Mit dem Projekt «HiS – Herausforderungen in Schule» soll die Praxis unterstützt werden:

HiS bietet eine Dienstleistung für Schulen. HiS sammelt Wünsche, Bedürfnisse, Meinungen und Erfahrungen zur aktuellen Arbeitssituation in einer Befragung von Schulleitungen, Schulkollegien, Eltern, Schülerinnen und Schülern.

Schulen erhalten auf Wunsch eine schulspezifische Auswertung und damit ein Feedback zur eigenen Schulsituation.

Damit haben sie einen direkten Nutzen und zugleich unterstützen sie auch anwendungsorientierte Wissenschaft in ihrer Forschung mit und für Praxis, da – natürlich in anonymisierter Form – aus den Ergebnissen der Befragung auch Empfehlungen für die Schulaufsicht, Schulträger und Bildungspolitik sowie das Unterstützungssystem generiert werden.

Weitere Informationen:

www.Schul-Barometer.net bzw. www.Schul-Barometer.net/HiS

forsa-Umfrage „Gewalt gegen Lehrkräfte und Schulleitung im Zusammenhang mit der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen“

  • Repräsentative forsa-Umfrage des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) zeigt, dass es an jeder vierten Schule psychische Gewalt gegen Lehrkräfte im Zusammenhang mit der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen gibt – direkt oder/und über das Internet.
  • VBE-Bundesvorsitzender Beckmann wirft Politik vor, Konflikte durch Regelungschaos und verfehlte Kommunikation zu provozieren. Er verlangt, dass diese ihrer Verantwortung gerecht wird und insbesondere die Angriffe von außen eingedämmt werden.
  • VBE fordert transparente Reglungen, besseres Informationsmaterial und den vollen Schutz des Dienstherrn bei Angriffen gegen Beschäftigte, durch unbürokratische Meldung und schnelle Hilfe.

„Der Frust der Gesellschaft über bestehende ‚Coronaregeln‘ entlädt sich an Schule! Das Regelungschaos und die intransparente Kommunikation der Politik verunsichern viele. Die Folge sind Konflikte an der Schule. Hier werden Lehrkräfte und Schulleitungen dafür angegriffen, ihrer Arbeit nachzukommen und die verordneten Infektionsschutzmaßnahmen umzusetzen. Das darf so nicht hingenommen werden! Insbesondere die Kultusministerien sind in der Verantwortung, die Beschäftigten an Schulen zu schützen – sei es durch besseres Informationsmaterial, Ansprechpersonen in den Kultusministerien oder schlicht transparente Regelungen, die einleuchten und zu weniger Unmut führen. Vor allem aber dadurch, dass sie sich in Konfliktfällen voll hinter die Bedrohten stellen“, fordert Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE).

Schon seit 2016 beauftragt der Verband Bildung und Erziehung immer wieder forsa damit, repräsentative Untersuchungen zum Thema „Gewalt gegen Lehrkräfte“ durchzuführen. Diesmal lag der Fokus auf Konfliktfällen, die im Zusammenhang mit der Umsetzung von Infektionsschutzmaßnahmen auftraten. Die Ergebnisse sind mit 1.501 Befragten bundesweit repräsentativ. Zudem gibt es Stichproben aus Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz.

Ein Viertel der Befragten berichtet, dass Sie von direkten psychischen Angriffen gegen Lehrkräfte oder Schulleitungen an ihrer Schule wissen. Gefragt danach, von wem diese Angriffe ausgingen, nannten 84 Prozent der Befragten „Eltern“. Jede vierte Lehrkraft weiß von direkten psychischen Angriffen durch Schülerinnen und Schüler. Hinzu kommt, dass jede fünfte Lehrkraft davon berichtet, dass direkte psychische Angriffe von anderen Erwachsenen ausgehen, die zum Beispiel in Organisationen engagiert sind, die sich gegen Corona-Schutzmaßnahmen einsetzen.

