getroffen.
8. Der Grundsatz lautet: „Digital first, analog nur noch im Ausnahmefall“ z.B. bei Beurlaubungen von Schüler:innen, bei der Ausgabe von Schülerausweisen (möglich als App) und bei innerdienstlichen Vorgängen, wie Schüler:innen- und Lehrkräfteakten
Rechtliche Standards des 21. Jahrhunderts
9. Schulgesetz und Schulraumverordnung werden dahingehend überarbeitet, dass digitale Endgeräte, Netzinfrastruktur und digitale Arbeitsplätze für Unterricht und Lehrkräfte ausdrücklich als Standard der Mindestausstattung festgeschrieben werden, einschließlich eines rechtlich gesicherten, modernen Arbeitsplatzes für jede Lehrkraft.
10. Brandenburg ist das Bundesland mit der höchsten „Regelungswut im Bereich des Schulrechts“ (Prof. Felix Hanschmann, 2024) Daher gilt bei jeder schulrechtlichen Neuregelung: Alte Regelungen sind lückenlos und kritisch auf Sinnhaftigkeit zu prüfen, zusammenzufassen und im Hinblick auf Bürokratie und Digitalisierungsoptionen und zu reduzieren.
Mal `ne ruhige Kugel schieben? Aber nicht mit uns! Der BPV-Pokal im Bowling
Waren Sie schon mal mit den Kolleginnen und Kollegen bowlen?
Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit, denn Teamgeist und Spaß sind das, was wir gegenwärtig dringend brauchen.
Sollten Sie bereits aktive Bowler mit Ihren Kollegien sein, dann umso besser!
Wir rufen alle Schulkollegien auf, an unserem Bowlingturnier teilzunehmen!
Bedingungen für die Teilnahme:
- Die Mannschaft besteht aus 6 Mitspielern (davon mindestens 2 BPV-Mitglieder).
- Bis Ende Januar können Sie eine Bowlingbahn Ihrer Wahl aufsuchen und trainieren.
- Die Ergebnisse schicken Sie uns per E-Mail und mit Foto der Spielergebnisse zu.
- Die besten Mannschaften werden im Frühjahr nach Potsdam zur Endrunde um den BPV-Pokal eingeladen.
Einsendeschluss der Ergebnisse (Foto der Ergebnisliste und Namen der Teilnehmer) ist der 31.01.2026 an adler@bpv-vbe.de
Wir hoffen auf eine rege Beteiligung und den teilnehmenden Mannschaften viel Spaß!
Ohne Entlastung keine Entwicklung – Schulleitungen am Limit! Die forsa-Schulleitungsumfrage
- Repräsentative forsa-Umfrage unter mehr als 1.300 Schulleitungen zeigt auf, dass die Leitungszeit der Schulleitungen viel zu gering ist.
- Die drängendsten Herausforderungen stagnieren seit Jahren auf einem hohen Niveau – und werden von Politik nicht gelöst.
- Förder- und Sonderschulen sind deutlich schwerer von mangelhaften Arbeitsbedingungen betroffen.
Im Rahmen des vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) gemeinsam mit FLEET EDUCATION veranstalteten Deutschen Schulleitungskongresses (DSLK) hat der VBE auch in diesem Jahr das Meinungsforschungsinstitut forsa damit beauftragt, eine repräsentative Befragung unter 1.312 Schulleitungen durchzuführen. Die Ergebnisse präsentiert der stellvertretende Bundesvorsitzende und Kongressverantwortliche des VBE, Tomi Neckov, am Freitag in Düsseldorf.
Leitungszeit
Erstmals wurden Schulleitungen im Rahmen der diesjährigen Umfrage danach befragt, ob die ihnen zugestandene Leitungszeit ausreicht, um die Leitung und Weiterentwicklung der Schule sicherstellen zu können. Der Befund ist klar: Nur ein Prozent der Schulleitungen hält die ihnen zur Verfügung stehende Leitungszeit für ausreichend. 82 Prozent sagen klar: Die Zeit reicht nicht, um Schulen gut zu führen und weiterzuentwickeln. Tomi Neckov: „So kann Schule den Anforderungen, die an sie gestellt wird, nicht gerecht werden. Wir fordern keinen Luxus, sondern die Grundlage für gute Bildung. Schulleitungen brauchen Entlastung, Förderung und Unterstützung, um ihrem Job nachkommen zu können. Fast alle befragten Schulleitungen fordern zusätzliche Leitungsstunden, multiprofessionelle Teams oder mehr Gestaltungsspielraum. Hinter all diesen Forderungen steckt der Wunsch nach mehr Zeit.“
Berufszufriedenheit
Im Bereich der Belastungsfaktoren und Verbesserungswünsche stagnieren die Befunde seit Jahren auf einem hohen Niveau. Zwar geben weiterhin 85 Prozent an, ihren Beruf sehr oder eher gerne auszuüben, doch nur rund die Hälfte würde den Beruf aktiv weiterempfehlen – ein Wert, der sich seit 2021 kaum verbessert hat. Belastungsfaktoren wie das stetig wachsende Aufgabenspektrum (96 Prozent), steigende Verwaltungsarbeiten (93 Prozent), fehlende Zeitressourcen (92 Prozent) und der Erwartungsdruck, gesellschaftliche Probleme lösen zu sollen (95 Prozent), führen dazu, dass gut ein Drittel der Schulleitungen ihre Aufgaben nur noch gelegentlich oder nie zur eigenen Zufriedenheit erfüllen kann. Neckov kommentiert: „Leider können wir keine Verbesserungen erkennen. Schulleitungen leiden seit Jahren unter den gleichen Missständen und eine Verbesserung lässt weiter auf sich warten. Dies wäre selbst ohne die zusätzlichen Herausforderungen, die immer wieder auf die Schulen abgewälzt werden, ein Armutszeugnis. Wir leben allerdings in Zeiten, in denen wir immensen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen müssen. Und in Zeiten der Krise ist Stagnation kein Fort- sondern ein Rückschritt.“
In der aktuellen VBE-Umfrage werden erstmals gezielt Motive erfasst, warum Schulleitungen ihren Beruf weiter ausüben, obwohl sie diesen vermutlich nicht weiterempfehlen würden. 36 Prozent derjenigen, die keine Weiterempfehlung aussprechen, geben als wichtigsten Beweggrund an, wegen der Kinder bzw. der Schülerinnen und Schüler weiterhin im Amt zu bleiben; für 30 Prozent ist das Kollegium entscheidend, 25 Prozent bleiben aufgrund ihres Willens, Schule zu gestalten. Weitere Motive sind Verantwortungsgefühl (12 Prozent), Freude an der Arbeit (9 Prozent), Sinnhaftigkeit der Tätigkeit (9 Prozent) und Berufung (7 Prozent). Tomi Neckov betont: „Die Bildungsministerien können froh und dankbar sein, dass Schulleitungen trotz all der Herausforderungen und Krisen nicht das Handtuch werfen. Sie machen weiter: Im Sinne der Schülerinnen und Schüler, aufgrund des starken Teams, das sie leiten oder aufgrund ihres unbedingten Willens, Schule doch noch positiv gestalten zu können. Hätten wir nicht so engagierte Kolleginnen und Kollegen, stünden wir heute vor noch deutlich größeren Herausforderungen.“
Lehrkräftemangel und schulformspezifische Herausforderungen
Die aktuelle Umfrage zeigt zudem, dass auch der Lehrkräftemangel ein zentrales Problem für Schulleitungen bleibt. Die öffentlichkeitswirksam präsentierte Lösung des Lehrkräftemangels aufgrund demografischer Entwicklungen ist in den Schulen bislang nicht angekommen. Im Schnitt fehlen pro Schule 1,4 Lehrkräfte. Da allerdings 47 Prozent der Schulen alle Stellen besetzen konnten, bedeutet dies, dass betroffene Schulen umso mehr offene Stellen zu beklagen haben. Zudem hat es hier im Vergleich zu den letzten Jahren nur marginale Verschiebungen gegeben (2024: 1,2 offene Stellen; 2023: 1,5 offene Stellen). Besonders hoch ist die Belastung an Förderschulen, wo im Durchschnitt 4,1 Stellen pro Schule unbesetzt sind. Auch hier gilt: Fast ein Viertel der Förder- und Sonderschulen konnten alle Stellen besetzen. Dort wo Mangel herrscht, trifft es die Schulen