Der VBE Bundesvorsitzende zeigt sich entsetzt: „Wir haben eine Situation, in der diejenigen, die Regelungen befolgen und umsetzen müssen – und zwar unabhängig davon, für wie richtig und wichtig sie diese selbst halten – dafür abgestraft werden. Lehrkräfte werden ungeschützt von der Politik zur Zielscheibe von Andersdenkenden. Es braucht ein klares Zeichen der politisch Verantwortlichen, dass jeder Angriff gegen eine Lehrkraft auch ein Angriff gegen die Institution Schule und damit gegen den Staat ist. Was gedenken die Kultusministerien zu tun, um Lehrkräfte davor zu schützen?“

Ähnliche Zahlen zeigt die Frage nach psychischer Gewalt über das Internet. Interessant ist, dass verglichen mit vorhergehenden Befragungen zum Thema Gewalt nur wenige Befragte von körperlicher Gewalt berichten – sicherlich auch, weil es nur eingeschränkt Präsenzunterricht gegeben hat und viele Online-Meetings. „Zwei Prozent der Befragten sagten trotzdem, dass es dazu kam. Wenn man das aber hochrechnet, heißt das immer noch, dass es innerhalb der letzten Monate an 650 der 32.500 allgemeinbildenden Schulen in Deutschland zu körperlichen Angriffen gegen Lehrkräfte oder die Schulleitung kam. Weil sie ihren Dienst taten“, betont Beckmann.

Lichtblick ist der Zusammenhalt im Kollegium. So berichten die meisten Lehrkräfte, die selbst Gewalterfahrung machten, dass sie sich anderen Lehrkräften oder der Schulleitung anvertrauten und sich hier auch gut unterstützt fühlten. An die Schulaufsicht wendeten sich nur 16 Prozent der Angegriffenen, an das Kultusministerium nur 2 Prozent. VBE Bundesvorsitzender Beckmann fordert daher wiederholt und vehement den Schutz der Beschäftigten durch den Dienstherrn ein. Dazu gehört:

  • schnelle und unbürokratische Meldung von Vorfällen,
  • umfangreiche juristische und psychologische Unterstützung nach Angriffen,
  • konkrete Ansprechpersonen im Kultusministerium, insbesondere für Fälle von Gewalt, die von externen Personen begangen wurden,
  • glaubwürdige, transparente und möglichst einheitliche Infektionsschutzmaßnahmen (inzidenzbasierter Stufenplan).

Gerade in der Pandemiezeit prasseln täglich viele neue Anforderungen auf uns ein. Wie wir diese erfolgreich bewältigen, Prioritäten setzen und auch im Schulalltag den Überblick behalten, ist Thema im kommenden Netzwerktreffen. Wir haben hierfür eine Expertin aus der Praxis gewonnen, die ihre Kompetenzen in einer kompakten Online-Fortbildung am 11.05.21 von 17-19 Uhr vermitteln wird.
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt! Der Anmeldeschluss ist der 09.05.21.

Weitere Informationen und Anmeldung unter: https://forms.office.com/r/xym2D6fGMQ

Der Brandbrief unseres Studienseminarsprechers, Johannes Juschzak, zum Notstand an den Studienseminaren in Brandenburg wird seit März durch das MBJS ignoriert. Immer wieder wird eine Antwort versprochen – es wird versichert, dass der Brief gelesen wurde. Dennoch scheint den zukünftigen Lehrkräften des Landes keine Priorität eingeräumt zu werden.

Schließlich hat der BPV die bildungspolitischen Sprecherinnen und Sprecher der Fraktionen im Bildungsausschuss des Landtages auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht. In der Anhörung am 07.05.2021 wird Johannes Juschzak als geladener Experte die Problemstellungen und Forderungen des BPV erläutern. Seinen Brandbrief finden Sie hier verlinkt:

Ab kommenden Montag, 19.04.2021 gilt im Land Brandenburg eine umfassende Testpflicht für Lernende und Lehrende der öffentlichen Schulen. Diese turbulenten Zeiten sind durch ständigen Wechsel und große Anpassungsbereitschaft gekennzeichnet. Wir möchten Ihnen Sicherheit im Berufsalltag verschaffen und haben das Testkonzept mit allen notwendigen Anlagen hier für Sie übersichtlich verlinkt:

 

 

 

Die Bundesvorsitzenden unser Dachverbände dbb und VBE im Gespräch mit Ministerin Britta Ernst im Livestream. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich! Datum: 14.04.2021 – 14.30-15.30 Uhr
Web-Talk mit:
Britta Ernst, Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK)
Ulrich Silberbach, dbb Bundesvorsitzender
Udo Beckmann, Bundesvorsitzender Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Bundesvorsitzende Deutscher Philologenverband (DPhV)
Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender Verband Deutscher Realschullehrer (VDR)
Joachim Maiß
, Vorsitzender Bundesverband der Lehrkräfte für Berufsbildung (BvLB)

Die Corona-Pandemie hat viele Schwachstellen in der Bildungslandschaft sichtbar gemacht – Kern der Diskussion werden daher die aktuellen Herausforderungen der Bildungspolitik sein. Wie kommen Schulen besser durch die Corona-Krise? Wie kann die Digitalisierung der Schulen doch noch gelingen? Wie halten wir den Bildungsstand der Kinder aufrecht? Was brauchen Lehrerinnen und Lehrer jetzt wirklich? Gemeinsam mit den dbb Lehrergewerkschaften treten wir mit der Präsidentin der Kultusministerkonferenz Britta Ernst in den Dialog.

Diskutieren Sie mit über die Zukunft der Schulen und klinken Sie sich am 14. April 2021 in unseren #dbbdialog ein unter:
www.dbb.de/der-dbb/events/dbb-dialog/210414-dbb-dialog-digitale-bildung.html.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

„Das Motto des diesjährigen Weltgesundheitstages, gesundheitliche Chancengleichheit, legt den Finger in die Wunde: Bildung und Gesundheit sind in Deutschland zwar Grundrechte, insbesondere sozio-ökonomisch benachteiligte Kinder und Jugendliche sind aber hierzulande in beidem immer noch stark benachteiligt – und das in einem so reichen Land wie der Bundesrepublik“, kritisiert der Bundesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Udo Beckmann, anlässlich des Weltgesundheitstages 2021.

„Ein zentraler und elementar wichtiger Faktor für die Prävention und den Gesundheitsschutz aller Kinder und Jugendliche sind Schulgesundheitsfachkräfte. Bereits im März 2017 forderte der VBE gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) die Ausbildung und den zeitnahen, bedarfsgerechten und flächendeckenden Einsatz von Schulgesundheitsfachkräften und hatte dazu alle Gesundheits- und Kultusministerien angeschrieben. Die Chance auf eine Umsetzung wurde aber von der Politik bislang vertan und fällt uns in der aktuellen Corona Pandemie doppelt auf die Füße“, so Beckmann. „Als Teil von multiprofessionellen Teams können Schulgesundheitsfachkräfte einen wertvollen Beitrag für mehr Gesundheits- aber auch Bildungsgerechtigkeit leisten, indem sie Lehrkräfte, die für solche Aufgaben nicht ausgebildet sind, entlasten. Erkenntnisse aus anderen Ländern sowie aus Modellprojekten in Deutschland belegen verschiedene positive Effekte eindrücklich“, so Beckmann weiter.

Mit Blick auf die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie stellt der Bundesvorsitzende fest: „Es wäre ein Segen, hätte die Politik ihre Verantwortung wahrgenommen. Dann könnten multiprofessionelle Teams unter Einbindung von Schulgesundheitsfachkräften jetzt zum Beispiel die so dringend benötigte fachkundige Unterstützung bei der Umsetzung des Infektionsschutzes an Schule leisten, Testungen durchführen und   Schülerinnen und Schüler als auch Lehrkräfte in dieser auch für die Psyche herausfordernden Zeit gezielt unterstützten. Es ist glasklar: Die Politik muss aus der aktuellen Situation lernen und hier schnellstmöglich tätig werden.“

Die Corona-Pandemie hinterlässt im Bereich Bildung nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern Spuren. Die aktuelle Situation an den Schulen greift auch erheblich in die Ausbildung der zukünftigen Lehrergeneration ein.