umso härter. Bundesweit gibt ein Viertel der Schulleitungen an, ihre Schule werde künftig sehr stark vom Lehrkräftemangel betroffen sein. Obwohl der Anteil im Vergleich zu 2022 (43 Prozent) zurückgegangen ist, bleibt die Einschätzung alarmierend. Auch hier ist die Belastung an Förderschulen besonders hoch, wo 43 Prozent der Schulleitungen erwarten, zukünftig sehr stark durch den Lehrkräftemangel betroffen zu sein. Neckov nimmt die Politik in die Pflicht: „Der Lehrkräftemangel bleibt das Problem unserer Zeit. Es reicht nicht aus, wenn die Politik sich darauf verlässt, dass es in ein paar Jahren möglicherweise besser werden soll. Wir brauchen die Entlastung jetzt und nicht später. Die Behebung des Lehrkräftemangels muss weiterhin die zentrale Aufgabe der Bildungspolitik sein. Der Beruf muss attraktiver werden. Wir brauchen bessere Arbeitsbedingungen, mehr Gestaltungsspielraum an der Schule, eine zeitgemäße Ausbildung für Lehrkräfte und eine angemessene Bezahlung. Zudem brauchen wir dringend einen flächendeckenden Einsatz multiprofessioneller Teams.“
Die besonderen Herausforderungen der Förderschulen nimmt er kritisch in den Blick: „Politik muss den Hebel weiter und stärker dort ansetzen, wo der Bedarf am höchsten ist. Das Startchancenprogramm ist ein sehr guter Ansatz – die Bürokratie, die dahintersteckt, leider nicht. Wir dürfen diejenigen, die am dringendsten auf unsere Hilfe angewiesen sind, nicht im Stich lassen.“
Fort- und Weiterbildung
In diesem Jahr wurde ebenfalls erstmals erfragt, worauf Schulleitungen bei staatlichen Fortbildungsangeboten Wert legen. Demnach wünschen sich Schulleitungen mehrheitlich vor allem Planbarkeit in Form fester Zeitfenster, um eine regelmäßige Struktur für Fortbildungen festzulegen (59 Prozent) und eine bessere inhaltliche Orientierung der Angebote auf die Herausforderungen der Schulleitung (53 Prozent). Gut ein Drittel der Schulleitungen bemängelt allerdings auch die Qualität des derzeitigen Fortbildungsangebots und ein mangelndes Fortbildungsbudget. Immerhin noch mehr als jede zehnte Schulleitung wünscht sich schlichtweg mehr Angebote.
Fazit
Bei all den genannten Herausforderungen wundert es nicht, dass Schulleitungen wenig zufrieden mit der Schulpolitik sind. Mehr als acht von zehn Schulleitungen sind eher oder sehr unzufrieden. Die Kritik richtet sich insbesondere gegen die fehlende Berücksichtigung der tatsächlichen Schulrealität durch politische Entscheidungen, ungenügende finanzielle und personelle Ausstattung sowie den mangelnden Rückhalt für Schulleitungen in ihren Aufgaben. VBE-Vize Tomi Neckov fordert: „Wir brauchen eine nachhaltige Bildungspolitik, die die Lebens- und Arbeitsbedingungen an Schulen deutlich verbessert. Dazu gehören eine ausreichende personelle Ausstattung, mehr Leitungszeit und Anrechnungsstunden für Schulleitungen, gezielte Fortbildungsangebote sowie ein entschlossener Bürokratieabbau. Die Politik muss die Stimme der Schulleitungen ernst nehmen und echte Handlungsspielräume schaffen, um die vielfältigen Herausforderungen im Bildungsalltag zu bewältigen und die Qualität der schulischen Arbeit langfristig zu sichern.“
Quelle: VBE Bund
Neues Team im Regionalverband West-Brandenburg
Am 18.11.2025 fand die konstituierende Sitzung des Regionalverbandes West-Brandenburg statt. Dabei wurde der neue Vorstand gewählt:
- Vorsitzende: Kerstin Riemer
- Stellvertretung: Jördis Kayser und Mandy Wenzlaff
- Schatzmeisterin: Janett Loth
- Beisitzende: Anselm Siegel und Andrea Hölzer
Wir freuen uns auf eine engagierte und konstruktive Zusammenarbeit.
Gemeinsam möchten wir den Verband weiter stärken, neue Impulse setzen und unsere Region mit frischen Ideen, Offenheit und Mut für die Zukunft gestalten.
Wir sind bereit! – Forderungsfindung zum Auftakt der Einkommensrunde TVL
Die heutige Forderungsfindung der Bundestarifkommission bildete den Auftakt der Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), die unter der Führung des Hamburger Finanzsenators Andreas Dressel am 3. Dezember 2025 starten. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) wird am Verhandlungstisch durch den dbb vertreten.
Für den zweiten Vorsitzenden des dbb Fachvorstand Tarifpolitik Andreas Hemsing ist klar: „Verbesserungen bei Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Personalpolitik stehen im Fokus. Der zunehmende Personalmangel macht den öffentlichen Dienst weniger attraktiv und kann langfristig die Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger beeinträchtigen. Teilweise ist dies heute schon spürbar, ob in Kitas, Schulen oder der Verwaltung. Wir dürfen uns weder im Vergleich zu Bund und Kommunen noch gegenüber der Privatwirtschaft abhängen lassen.“
Die Gewerkschaften haben sich auf folgenden Forderungskatalog geeinigt:
- Erhöhung der Tabellenentgelte um 7 Prozent, mindestens 300 Euro
- Erhöhung aller Zeitzuschläge in § 8 Abs. 1 TV-L um 20 Prozent
- Laufzeit 12 Monate
Rita Mölders, stellvertretende VBE Bundesvorsitzende für den Arbeitsbereich Tarifpolitik, ergänzt: „Der enorme Fachkräftemangel prägt das Geschehen in unseren Schulen und Kindertageseinrichtungen, die Belastungen steigen mittlerweile ins Unermessliche. Dennoch geben die Kolleginnen und Kollegen trotz der massiven Herausforderungen jeden Tag ihr Bestes. Allein mit fairen und modernen Rahmenbedingungen können wir unsere Schulen und Kindergärten zukunftssicher gestalten, Lehrerinnen und Lehrer sowie gutes pädagogisches Personal gewinnen bzw. halten. Nur so können wir die Beschäftigten entlasten und die Leistungsfähigkeit nachhaltig sichern. Die heutige Forderungsfindung war ein Auftakt in kämpferische Einkommensrunde.“
Gerhard Brand, Bundesvorsitzender des VBE, betont: „Ein starker Tarifabschluss ist nicht nur ein wichtiges Zeichen nach außen, er wirkt auch nach innen und bringt den Kolleginnen und Kollegen, die sich bereits im System befinden, Dank und Wertschätzung entgegen. In den letzten Jahren sind Lehrkräfte, aber auch Erzieherinnen und Erzieher weit über ihre Belastungsgrenze hinaus gegangen. Nur so war es möglich, Schulen und Kitas am Laufen zu halten. Jetzt ist es an der Zeit, dies zu würdigen.“
Nach Abschluss der Tarifverhandlungen erfolgt in der Regel eine Anpassung der Landesbesoldung und Landesversorgung.
Hintergrund:
Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Es sind drei Verhandlungsrunden für den 3. Dezember 2025, den 15./16. Januar 2026 sowie den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.
Weitere Informationen finden Sie auf der Sonderseite zur Einkommensrunde mit den Ländern.
Einstimmung auf die Festtage
Wie das duftet! Den ganzen Ausflugtag über begleiteten uns wunderbare Düfte. Und, diese weckten schon die weihnachtliche Vorfreude. Bei unserem diesjährigen Herbstausflug mit dem Motto „Pfefferkuchen und Gans“ ging es von Pulsnitz nach Wermsdorf. Der Pulsnitzer Pfefferkuchenmarkt war unser erstes Ziel. In langen Schlangen vor den Pfefferküchlern auf dem Marktplatz wurden die Leckereien eingekauft. Aber auch die ersten Weihnachtsgeschenke landeten in unseren Taschen.
Da Kultur nicht fehlen darf, ging es weiter nach Wermsdorf zum Schloss Hubertusburg, Die Gästeführer zeigten uns mit interessanten Fakten und historischen Anekdoten dieses Schmuckstück von innen und außen.
Letzte Station war der Gänsemarkt. Abendbrotzeit. Fast niemand konnte dem Duft vom Gänsebraten widerstehen. Gesättigt, mit vollem Magen und vollen Taschen ging es zurück nach Hause.
Meike Holtsch
Schulbau gemeinsam gestalten – Bildung braucht ZukunftsRäume
Investitionen in Schulbau sind Investitionen in die Zukunft. Gute Bildung und die dafür notwendige Infrastruktur sind Schlüsselfaktoren erfolgreicher Bildungsbiografien für alle. Doch vielerorts fehlen genau diese qualitätsvollen Bildungsräume. Die Herausforderungen sind komplex:
Der Investitionsstau bei den Schulgebäuden ist mit 67,8 Mrd. Euro mit Abstand der aktuell höchste in Deutschland, Lernen im 21. Jahrhundert benötigt andere Räume, und Schulen als öffentliche Orte müssen Vorbild für nachhaltiges Bauen und Klimaschutz sein.