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband sieht das mit großer Sorge und stellt fest, dass dieses Thema im MBJS völlig aus dem Fokus geraten ist und Probleme der Betroffenen mit Versprechungen und Ankündigungen abgespeist werden.

So wurde in Brandenburg vor einiger Zeit, als einzigem Bundesland, das Referendariat von 18 auf 12 Monate verkürzt, mit der Begründung, dass während des Studiums der Praxisanteil erhöht wird. In Wahrheit ist die praktische Ausbildung jedoch keineswegs derart überdurchschnittlich ausgeprägt.

An diesem Fakt scheitern gerade die Lehramtskandidaten in den Studienseminaren.

Ihre schulpraktischen Erfahrungen fallen durch die Kürzung und die gegenwärtigen Schulschließungen spärlich aus. Das beeinflusst sehr stark die Vorbereitung auf die Staatsexamensprüfungen und ihren Einstieg in die Praxis. Darüber hinaus gibt es in einer Verordnung des Landes Brandenburg widersprüchliche Aussagen zum Ablegen der genannten Prüfungen. Die gesetzlichen Vorgaben lassen Interpretationsspielraum für eine ungleiche Durchführung der Staatsexamina zu.

Das alles verunsichert die Lehramtskandidaten und lässt viele an ihrer Berufswahl zweifeln. Für uns als Gewerkschaft ist diese Situation nicht hinnehmbar, zumal akuter Lehrermangel herrscht und jede gut ausgebildete Lehrkraft dringend im Land Brandenburg gebraucht wird.

Diese Situation stellte Johannes Juschzak, Sprecher der Referendare im Brandenburgischen Pädagogen-Verband, in einem Brandbrief an die Ministerin Frau Ernst ausführlich dar. Seine Sorge ist vor allem darin begründet, dass der Ausbildung der zukünftigen Lehrergeneration zu wenig Bedeutung beigemessen wird. Dies zeigt sich deutlich in der fehlenden Kommunikation von Seiten des MBJS.

Wie soll die Qualität von Bildung in den nächsten Jahren aussehen, wenn wiederholt ganze Jahrgänge zur Schnellbesohlung frei gegeben sind und ihre Sorgen kleingeredet und missachtet werden?

Wann reagieren die Verantwortlichen im MBJS auf die Sorgen der zukünftigen Lehrkräfte, die im Land Brandenburg die Bildung gestalten wollen?

Herr Woidke, ist diese Ministerin noch tragbar?

Diese Frage möchte der Brandenburgische Pädagogen-Verband dem Ministerpräsidenten stellen.

Seit über einem Jahr sind die Schulen von den Auswirkungen der Pandemie betroffen und das Krisenmanagement des MBJS ist katastrophal. Es ist geprägt von äußerst kurzfristigen Anweisungen, Fehlentscheidungen und mangelnder Praxisnähe.

Nun ist das Fass am Überlaufen!

Vor einer Woche wurde mit dem Wissen, dass die Infektionszahlen steigen und entgegen aller Bedenken aus der Praxis, die Öffnung aller Schulen angeordnet.

Am gestrigen Sonntagnachmittag wurden die Schulleiter, Lehrer, Schüler und Eltern über die Presse informiert, dass ab heute keine Präsenzpflicht mehr in den Schulen besteht.

Von Verlässlichkeit, Besonnenheit und Verantwortungsbewusstsein durch die Ministerin kann hier wohl keine Rede mehr sein.

Überlegungen zu Schutzmaßnahmen in den Schulen blieben bis auf die Masken nur leere Gedankenspiele. Viele Menschen auf engstem Raum in den Klassen, Studien der Krankenkassen über hohe Infektionszahlen der Lehrkräfte, steigende Corona-Fälle unter den Schülern und anwachsende Quarantänezahlen in den Schulen, sind für das MBJS keine Gründe Maßnahmen einzuleiten, die der nun schon einjährigen Situation angepasst sind.