Das Sondervermögen des Bundes schafft ein Momentum für Investitionen in kommunale Infrastruktur. Die Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft, der Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) setzen sich gemeinsam dafür ein, dass die angekündigte Investitionsoffensive im Schulbau auch eine Qualitätsoffensive wird. Zentrale Forderung des gemeinsamen Positionspapiers ist es, klare Qualitätskriterien zu beachten und Verfahren zu vereinfachen – damit Investitionen effizient und nachhaltig wirken.
Drei Konferenzen, ein Anliegen
Auf den Konferenzen möchten wir Herausforderungen und Lösungswege mit Ihnen diskutieren: Von Neubau und Umbau über Kooperation und Prozessgestaltung bis hin zu Fragen der baulichen Qualität, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz. Fachliche Impulse, gute Praxisbeispiele und viel Raum für Austausch bilden den Rahmen.
- Schulbaukonferenz Berlin: 10. Oktober 2025, Deutsches Architekturzentrum
- Schulbaukonferenz Essen: 5. November 2025, Zeche Carl
- Schulbaukonferenz Stuttgart: 9. Dezember 2025, Hospitalhof
Alle Konferenzen finden von 10 bis 17 Uhr mit anschließendem Get-together statt.
Die Schulbaukonferenzen richten sich an Schulträger, Schulaufsichten, Schulleitungen, Architektinnen und Architekten, Fachplanende, Interessierte aus Politik und Verwaltung sowie an Verbände und Institutionen, die an der Schnittstelle von Pädagogik und Architektur tätig sind.
Programmpunkte und Anmeldung
- Impulse aus den Perspektiven der zuständigen Ressorts Bauen und Bildung
- Gesprächsrunde „Wie sieht guter Schulbau aus?“
- Konkrete Gestaltungsmöglichkeiten anhand von Beispielen, die verdeutlichen, wie zukunftsgerichteter Schulbau innerhalb bestehender Strukturen gelingen kann.
- Kontinuierlicher Austausch zu Fragen und Herausforderungen der Teilnehmenden
Jede Konferenz vereint unterschiedliche Beitragende und Projektbeispiele. Während die Programmpunkte in ihrer Struktur gleich bleiben, variieren Schwerpunkte, Referierende und vorgestellte Projekte.
Die Teilnahme ist kostenfrei, die Zahl der Plätze jedoch begrenzt. Bitte melden Sie sich daher zeitnah an: Anmeldung
Ein Blick nach vorn und zwei zurück – 35 Jahre BPV
Die Festveranstaltung des Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes aus Anlass des 35. Jahrestages der Gründung des Verbandes am 14.6.2025 in Hermannswerder, war ein Höhepunkt. Es war eine gelungene Mischung aus Erinnerungen, Ehrungen, interessanten Gesprächen, gutem Essen und anregender Musik. Zu dieser Festveranstaltung des BPV konnten wir als Ehrengäste und Gratulanten begrüßen:
Minister Steffen Freiberg (MBJS)
Katja Poschmann (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD, Landtag BB),
Annerose Moras (Referentin Lehrkräftebildung im Hochschulreferat des MWFK),
Prof. Dr. phil. Juliane Noack Napoles (Leiterin Fachgebiet Erziehungswissenschaften der BTU Cottbus)
Ralf Roggenbuck (Landesvorsitzender des dbb brandenburg)
Tim Reukauf (Vorsitzender des Thüringer Lehrerverbands)
Gitta Franke-Zöllmer (ehemalige stellvertretende VBE-Bundesvorsitzende des VBE für Internationales und ehemalige Landesvorsitzende des VBE Niedersachsen)
Uwe Franke (ehemaliger Landesvorsitzender des VBE NRW und langjähriges Mitglied im Bundesvorstand)
- Hartmut Stäker, Steffen Freibgerg, Prof. Dr. Juliane Noack-Napoles, Annerose Moras, Christina Adler
- Uwe Franke, Gitta Franke-Zöllmer, Christina Adler, Hartmut Stäker
- Alexander Lipp, Christina Adler, Ralf Roggenbuck (dbb)
Diese Veranstaltung war ein Blick zurück zu den Wurzeln und in die 35jährige Geschichte unseres Brandenburgischen Pädagogen-Verbandes. Deshalb war es uns wichtig, Gründungsmitglieder und langjährige Aktive aus den Kreis- und Regionalverbänden einzuladen und zu ehren. Durch sie war es möglich den BPV im ganzen Land Brandenburg als eine starke Gewerkschaft und Interessenvertretung für unsere Kolleginnen und Kollegen aufzubauen und über 35 Jahre aktiv zu gestalten. Dafür unseren Dank!
Mit einer Ehrenurkunde wurden aus den Kreis- und Regionalverbänden folgende Mitglieder geehrt:
KV Elbe-Elster
Brigitta Jäpel, Sieglinde Krüger, Undine Schenke, Bettina Brundisch, Barbara Becker
Kreisverband Cottbus
Heike Steinbach, Beate Sielski, Hubertus v. Glisczinski, Evelin Mattner, Christine Fiedler, Evelyn Buchali, Andrea Skorubski, Sabine Dmitrakowa, Christa Woetzel, Inge Gericke, Gisela Bullan, Carola Bartel, Ramona Behrendt, Jörg Dietrich
KV Frankfurt/Oder
Detlef Meyer
KV Oder-Spree
Bärbel Krüger (Ehrenmitglied), Carmen Pöthke, Sigrid Schubert
KV Märkisch-Oderland
Roswitha Gallasch, Gunter Gerth, Harald Höndorf
KV Teltow/Fläming
Jutta Gottwald
RV West-Brandenburg
Sabine Bennewitz, Jörg Bölke (Ehrenmitglied), Marina Harno
KV Oberspreewald/Lausitz
Norbert Duve, Ralph Fritzsch, Anke Burdack, Gerhild Zander
KV Spree-Neiße
Regina Schollmeier, Gabriele Laatz, Kerstin Wandelt, Ulrich Lindner, Manuela Höhne, Petra Gosdschan, Gerald Koban, Christa Wölk, Doreen Schöne, Manuela Härtel, Birgit Krüger, Carola Mehner
RV Barnim/Uckermark
Heike Sternkiker
RV Nord-West-Brandenburg
Ines Dutzmann
In der Festrede wurden u.a. noch einmal die ersten Wochen und Monate (1989/1990) bis zur Gründung des BPV von Christina Adler (Gründungsmitglied) in Erinnerung gebracht und durch Episoden lebendig. Aber auch die Herausforderungen und Erfolge der vergangenen 35 Jahre wurden gewürdigt.
Hartmut Stäker konnte durch eigene Erlebnisse aus der Anfangszeit des BPV beispielhaft aufzeigen, dass an vielen Orten im heutigen Land Brandenburg erste Schritte von engagierten Lehrerinnen und Lehrern gegangen wurden, um Kontakte zu Gleichgesinnten herzustellen und Gruppen zu gründen, die sich dann, vor 35 Jahren, im BPV zusammenfanden.
Das war zwar eine kurze, aber sehr intensive Phase in der Geschichte unseres Verbandes.
Von Anfang an standen uns Landesverbände des VBE (u.a. NRW, Saarland, Niedersachsen, Hessen) aktiv zur Seite. Sie organisierten gewerkschaftspolitische Veranstaltungen und berieten uns beim Aufbau des Verbandes.
Besonderer Dank für ihr persönliches Engagement für den BPV gilt dabei Uwe Franke und Gitta Franke-Zöllmer.
Sie würdigte in ihren Grußworten noch einmal die Zeit, als der BPV seine ersten Schritte in der bildungspolitischen Landschaft im Land Brandenburg machte und gleichzeitig seine Erfahrungen, Sichtweisen und Tatkraft aktiv in die Arbeit des Bundesverbandes des VBE einbrachte. Dafür sind Klaus Wünsche als Stellvertretender Bundesvorsitzender des VBE (1991 bis 2004), Hans-Günter Asmus als Rechtsstellenleiter des VBE (bis 2001) und Bernd Möbius als Präsident des BPV (1090 bis 2006) genannt.
Nicht nur in den Redebeiträgen wurden die Geschichte des BPV gewürdigt. In einer Ausstellung wurden dazu Dokumente, Artikel, Bilder und Requisiten gezeigt. Das war ein Anknüpfungspunkt zu Gesprächen mit Gästen und Mitgliedern.