In dieser Zeit haben im Land Brandenburg die Schulleitungen mit den Lehrerinnen und Lehrern versucht, unter den gegebenen Bedingungen, den Schülerinnen und Schülern bestmöglich Bildung zu vermitteln. Dabei gehen die Lehrkräfte und Schulleitungen, den Bedingungen geschuldet, oft nicht nur über ihre Grenzen hinaus, sondern setzen auch ihre Gesundheit aufs Spiel.

Das weiß das MBJS und setzt an diesem Wochenende der ganzen Situation noch die Krone auf!

Bisher waren die Lehrkräfte und Schulleitungen noch engagiert bei der Umsetzung der oft diskussionswürdigen und äußerst kurzfristigen Entscheidungen des MBJS, doch nun ist der Punkt überschritten.

Wut und Entsetzen machen sich in den Lehrerzimmern und Chats breit über die sinnlosen und unüberlegten Entscheidungen durch das MBJS. Und die berechtigte Frage steht dabei im Raum:

Ist diese Ministerin noch tragbar?

Wie lautet die Antwort Herr Ministerpräsident?

Der Brandenburgische Pädagogen-Verband fordert für alle Lehrerinnen und Lehrer des Landes Brandenburg die Möglichkeit eine Corona-Schutzimpfung zu erhalten und vor den Schulöffnungen flächendeckende Selbsttests für alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler.

Das bedeutet aber nicht, dass die Lehrerinnen und Lehrer über ihre eigentlichen Aufgaben hinaus medizinische Maßnahmen übernehmen müssen. Wir lehnen es ab, dass die Selbsttests in Verantwortung der Lehrkräfte durchgeführt werden sollen.

Es ist unverantwortlich, dass alle Beteiligten über die Durchführung dieser Tests erst zwei Tage vor Schulöffnung informiert wurden, da diese Forderungen für flächendeckende Selbsttests in den Schulen für alle Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler vor den Schulöffnungen nicht neu sind.

Die Lehrkräfte werden unvorbereitet beauftragt diese Tests während der Unterrichtszeit zu überwachen und anzuleiten. Schutzmaßnahmen für Lehrkräfte spielen dabei keine Rolle.

Die Elternbriefe zur Einwilligung der Tests, führen außerdem dazu, dass die Wirksamkeit frühestens in der zweiten Schulwoche greift. Unklarheit herrscht außerdem darüber wie mit den Schülern verfahren werden soll, die keine Einwilligung vorlegen.

Diese getroffenen Maßnahmen erzeugen bei Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern Unsicherheit und Fragen. Die Schulen werden wiederholt mit kurzfristigen Maßnahmen überrollt und stellt die Kollegien vor kaum lösbare zusätzliche Herausforderungen.

Warum werden diese Maßnahmen nicht längerfristig vorbereitet und von den Schulträgern personell unterstützt? Speziell in den Grund- und Förderschulen werden die Lehrkräfte vor Aufgaben gestellt, die so nicht lösbar sind.

Wir unterstützen den Brief des Landeslehrerrates vom 11.3.2021 an die Ministerin, in dem diese Situation umfassend dargestellt wird.

In den vergangenen Wochen erhielten mit der Öffnung der Schulen die Erzieher und Lehrkräfte der Kitas und Grundschulen die Möglichkeit einer Impfung, während Lehrkräften, die durchgängig die Abschlussklassen der weiterführenden Schulen unterrichten, bisher diese Möglichkeit nicht gewährt wurde. Da sich die Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte nicht gravierend unterscheiden, fordern wir eine Gleichbehandlung aller Lehrerinnen und Lehrer bezüglich der Corona-Schutzimpfung und damit im Interesse des Gesundheitsschutzes unserer Kollegen zeitnah ebenfalls ein Angebot für sie.