Diese Veranstaltung war geprägt von der Wertschätzung unseren Gründungsmitgliedern gegenüber, aber auch von der Verbindung zu unseren jüngeren Mitgliedern. Sie waren ein wichtiger Teil unserer Veranstaltung und sind die Zukunft unseres Verbandes.
Christina Adler
- Hartmut Stäker
- Christina Adler
- Gitta Franke-Zöllmer
- Impressionen der Gäste
- Ausstellung zu 35 Jahren BPV
- Impressionen von der Veranstaltung
- BPV Nachwuchs mit Thüringer Landesvorsitzenden Tim Reukauf
Einsparung durch Stundenkürzungen und Absenkungen von Fördermaßnahmen
Der Brandenburgische Pädagogen-Verband (BPV) schlägt angesichts der Stundenzuweisungen für das neue Schuljahr Alarm!
Die Schulen erhalten gekürzte Stundenbudgets, die sich im neuen Schuljahr nicht nur auf die Vertretungsreserve, Eingliederungskurse und die Ganztagsangebote auswirken, sondern gravierende Einschnitte (ca. 20%), bei der ohnehin knapp bemessenen Stundenzahl für den gemeinsamen Unterricht (Inklusion) bringen.
Das Land Brandenburg hat seine Schulen mit dem Thema Inklusion von Anfang an weitestgehend allein gelassen. Den Schulen wurden damit Aufgaben übertragen, denen sie räumlich, personell und fachlich oft nicht gewachsen waren. Der Mangel an Sonderpädagogen und Schulsozialarbeitern verschärfte die Situation weiter. Lehrkräfte fühlen sich in ihren Klassen schon lange mit den Problemen allein gelassen.
Seiteneinsteiger und Studierende, die aufgrund des Lehrkräftemangels in den Schulen zunehmend unterrichten, sind auf diese Situation nicht vorbereitet und können an den Schulen nur selten Unterstützung finden.
Vor mehr als 10 Jahren forderte der BPV bereits bedarfsangepasste multiprofessionelle Teams (Sonderpädagogen, Psychologen, Therapeuten, Gesundheitsfachkräfte, zusätzliches päd. Personal) für die Schulen, um inklusives Lernen zu ermöglichen. Das scheiterte an der Abstimmung und Finanzierung zwischen Land und Kommunen. Einige Schulen haben inzwischen einen eigenen Weg gefunden, um notwendige Fachkräfte für ihre Schule zu finanzieren.
Den Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen, Krankheiten oder Behinderungen, und auch ihren Eltern, wird mit der Einschulung versprochen, dass sie inklusiv beschult werden.
Dieses Versprechen kann nur bedingt eingehalten werden. Die Lehrkräfte, deren erste Aufgabe es ist, den Lernprozess zu gestalten, sind mit der Vielfalt der Aufgaben in inklusiven Klassen überfordert. Ohne entsprechende Unterstützung ist ein guter Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler in einer inklusiven Klasse kaum möglich.
Der BPV hat die Entwicklung von Inklusion im Bildungsbereich seit 2010 aktiv verfolgt, denn zu diesem Zeitpunkt wurden alle Schulen zu „Inklusionsschulen“. Eigentlich ein Meilenstein für Chancengleichheit. Doch wie wurde das politisch begleitet? Aktuell hat dieses Problem im Koalitionsvertrag keinen Platz!
Die aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage unter mehr als 2700 Lehrkräften aller allgemeinbildenden Schularten, die der Verband Bildung und Erziehung (VBE) bundesweit in Auftrag gegeben hat, zeigt diese Probleme noch einmal deutlich auf und führt zu dem Fazit:
Fehlende Bedingungen bremsen die grundsätzliche Bereitschaft zu inklusivem Unterricht der Lehrkräfte aus.
Der Präsident des Brandenburgische Pädagogen-Verbandes Hartmut Stäker fordert deshalb die Landesregierung auf, die Rotstiftpolitik nicht bei denen anzusetzen, die die Schwächsten sind, die sich nicht wehren können, die aber unsere Zukunft sind – unsere Kinder.
Hintergrund: Was bedeutet Inklusion?
Inklusion bedeutet, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Herkunft, ihrer Behinderung oder anderen Merkmalen die gleichen Chancen haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.


















